Prěki - Durich - Loborka / abgehauen - rüber - geflohen

von Mirko Brankatschk
Gemeinschaftsproduktion des Sorbischen Jugendtheaters am DSVTh und des Steinhaus e.V.
Drei Worte die jeweils dasselbe meinen: RÜBER. In Zeiten des Zerfalls der DDR ein Wort, das vieles verspricht: RÜBER in den Westen, RÜBER in die Freiheit, RÜBER in ein Leben ohne geistige Grenzen, ohne Stacheldraht und Wachturm. Regisseur Mirko Brankatschk hat die Erlebnisse seiner Flucht in einem Bühnenstück verarbeitet und für seine jungen Schauspieler aufgearbeitet. Im Mittelpunkt des Geschehens steht eine junge Band zu DDR-Zeiten. Sie feiern tolle Partys und ahmen musikalisch ihre Idole aus der großen Musikwelt nach, bis ihnen das Leben und Denken im Land zu eng werden. Sie wollen in den Westen abhauen. Welche Ängste und Zweifel sie unterwegs erleben und ob ihnen die Flucht gelingt, soll in einem fesselnden Theaterstück aus Schauspiel, Tanz und Musik erzählt werden. Das Stück wurde gemeinsam mit dem Projekt Pop2Go (Steinhaus e.V.) erarbeitet. Sorbisch- und deutschsprachige Jugendliche stehen gemeinsam auf der Bühne und machen Geschichte vor über 30 Jahren erneut erlebbar.

Es spielen: Mitwirkende des Sorbischen Jugendtheaters am DSVTh und Jugendliche des Steinhaus e.V.

Inszenierung

Regie:
Musikalische Leitung: Malte Rogacki
Ausstattung: Sandra Viola Gellert
Choreographie: Patrick von Bardeleben
Dramaturgie:
Premiere: 17. September 2020, großes Haus

Termine

Rollen

Presse:

Mirko Brankatschk, Schauspieler beim Deutsch-Sorbischen Volkstheater, verarbeitet mit diesem Werk auch seine eigenen Fluchterlebnisse. Diese Gemeinschaftsproduktion des Sorbischen Jugendtheaters und des Steinhaus-Vereins vermittelt einen nachdrücklichen Blick auf das Leben der Jugendlichen in der Vorwendezeit. ...Brankatschk hat sich bei seiner Inszenierung für einen Mix aus Schauspiel, Tanz und Musik entschieden. Diese Art der Inszenierung verlangt den jungen Laiendarstellern ein hohes Maß an Konzentration ab: Teile der Handlung werden aber nicht nur gespielt, die jungen Mimen werden auch zum Erzähler. In Verbindung mit gespielter und in deutsch und sorbisch erzählter Handlung sowie dem stimmigen wie stimmungsvollen Einsatz von Musik und Tanz zeichnet die Inszenierung ein lebendiges und plastisches Bild der DDR. Und von einem wiedervereinigten Deutschland. ... Minutenlanger frenetischer Beifall im großen Haus. Brankatschks Stück dürfte sicher bei den jüngeren Zuschauern den Blick auf die damaligen Denkweisen vertieft und auch ein tieferes Verständnis für die Zeit und die Menschen geschaffen haben.

Rainer Könen, Sächsische Zeitung


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