hóstne předstajenja


Burgtheater Bautzen, großer Saal
Burgtheater Bautzen, großer Saal

Der Vorname

Matthieu Delaporte / Alexandre de la Patellière

Achtung: Vermehrter Einsatz von Stroboskop! Gefahr für Epileptiker!

Die Deutsche Bühne Ungarn ist in Szekszárd ein wichtiges und wahrnehmbares kulturelles Zentrum deutscher Sprache und Kultur, das gleichzeitig den europäischen Gedanken der Einheit in Vielfalt lebt.
Seit Jahren bestehen freundschaftliche Verbindungen zwischen dem Deutsch-Sorbischen Volkstheater Bautzen und der Deutschen Bühne Ungarn in Szekszárd im Komitat Tolna. Beide Häuser setzen sich für den Erhalt und die Förderung der kulturellen Werte, der Sprache und Literatur der jeweiligen nationalen Minderheit ein und schlagen eine Brücke zwischen den Kulturen.

Ein leichtes Abendessen unter Freunden und Verwandten. Elisabeth und Pierre haben Elisabeth’s Bruder Vincent, seine schwangere Frau Anna, sowie ihren alten Freund Claude eingeladen. Auf den Tisch kommen köstliche marokkanische Spezialitäten und die Stimmung wird mit einer guten Nachricht erhellt: es wird ein Junge!
Und habt ihr schon eine Idee für den Vornamen? Ja. Ihr müsst raten. Er beginnt mit einem A. Die richtige Antwort kann aber niemand erraten. Denn auf DIESEN NAMEN würde überhaupt niemand kommen.
Die für einen Gag gehaltene Namensgebung tritt eine Lavine los: es wird klar, wer was von den Sachen der Anderen tatsächlich hält, wen was am Anderen so richtig nervt, und wer was vor den Anderen seit einiger Zeit verheimlicht&
Das mit französischem Humor gewürzte Stück ist mehr als eine leichte Komödie. Es zeigt, inwieweit der Mensch Gefangener von Klischees ist, ob man dessen überhaupt bewusst ist, und ob man wirklich bereit ist, die von den Klischees aufgestellten Grenzen zu überwinden.

Theaterschnäppchen - jede Karte 7 Euro! Gastspiel Deutsche Bühne Ungarn

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großes Haus Bautzen, Hauptbühne



großes Haus Bautzen, Hauptbühne
großes Haus Bautzen, Hauptbühne

Zur Sache Bautzen

BAUTZEN – EIN ORT DER AUSGRENZUNG?
Das Theater und die Sächsische Zeitung starten eine neue Veranstaltungsreihe - „Zur Sache Bautzen“
mit Dr. Sebastian Kurtenbach, Fachhochschule Münster und Dr. Cathleen Bochmann, Technische Universität Dresden

Wie rechts ist Bautzen? Für viele Einwohner ist schon die Frage eine Provokation. Den schlechten Ruf der Stadt lasten sie vor allem den Medien an. Deren Berichterstattung bringe Bautzen immer wieder mit Rassismus und Rechtsextremismus in Verbindung und sei deshalb Schuld am miesen Image.
Steht Bautzen also zu Unrecht im Fokus? Nein, widerspricht Dr. Sebastian Kurtenbach. Der Soziologe aus Münster hat mit seinem Team die Situation in der Stadt intensiv untersucht. Drei Monate lang waren die vier Wissenschaftler vor Ort. In dieser Zeit sprachen sie mit mehr als 100 Politikern, Flüchtlingen und Bürgern. Sie werteten Sozialdaten aus, sichteten Sitzungsprotokolle des Kreistags und Hunderte Medienberichte. Ihr Fazit lautet: In Bautzen haben sich die Normen verschoben. Sie nennen die Stadt einen „Ort der Ausgrenzung“ – geprägt durch Alltagsrassismus und eingefahrene Denkmuster. Rechte Straftaten würden verharmlost, die Ablehnung von Flüchtlingen sei für viele Menschen normal.
Wie kommen die Wissenschaftler zu dieser Einschätzung? Halten sie der Stadtgesellschaft tatsächlich einen Spiegel vor? Oder ist ihr Blick auf Bautzen verengt? Ist es überhaupt sinnvoll, ganze Städte und Regionen als „Orte der Ausgrenzung“ zu charakterisieren? Oder ist eine solche Stigmatisierung eher kontraproduktiv?
Darüber diskutieren der Intendant des Deutsch-Sorbischen Volkstheaters, Lutz Hillmann, und der Redaktionsleiter der Sächsischen Zeitung in Bautzen, Ulli Schönbach, am 28. April mit Sebastian Kurtenbach und Dr. Cathleen Bochmann.
Die Politikwissenschaftlerin von der TU Dresden beschäftigt sich mit einer Frage, die auch vielen in Bautzen am Herzen liegt: Wie kann ein Dialog trotz verhärteter Fronten gelingen? „Krisen-Dialog-Zukunft“ heißt das Projekt.
Wie groß die Herausforderung ist, zeigte zuletzt das Bürgerforum in der Maria-Martha-Kirche. Zwar lautete das Motto „Zurück zur Sachlichkeit“, doch die Atmosphäre war aufgeladen, teilweise aggressiv. Ein wirkliches Gespräch, ein Austausch von Argumenten kam nicht zustande. Die Forscher warnen: Wird die Kommunikation auf diese Weise dauerhaft blockiert, leidet der gesellschaftliche Zusammenhalt. Gefragt sind neue Methoden, um Konflikte in Lösungen zu verwandeln.
Das Gespräch im großen Haus des Theaters beginnt um 11 Uhr. Es ist Teil einer neuen Veranstaltungsreihe. Unter dem Motto „Zur Sache, Bautzen“ laden Theater und Sächsische Zeitung ab sofort regelmäßig zu Debatten und Gesprächsrunden ein.

Der Eintritt zur Veranstaltung ist frei. Zur besseren Planung werden jedoch Eintrittskarten vergeben. Diese gibt es ab sofort an der Theaterkasse
Seminarstraße 12
geöffnet: Dienstag bis Freitag: 11.00 bis 18.00 Uhr.

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