Lachen verboten

von Miro Gavran
aus dem Kroatischen übersetzt von Tihomir Glowatzky
Boris, der egomanische fliegende Verkäufer, hat ein Verhältnis mit der um Jahre jüngeren Nina. Beide treffen sich mal wieder heimlich im Museum. Boris glaubt, Nina möchte mit ihm den fünften Jahrestag ihrer Liebesbeziehung feiern. Stattdessen aber will Nina diese Liaison auflösen, da sie als Psychologin in der Ehe- und Familienberatung zu arbeiten beginnt und ihr Privatleben nicht mehr mit dem Beruf vereinbar ist.
Boris ist kaum von seiner Euphorie abzubringen. Nina hat sich aber klar entschieden, nicht mehr das Leben einer heimlichen Geliebten führen zu wollen.
Mia, die betrogene Ehefrau, wundert sich, dass ihr Mann seit jenem Nachmittag plötzlich bedrohlich viel Zeit hat und die Termine der Familie zu bestimmen versucht. Seit fünf Jahren war er fast jedes Wochenende auf Dienstreise, die Familie hat sich eingerichtet, die Ehefrau geht reiten und die Kinder ziehen bald aus. Um diesen Familienfrieden zu retten, übernimmt Mia das Ruder und sucht Nina in ihrer Beratungsstelle auf. Weiß sie doch mehr als bisher angenommen?
Das Karussell der Dreierbeziehung kommt nun richtig in Fahrt. Mia zwingt Nina, unter Androhung der Offenlegung ihres Intimlebens, die Liebesbeziehung wieder aufzunehmen. Das geht solange gut bis sich Nina in einen anderen verliebt. Nun bittet sie Mia um Hilfe. Die beiden Frauen regeln den Verkehr.

Die turbulente Komödie des kroatischen Autors Miro Gavran nimmt die ehebrecherischen männlichen Motive auf die Schippe, gibt noch eine Prise weiblicher Verwirrungskünste dazu mit Überraschungseffekt am Ende. Denn wie heißt es so schön: Ein Seitensprung kommt selten allein.

Inszenierung

Regie: Jaša Jamnik
Ausstattung: Vasilija Fišer
Dramaturgie:
Premiere: 4. Dezember 2020, Burgtheater, großer Saal

Termine

15.01.2021 um 19:30 Uhr Burgtheater, großer Saal
29.01.2021 um 19:30 Uhr Burgtheater, großer Saal
05.03.2021 um 19:30 Uhr Burgtheater, großer Saal

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