Klassenzimmerstück, in Schulen

Premiere:
12.03.2015

Regie:
Ralph Hensel





Darsteller:
Katja Reimann
Marvin George
Ana Pauline Leitner
Lilli Jung








 

Krieg - stell dir vor, er wäre hier

von Janne Teller

Aus dem Dänischen von Sigrid C.Engeler

Gemeinschaftsprojekt Theater Bautzen und Gedenkstätte Bautzen
Mit einer zusätzlich in den Spielplan aufgenommenen Produktion reagiert das Bautzener Theater auf die aktuelle politische Situation: „KRIEG-Stell dir vor, er wäre hier“ von Janne Teller wird am 12. März, 14 Uhr zum ersten Mal in der Gedenkstätte Bautzen gezeigt. Das Gemeinschaftsprojekt des Deutsch-Sorbischen Volkstheaters und der Gedenkstätte Bautzen soll bis zum Ende der Spielzeit vor allem in Schulen als Klassenzimmerstück gespielt werden.
Die pädagogische Betreuung erfolgt durch die Gedenkstätte Bautzen.
Ab Herbst 2015 ist eine Erweiterung des Stoffes geplant und dann wird die Inszenierung in den Räumen der Gedenkstätte Bautzen für eine breite Öffentlichkeit gezeigt.
In ihrem Gedankenspiel verkehrt die Autorin Janne Teller die Verhältnisse der realen Welt.
Stell dir vor, es ist Krieg - nicht irgendwo weit weg, sondern hier in Europa. Die demokratische Politik ist gescheitert und faschistische Diktaturen haben die Macht übernommen. Mitten in Europa ist ein Krieg ausgebrochen, dessen Ursache im Ende der Europäischen Union liegt. Hunger, Kälte und die ständige Angst vor Angriffen bestimmen den Alltag.
Wer kann, flieht in den Nahen Osten, wie der 14-jährige Protagonist aus Deutschland. Damit beginnt das Flüchtlingsdrama eines deutschen Jungen und seiner Familie nach Ägypten, das nächstliegende friedliche Land. Die Familie hat Tote und Verletzte zu beklagen, die schwer erkrankte Mutter hat im weitgehend zerstörten Deutschland keine Überlebenschance.
In einem ägyptischen Flüchtlingslager versucht er mit seiner Familie ein neues Leben zu beginnen. Die Familie unterliegt strengen Bestimmungen. Weil er keine Aufenthaltsgenehmigung hat, kann er nicht zur Schule gehen, kein Arabisch lernen, keine Arbeit finden. Er fühlt sich als Außenseiter und sehnt sich nach Hause. Doch wo ist das?
Nach Jahren im Lager können sie sich eine neue Existenz aufbauen. Dabei haben sie mit Vorurteilen und Fremdenfeindlichkeit zu kämpfen und kommen immer wieder in Konflikt mit der arabisch-islamischen Leitkultur. Das Gastland wird nicht zur Heimat, die alte Heimat ist zerstört und als besiegte Nation nur noch Teilstaat eines autokratisch regierenden Europas unter französischer Vorherrschaft. Rückkehrende Emigranten gelten als Verräter und wer Deutschland auch nur für kurze Zeit bereist, verliert seinen Asylantenstatus in seinem Gastland.
Janne Teller setzt darauf, das Empathie mit den handelnden und so nah empfundenen Personen der erste Schritt zur Bereitschaft ist, sich mit den Schicksalen unserer neuen Mitbewohner auseinander zu setzen.
"Eine ebenso einfache wie geniale Idee: Mit einem kleinen Dreh stellt die Autorin unsere Alltagswirklichkeit auf den Kopf und zwingt uns, in einen hässlichen Zerrspiegel zu schauen." Deutschlandradio Kultur
Janne Teller (1964 in Kopenhagen geboren) arbeitete als Konfliktberaterin der EU und UNO in aller Welt, bevor sie sich 1995 ganz dem Schreiben widmete. Für ihr literarisches Schaffen wurde sie vielfach ausgezeichnet. In ihrem Werk, das neben Romanen...

 


Termine in der Spielzeit:

11.01.2018 10:55 Niesky,Gymnasium
16.01.2018 11:00 Löbau, Gymnasium

 

Bei Facebook empfehlen/ Empfehlung per E-Mail senden:
 

homeStartseite | ImpressumImpressum | WebmasterNachricht an Webmaster

geändert:: am 13.12.2017 um 18:58 Uhr.