20 Jahre Putin - Russland im Umbruch?

mit Irina Scherbakowa, Moskau
Eine Veranstaltung der Friedrich-Ebert-Stiftung Sachsen
Die Regierungsbilanz von Wladimir Putin in 20 Jahren an der Spitze Russlands ist durchwachsen. Er hat sein Land wieder auf die politische Weltbühne geführt. Dazu gehört die völkerrechtswidrige Annexion der Krim, der angezettelte Ukraine-Krieg und die Unterstützung von Diktaturen wie der von Assad in Syrien. Die russische Wirtschaft hängt noch immer maßgeblich am Rohstoff- und Öl- bzw. Gasexport. Die internationale Wettbewerbsfähigkeit von russischen Produkten und Firmen ist unzureichend. Innenpolitisch regiert Putin mit harter Hand, zivilgesellschaftliche Proteste werden kriminalisiert. Putin nennt das „gelenkte Demokratie“. Dafür hat er auch in Deutschland von ganz links bis ganz rechts seine Anhänger gefunden.
Dr. Irina Scherbakowa - Journalistin, Historikerin und Übersetzerin. Sie ist Mitarbeiterin der Internationalen Gesellschaft für Historische Aufklärung, Menschenrechte und Soziale Fürsorge MEMORIAL Moskau. Ihre Forschungsgebiete umfassen Oral History, Totalitarismus, Stalinismus, Fragen des kulturellen Gedächtnisses in Russland und der Erinnerungspolitik. Sie ist Vorstandsmitglied der Marion-Dönhoff-Stiftung und wurde mit dem Verdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland und dem Carl von Ossietzky-Preis für Zeitgeschichte und Politik geehrt.

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