Die Wahrheit über die Farm der Tiere

von Ronald Mernitz nach Motiven aus dem Roman 'Farm der Tiere' von George Orwell

Uraufführung

Puppentheater für Jugendliche und Erwachsene

Ein Mann gibt eine Pressekonferenz, um den seiner Meinung nach falschen Meldungen, den Diffamierungen, die über die „Farm der Tiere“ durch Presse und Medien in Umlauf gebracht wurden, entgegenzutreten. Mehrere Journalisten sind dem Ruf gefolgt. Man sitzt an einem Tisch. Die Journalisten haben als Quelle ihrer Informationen Orwells „Farm der Tiere“ vorliegen und befragen den Mann. Um seine Version der Vorkommnisse anschaulich zu machen, hat der Mann hinter dem Tisch ein Modell der „Farm der Tiere“ erstellen lassen, mit dem nach seinen Anweisungen die Szenen nachgestellt und untersucht werden. Das Spiel läuft nicht immer in die gewünschte Richtung. Es entspinnt sich ein Disput über Demokratie, Gleichheit, Hierarchie, Mündigkeit etc.
Das Hauptaugenmerk des Stückes liegt auf der Frage, wie eine Demokratie funktioniert - oder eben auch nicht. Eine Frage, welche uns, die wir heute in einer Demokratie leben, beschäftigt – ist doch die Gefahr des Scheiterns jedweder Demokratie gegenwärtig besonders deutlich zu spüren.

Inszenierung

Regie: Ronald Mernitz a.G.
Premiere: 16.02.2018
Bühne: Burgtheater, großer Saal
Ausstattung: Christof von Büren a.G.

Termine

Rollen

Chef: Journalist Stramm: Journalistin Nettig: Zuschauerin Müller: Zuschauer Mayer: Technikerin:
Presse:

... Die Botschaft ist unüberhörbar: In einer Demokratie wird man schnell faul und träge. Da gilt es aufzupassen, um nicht anderen Kräften das Feld zu überlassen. In diesem Fall den Schweinen, die die Macht an sich reißen und das System der Ausbeutung politisch und ökonomisch lückenlos auf der Farm etablieren. Diese Lektion sitzt. Mernitz und seine Darsteller provozieren, animieren zum Diskurs über dieses Spiel der Revolution und ihr Scheitern.

Was geschehen kann, wenn auf leisen Sohlendemokratische Ideale opportunistisch unterwandert werden, die Mechansimen der Macht zum Vorschein kommen, zeigt das Bautzener Puppentheaterstück bei diesem tierischen Demokratieversuch auf recht nachdrückliche Weise. Zuerst das Fressen, dann die Moral - das trifft nicht nur in der Menschenwelt zu. Brecht lässt grüßen.
Rainer Könen, Sächsische Zeitung

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