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Re: Infos zum Brief und zum Gutachten sowie die per Mail eingegangenen Zuschriften
Fri, 18 December 2009 17:43
Martin
Liebe Theaterfreunde! Auch ich war sehr verwundert, als ich zum ersten Mal von diesem Gutachten und seinem Inhalt erfahren habe und bin es immer noch. Ich frage nach dem Sinn und Zweck eines solchen Gutachtens! Wieso will man die einzigartige Bikulturalietät und dieses einträchtige Zusammenleben zweier Völker zerstören? Was befürchtet die Stiftung für das sorbische Volk vor einer Zusammenarbeit von Sorben und Deutschen auf kultureller Ebene? Ich selbst weiß keine Antwort auf diese Fragen und kann mir auch keine vorstellen. Und noch eine Frage, vor allem an die Mitarbeiter des DSVTh: Was kann gegen dieses Gutachten getan werden? Ich bin begeistert über die Zweisprachigkeit des Theaters, vor allem da man aus einigen sorbischen Stücken viel über (teils traditionelle) Lebensgewohnheiten und Eigenarten dieses "fremden" Volkes lernen, das aber mit uns Deutschen hier in der Oberlauzitz lebt. MfG Martin
Re: Infos zum Brief und zum Gutachten
Fri, 18 December 2009 15:15
admin
Sehr geehrte Mitarbeiter des Deutsch-Sorbischen Volkstheaters,
den uns übergebenen offenen Brief nehmen wir zum Anlass, Ihnen unsere Meinung mitzuteilen.
Seit nunmehr rund 30 Jahren leben wir in Bautzen, der Stadt, in die es uns aus beruflichen Gründen "verschlagen" hat. Wir fühlen uns hier wohl und es ist unsere Heimat geworden.
Wir erinnern uns noch recht gut an das Jahr 1976. Da nämlich besuchten wir zum ersten Mal das Deutsch-Sorbische Volkstheater und waren von "Halka", der polnischen Nationaloper, begeistert.
Seitdem sind wir regelmäßige Besucher von Veranstaltungen unterschiedlichster Art, sooft es die Zeit und unser Geldbeutel zulässt. Verwandte und Bekannte, die uns besuchen, führen wir unbändig gern durch unsere Stadt und zeigen ihnen neben allerlei Sehenswürdigkeiten auch die Spielstätten des Theaters, des Nationalensembles usw. . Für uns ist es selbstverständlich, vom Deutsch- Sorbischen Volkstheater zu sprechen, zu akzeptieren, das hier (noch) eine bikulturelle Kulturlandschaft besteht und erhalten werden muss. Ja, wir sind sogar froh, das es hier diese Besonderheit gibt! Daher ist für uns unverständlich, dass durch den Stiftungsrat diese Einmaligkeit in Frage gestellt wird.
Bei fast jeder Veranstaltung, die wir besuchen, sehen wir die Zuschauerreihen gut bis prall gefüllt. In anderen Theatern hier im Osten haben wir das schon ganz anders erlebt.
Warum denn kommen Besucher sogar aus der weiteren Umgebung zu den Theaterveranstaltungen nach Bautzen? Vermutlich nicht aus purer Langeweile, sondern bestimmt vielmehr, weil sich das Theater um Indendant Hillmann und seinen Leuten einen Namen gemacht hat. .
Herr Vogt hätte vermutlich gut daran getan, sich einmal bei einer Vorstellung auf den umliegenden Parkplätzen umzusehen und sich die Kennzeichen zu notieren. Vielleicht wäre er mit seinen Mannen dann zu einigen anderen Schlussfolgerungen gekommen.
Wie soll denn das gehen, die Bestandteile eines zweisprachigen, eingespielten und funktionierenden Theaters kostenmäßig gegenüberzustellen und abzurechnen, ohne sein einmaliges Wesen und seinen Fortbestand zu gefährden?
Ist das vielleicht sogar gewollt? Man muss es wohl so annehmen.
Sicher sind Überlegungen notwendig, wie Kosten eingespart werden können. Aber das kann nicht bis zur Konsequenz der Zerfledderung Bautzener Kulturgutes gehen, denn so sehen wir inzwischen das gemeinsame Wirken der Sorben und Deutschen im Theater. Oder soll es demnächst sprachlich strikt getrennte Veranstaltungen geben, nur um einem zweifelhaften Gutachten Rechnung zu tragen? Dazu sagen wir als regelmäßige Theaterbesucher und Bürger Bautzens eindeutig - nein.
Eher sollte das Theater über seine Rolle als Spielstätte hinaus zu einer Institution entwickelt werden, in der deutsche, sorbische und slawische Kultur komplexer gepflegt und dargestellt wird. Wir leben im geeinten Europa, nachbarschaftlich mit Tschechen und Polen. Grenzen sind glücklicherweise nicht mehr trennend, sondern eher verbindend. Hier ergeben sich doch vielfältige Möglichkeiten einer engeren Zusammmenarbeit mit polnischen und tschechischen Theatern, Orchestern, Kulturgruppen usw. Viele Theaterfreunde stehen solchen Aktivitäten sicher aufgeschlossen gegenüber. Wir denken hier nur an das internationale Folklorefestival, wo wir Mühe hatten, Karten zu erhalten.
Bestimmt macht man sich unter dem Dach des Deutsch-Sorbischen Volkstheaters ähnliche Gedanken. Sparen ist sicher notwendig, aber dort, wo es gerechtfertigt ist und wo reale Sparpotenziale vorhanden sind. Wie die zurückliegenden "Bankenrettungen" eindrucksvoll belegen, ist Geld ja in Deutschland vorhanden, nur eben nicht für Bautzens Theatermacher.
Wir unterstützen daher die berechtigten Forderungen der Mitarbeiter des Theaters.
Ziemlich schnell sollten nun die verantwortlichen sorbischen und deutschen Amts- und Mandatsträger richtige und zukunftsweisende politische Entscheidungen treffen, denn sonst verlässt uns wahrhaftig Kunst und Kultur. Der Schaden wäre immens und das nicht nur in Hinblick auf unser Theater. Und das kann dann wohl kaum im Interesse der Stadt Bautzen und ihrer deutschen und sorbischen Einwohner liegen, in unserem Interesse sowieso nicht.
Reinhard und Monika Kunze
Re: Infos zum Brief und zum Gutachten
Fri, 18 December 2009 15:14
admin
Lubi sobudźěłaćerjo NSLdź,
popěrujemy Was we Wašim a našim boju wo zdźerženje za nas Serbow tak wažnej kulturnej institucije. Zjednoćenje k NSldź njeběše nam Serbam na škodu.
Dyrbimy so wšicy zhromadnje za zdźerženje NSLdź zasadźić. Dyrbimy so wšicy zhromadnje za hišće lěpše wobdźělenje na Wašich předstajenjach prócować.
Popěra Domowinskeje skupiny Bukecy je Wam wěsta.
Helga Tejpelowa w mjenje skupiny
-----***----- nicht authorisierte Übersetzung: ------***--------
Liebe Mitarbeiter des DSVTh,
wir unterstützen Euch in Eurem und unserem Kampf um die Erhaltung der für uns Sorben so wichtigen Institution.
Der Zusammenschluß zum DSVTH, hat uns Sorben nicht geschadet!
Wir müssen uns alle gemeinsam für den Erhalt des DSVTh einsetzen. Wir müssen uns alle gemeinsam für eine noch bessere Beteiligung an Euren Vorstellungen bemühen.
Die Unterstützung der Domowina Ortsgruppe Hochkirch ist Euch gewiss.
Helga Tejpel im Namen der Ortsgruppe
Re: Infos zum Brief und zum Gutachten
Fri, 18 December 2009 15:12
admin
Ich möchte mal wissen woher Sie meine e-mailadresse haben um mir so einen Sch... zu schicken.
Unterlassen Sie das in Zukunft.
Übrigens, wenn Sie wie andere Unternehmen wirtschaftlicher arbeiten würden, hätten Sie die Probleme nicht. Sie sind doch selber dran Schuld und dann geht das Geschrei nach Mitteln vom Steuerzahler los.
(Name weggelassen beim Übernehmen)
Re: Infos zum Brief und zum Gutachten
Fri, 18 December 2009 15:10
admin
liebe kollegen, freut mich, daß ich zumindest in solchen situationen mal was aus bautzen höre bzw. lese. als halb-eingeweihter mein eindruck:
man ahnt ungefähr, in welcher richtung der zug grade davonfährt, wüßte aber gerne genaueres:
WAS steht denn in etwa drin im GUTACHTEN der Stiftung für das sorbische Volk ?
das ist im offenen brief zu vage ausgedrückt, um eine position beziehen zu können, was ich doch gerne täte. sagt das gutachten, das Theater macht zuwenig sorbisches und fordert "nur noch geld für rein sorbische kultur?" solche assoziationen habe ich dabei. und erinnert mich daran, wie im berliner hackeschen hoftheater gelegentlich von außen den nicht-juden vorgeworfen würde, mit "jüdischem" geld zu machen (alle arbeiteten da mehr oder weniger umsonst und in keinem einzigen fall wurden jüdische mitarbeiter, projekte usw. durch nichtjuden verdrängt).
ich glaube, es wäre euch dienlich, wenn ihr der rund-mail etwas mehr aufklärende information hinzufügt.
mit freundlichem gruß
peter waschinsky
Re: Infos zum Brief und zum Gutachten
Fri, 18 December 2009 15:09
admin
Sehr geehrte Damen und Herren, mit Erstaunen und Unverständnis haben meine Frau und ich die Infragestellung der offensichtlich erfolgreichen und von uns auch so erlebten Zusammarbeit innerhalb des Theaters aufgenommen.Ende 11/09 hatten wir während eines Kurzurlaubes in Bautzen das Vergnügen,im Bautzener Theater das Stück, Im Schatten der Kerze , anzuschauen. Wir waren sehr beeindruckt und erzählen noch heute davon. Auch von hier aus Berlin wollen wir das Theater in bisheriger Form und Art mit diesen Zeilen unterstützen. Auch die Freundlichkeit und Gastfreundschaft der sorbischen Bevölkerung hat uns tief berührt. Bitte halten Sie mich über die weitere Entwicklung auf dem Laufenden. MfG
Axel Petzke
Hennigsdorfer Str. 27d
13503 Berlin
Re: Infos zum Brief und zum Gutachten
Fri, 18 December 2009 15:07
admin
Sehr geehrte(r) Frau/ Herr G.Kluge,
Bautzen braucht ein Theater wie dieses!! Was durch den Intendanten , die Schauspieler und alle anderen Mitwirkenden immer wieder auf die Beine gestellt und die Bühne gebracht wird, ist beeindruckend. Der absolute Höhepunkt ist für mich jedes Jahr der Theatersommer! Ich bin immer gern in dieses Theater gegangen und hoffe, es weiterhin auch tun zu können. Lassen Sie sich nicht unterkriegen!!!
Herzlichst, D.Räpke
Re: Infos zum Brief und zum Gutachten
Fri, 18 December 2009 15:06
admin
Beitrag per Mail: Der Mensch hört nicht auf zu spielen, weil er älter wird.
Er wird alt, weil er aufhört zu spielen. O.W.Holmes
Wir stimmen dem offenen Brief des Theaters zu !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
Fam. Eissler
02625 Bautzen
Arndtstraße 11
Infos zum Brief und zum Gutachten sowie die per Mail eingegangenen Zuschriften
Fri, 18 December 2009 15:03
admin
auf dieser Unterseite sind alle Infos zum Brief und zum Gutachten abrufbar:
Das Theater ist in Gefahr - offener Brief der Theater-Mitarbeiter
[Aktualisiert am: Fri, 18 December 2009 15:08]
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