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Vorhang auf für Romeo und Julia, das berühmteste Liebespaar der Welt! Der Prolog zu "Romeo & Julia" ist mindestens so bekannt, wie die Handlung selbst. "Zwei Häuser in Verona erwecken neuen Streit aus altem Groll, und Bürgerblut befleckt die Bürgerhand. unheilvollem Schoß entspringt ein Liebespaar, unsternbedroht, und es begräbt - ein jämmerliches Los - der Väter langgehegten Streit ihr Tod." Die größte Liebesgeschichte der Welt ist auch eine der kürzesten. Romeo liebt Rosalinde. Sie weist ihn ab. Romeo ist verzweifelt. Dann verliebt er sich in Julia. Die erwidert seine Gefühle. Er ist glücklich. Sie ist glücklich. Beide sind überglücklich. Oder könnten es sein. Wären nicht ihre Familien verfeindet. Verfeindet bis aufs Blut. Ja, es ist zum Lachen und Heulen. Und immer wieder zum Verzweifeln: Diese Himmelsmacht Liebe sowie direkt daneben diese höllische Lust sturer Totschlägerei. Da mag die Herzensergießung von Romeo und Julia noch so rein, hin- und mitreißend sein: William Shakespeares Drama "Romeo & Julia" erzählt zwar eine Lovestory, vielmehr aber erzählt es von Hass, Vertrauen und Verrat, über Traditionen, Heimatlosigkeit, Freundschaft und Gewalt. Das Motiv der Liebenden, die durch widrige Umstände getrennt werden, wurzelt tief in Mythologie und Märchen: Hero und Leander, Pyramus und Thisbe, Tristan und Isolde, Floris und Blanchefleur und Troilus und Cressida. Shakespeares Drama wurde von vielen Forschern trotz der offensichtlichen dramatischen Qualitäten im Sinne der Tragödien -Definition als Fehlschlag gesehen, da nicht deutlich wird, weshalb die liebenden untergehen: Sind sie von vornherein vom Schicksal zum Untergang bestimmt oder sind ihre Handlungen die Ursache ihres Scheiterns? Eine vermittelnde Position nimmt G. Blakemore Evans ein, der schreibt, dass gerade die Vermengung der Prinzipien Schicksal und freier Wille das Stück davor bewahrt, strukturlos oder moralistisch zu werden. „Romeo und Julia“ war von Anfang an ein sehr beliebtes Stück. Der Erfolg setzte sich in ganz Europa fort: „Romeo und Julia“ wurde von wandernden englischen Schauspielern in dt. Fassung in ganz „Europa“ aufgeführt. „Romeo und Julia“ blieb auch im 20. Jahrhundert eines der am häufigsten aufgeführten Werke Shakespeares. Und nun nimmt sich auch der Theaterclub für Junge Leute am Deutsch-Sorbischen Volkstheater diesem Stoff an. Schon seit November letzten Jahres proben 19 spielwütige Jugendliche im Alter zwischen 14 und 19 Jahren unter der Leitung von Teresa Stübner mindestens zwei mal in der Woche, um am 10. Juni um 19.30 seine erfolgreiche Premiere im Burgtheater feiern zu können.
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