Greta

von Daniel Ratthei
Sorbisches Schauspielstudio am DSVTh – Studiospielerei Nr.15
ins Obersorbische übersetzt von Lubina Hajduk-Veljković
Gerade erst wurde das „Unwort des Jahres 2019“ gefunden: Klimahysterie.
Und alle wissen warum und beziehen es mit einer Figur - denn sie war das Gesicht des Jahres 2019 - Greta Thunberg. Sie selbst ist wohl weniger hysterisch, hat aber so manchen hysterisch gemacht? Die 16jährige Schwedin trifft sich mit Politikern auf der ganzen Welt, mahnt und diskutiert über Klimaabkommen. Aber wie reagiert die Politik auf eine Generation, die ihr Versagen vorwirft? Gretas Absichten sind einfach und doch kompliziert. Sie fordert ein radikales Umdenken im Klimaschutz, Kinder und Jugendliche haben ein Recht auf eine Zukunft, auf saubere Luft, ein verträgliches Klima, einen enkeltauglichen Planeten usw. Das Komplizierte daran ist, dass niemand so einfach seine Komfortzone aufgeben will, sein Auto, den Luxus des Alltages...
Aus guter Absicht entstand Hass diesem Mädchen gegenüber, dir Rede ist sogar von Öko-Diktatur. Zunächst demonstrierte Greta allein in Stockholm, mittlerweile sind die „Fridays for future“ eine globale Erscheinung. Schüler demnostrieren während der Unterrichtszeit. Ab acht Uhr, klar, damit die Lehrer merken, dass man es ernst meint. Ist das Engagement der Schüler also formal als Schulschwänzen zu bewerten? Dürfen die das? Wer trägt die Verantwortung? Welche Auswirkung hat das auf den Unterricht und die Noten?

Das Stück des Cottbuser Autoren und Schauspielers Daniel Ratthei hatte im November 2019 seine Urauafführung in Celle. Er widmet sich darin diesem aktuellen Thema der Klimabewegung um Greta Thunberg. Im Mittelpunkt der Handlung steht Annegret, die von vielen Greta genannt wird. Sie geht nun auch zu den Freitagsdemonstrationen, diskutiert mit ihren Eltern und der Schule, setzt sich mit Wahrheit und Liebe auseinander. Für Annegret stellt sich die Frage: Was ist wichtiger, der Schulabschluss oder der Einsatz für den Planeten? Und sollte man sich überhaupt entscheiden müssen? Übrigens, wenn schon die Rede vom Unwort des Jahres ist, neutraler ist dann doch das Deutschschweizer Wort des Jahres 2019, nämlich: „Klimajugend“.


Theaterpädagogik: Julia Jankowsky und Katarzyna Kudzewicz

Inszenierung

Regie:
Ausstattung:
Dramaturgie:
Simultanübersetzung: Julia Jankowsky
Premiere: 4. März 2020, Burgtheater, kleiner Saal

Termine

04.03.2020 um 19:30 Uhr Burgtheater, kleiner Saal Karten bestellen
11.03.2020 um 09:40 Uhr Bautzen sorb. Oberschule
24.04.2020 um 19:30 Uhr Burgtheater, großer Saal

Rollen

Greta: Maria-Helena Bretschneider
Ingrid u.a.: Katja Rehor
Hannes u.a.: Clemens Bobke

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