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"Grüß euch Gott, alle miteinander!" heißt nur einer der zahlreichen Ohrwürmer, die beim nun schon 13. Bautzener Theatersommer die Zuschauer erfreuen werden. Auf einhundertachtundvierzig Aufführungen in Folge brachte es "Der Vogelhändler" nach der Uraufführung im Theater an der Wien am 10. 01. 1891, und selbst in der Gegenwart zeigt er "Biss" - wohl deshalb, weil sich Carl Zeller seine Librettistenfreunde Moritz West und Ludwig Held mit der Verknüpfung von Mutterwitz und Melodie, Frechheit und Sentiment einer Elementartugend des Wiener Volkstheaters besannen. Kurz, die drei wussten, wovon sie schrieben. Ihre Heldinnen: die vom Gatten vernachlässigte schöne Kurfürstin und die "Christel von der Post", seither Österreichs berühmteste Briefträgerin; ihre "Helden": ein verlotterter Adelsspross namens Stanislaus, der sich schon mal charmant als Kurfürst ausgibt; sein Onkel und Jagdaufseher Weps, der seine liebe Not hat, den jagdsüchtigen Fürsten und die wildernden Bauern unter einen Hut zu bringen - und der Vogelhändler Adam, jene papagenohafte Mischung aus Verliebtheit, Eifersucht und Geschäftstüchtigkeit. Die prüfenden Professoren Würmchen und Süffle runden die Spezies der "Helden" ab. Da der Kandidat auf den Posten eines Menageriedirektors allerhöchste Protektion hat, "schweigen sie fein, das trägt was ein". Schließlich entpuppen sich noch Staatsaffären als Liebesverwicklungen, alles glättet sich durch "Rosen in Tirol" und die Dorfbewohner ziehen am Ende auch ihren Nutzen aus den Launen der Herrschaften.
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