Hof der Ortenburg

Premiere:
26. 06. 2008

Regie:
Lutz Hillmann

Ausstattung:
Miroslaw Nowotny

Choreographie:
Angelika Forner a.G.

Darsteller:
Lilli Jung
Petra-Maria Wenzel
Rainer Gruß
Thorsten Köhler
Mirko Brankatschk
Thomas Ziesch
Marie-Luise Lukas
Marcus Staiger
Torsten Schlosser
Ralph Hensel
Benjamin Kneser
Jan Mickan
Heike Ostendorp
Julia Wollmann
Lisa Jakscht
Wiebke Schulz
Anna-Maria Brankatschk
Armin Wagner
Dr. Frank Stübner a.G.
Erik Dolata
Janusz Kawka
Frank Leo a.G.
Michael Grimmer a.G.
Monika Petter
Stephanie Swodenk
Gabriele Rothmann
Janina Brankatschk
Majka Kowarjec
u.v.a. a.G.

Musik. Leitung:
Tasso Schille

Operette von Moritz West und
Ludwig Held
Musik von Carl Zeller

Der Vogelhändler

Bühnenfassung von Lutz Hillmann

(13. Bautzener Theatersommer)

"Grüß euch Gott, alle miteinander!" heißt nur einer der zahlreichen Ohrwürmer, die beim nun schon 13. Bautzener Theatersommer die Zuschauer erfreuen werden.
Auf einhundertachtundvierzig Aufführungen in Folge brachte es "Der Vogelhändler" nach der Uraufführung im Theater an der Wien am 10. 01. 1891, und selbst in der Gegenwart zeigt er "Biss" - wohl deshalb, weil sich Carl Zeller seine Librettistenfreunde Moritz West und Ludwig Held mit der Verknüpfung von Mutterwitz und Melodie, Frechheit und Sentiment einer Elementartugend des Wiener Volkstheaters besannen. Kurz, die drei wussten, wovon sie schrieben.
Ihre Heldinnen: die vom Gatten vernachlässigte schöne Kurfürstin und die "Christel von der Post", seither Österreichs berühmteste Briefträgerin; ihre "Helden": ein verlotterter Adelsspross namens Stanislaus, der sich schon mal charmant als Kurfürst ausgibt; sein Onkel und Jagdaufseher Weps, der seine liebe Not hat, den jagdsüchtigen Fürsten und die wildernden Bauern unter einen Hut zu bringen - und der Vogelhändler Adam, jene papagenohafte Mischung aus Verliebtheit, Eifersucht und Geschäftstüchtigkeit. Die prüfenden Professoren Würmchen und Süffle runden die Spezies der "Helden" ab. Da der Kandidat auf den Posten eines Menageriedirektors allerhöchste Protektion hat, "schweigen sie fein, das trägt was ein". Schließlich entpuppen sich noch Staatsaffären als Liebesverwicklungen, alles glättet sich durch "Rosen in Tirol" und die Dorfbewohner ziehen am Ende auch ihren Nutzen aus den Launen der Herrschaften.