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Burgtheater, großer Saal
Burgtheater, großer Saal

Frau Luna

Operette von Paul Lincke

Bühnenwerkstatt für Pädagogen - Projekt Nr. 3

Libretto Heinrich Bolten-Baeckers

Als 1899 Paul Linckes Erfolgsoperette „Frau Luna“ Uraufführung feierte, schien das Reisen in den Weltraum, konkret auf den Mond, noch völlig utopisch. Man fürchtete sich vor den ersten Automobilen, sagte ihnen sogar baldiges Verschwinden voraus. Sie waren dennoch nicht aufzuhalten, weder die Operette mit ihren unschlagbaren Ohrwürmern wie „Schlösser, die im Monde liegen“ oder „Das macht die Berliner Luft“, noch die Technik.
Linckes „Frau Luna“ entstand in einer Zeit, als angeregt durch Jules Vernes Roman „Von der Erde zum Mond“ modische Mondrevuen echte Straßenfeger wurden.
Einer, der unerschütterlich an seinem Glauben an die Luftfahrt festhält, ist Fritze Steppke, Mechaniker, Untermieter bei Wittwe Pusebach und verlobt mit deren Nichte Marie. Während seiner Reise auf den Mond, die er mit seinen besten Freunden Pannecke, Lämmermeier und leider unfreiwillig auch mit Frau Pusebach unternimmt, muss er feststellen, dass es zwar den Mann im Mond nicht gibt, wohl aber eine Frau. Das ist ihm lieber und amüsierfreudig ist das Mondvolk auch. Noch rechtzeitig, ehe er seine Liebe zu Marie riskieren kann, wacht Steppke in seiner Dachkammer auf und ist nicht sicher, hat er nur geträumt?
Mit Glitzer, Mondzauber, Operettenflair und ganz viel Spielfreude bringt die „Bühnenwerkstatt für Pädagogen“ auf die Bühne des Burgtheaters.
Regie/Bühne/Ausstattung: Heide-Simone Barth
Musikalische Einstudierung, Klavier: Michael Krauße
Choreographie: Ina Riedel

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großes Haus, Hauptbühne
großes Haus, Hauptbühne

Die Orestie

von Aischylos

Regiefassung von Mario Holetzeck, Deutsch von Peter Stein

Das am Bautzener Burgtheater platzierte Giebelfries des Bildhauers Ernst Rietschel zeigt dem Betrachter Figuren aus der Orestie des Aischylos, des großen Tragödiendichters der griechischen Antike. Dieser ließ mit der ORESTIE einen zeitlosen Konflikt von großem Format entstehen, eine Endzeitgeschichte mit heutiger Dimension. Ein furchtbarer Fluch lastet auf dem Haus der Atriden. Mord folgt auf Mord. Rache auf Rache. Agamemnon opferte seine Tochter Iphigenie, um günstigen Wind für seine Kriegsflotte nach Troja zu erbitten. Klytämnestra hat ihm das nie verziehen und tötet den siegreichen Heimkehrer. Daraufhin schwören die Kinder Elektra und Orest Rache; Orest tötet die Mutter und Vatermörderin und deren Geliebten und Mordgehilfen Aigisthos. Nun verfolgen die Erinyen Orest, den Muttermörder, und fordern wiederum seinen Tod. Doch ohne Erfolg. Die Spirale der Gewalt, der Fluch der Familie, das Prinzip der Blutrache wird durchbrochen, durch Apollons Einspruch, der Orest selbst zum Rächer von Agamemnons Tod auserkoren hat, und durch Athenes radikal neue Idee, die Bürger der Stadt zu Richtern über Orests Schicksal zu machen. Vernunft tritt an die Stelle der blinden Rache. Ein Gerichtsverfahren ersetzt die blutige Lösung. Dem Menschen fällt erstmals Verantwortung zu für sein Tun. Die Götter verlieren ihre Allmacht – nicht kampflos. Doch Athene gelingt es, die alten Kräfte mit der neuen Ordnung zu vereinen und bereitet damit den Weg für eine neue Zeit. Ob nun eine glückliche oder unglückliche, wird erst die Zukunft zeigen...

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