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20 Jahre Friedliche Revolution
Ettore Scolas Film „Le Bal – Der Tanzpalast" begeisterte in den achtziger Jahren weltweit das Publikum. Wie im Film wird auch im Theaterstück „Das Ballhaus" kein einziges Wort gesprochen, alles erzählt sich durch Musik und Tanz und durch die Verwandlungen des Ballhauses selbst. Der Dichter, Sänger und Theatermann Steffen Mensching schuf auf der Basis des genannten Films ein Theaterszenarium in zwei Varianten (Ost und West), das den Schauplatz aus Frankreich nach Deutschland verlegt. Die Geschichte beginnt Ende der zwanziger Jahre: Man tanzt, man feiert, man sucht und findet sich durch die Jahrzehnte: Wirtschaftskrise. Weltkrieg, russische Besatzung, Schwarzmarkt, Aufbauschwung, Westmusik und Westbesuch, Betriebsvergnügen, Murren und Mauerfall... In den kleinen Geschichten der Menschen spiegeln sich die großen Ereignisse auf ganz besondere Weise. Und so tanzen im Ballhaus des Lebens die ewig gleichen Männer und Frauen die zu allen Zeiten ewig gleichen Geschichten von Liebe, Leidenschaft, Eifersucht und Verrat.
Ein Kaleidoskop kleiner Geschichten ganz ohne Worte, aber mit viel Tanz, Musik und Spiel erwartet die Zuschauer. Sie handeln von Liebe und Hass, von Ängsten und unerfüllten Sehnsüchten und erzählen auf diese ungewöhnliche Art siebzig Jahre (ost)deutscher Geschichte. Es ist unglaublich, wie amüsant und faszinierend ein wortloser Theaterabend mit fast dem gesamten Bautzener Schaupielensemble sein kann.
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