Terror

von Ferdinand von Schirach
2 h 10 min, inkl. Pause
Die Szene: Ein Gericht. Das Publikum: Die Schöffen. Major Lars Koch, Pilot eines Kampfjets der Bundeswehr, Typ Eurofighter, hat sich seinem Urteil zu stellen. Hat er richtig gehandelt an jenem Tag, an dem er den Befehl erhielt, einen von Terroristen gekaperten Lufthansa-Airbus vom Kurs abzudrängen? An Bord von Flug LH 2047 von Berlin-Tegel nach München sind 164 Menschen. Nun nimmt die Maschine Kurs auf die Allianz-Arena. Dort findet an diesem Abend vor 70.000 Zuschauern das ausverkaufte Länderspiel Deutschland gegen England statt. Major Lars Koch muss reagieren. Wie lauten seine Befehle? Soll er, darf er die Passagiermaschine abschießen, wenn die Terroristen nicht einlenken? Die Uhr tickt und Lars Koch trifft eine Entscheidung. Ferdinand von Schirach stellt in seinem ersten Theaterstück die Frage nach der Würde des Menschen. Darf Leben gegen Leben, gleich in welcher Zahl, abgewogen werden? Welche Gründe kann es geben, um ein Unheil durch ein anderes, vermeintlich kleineres Unheil abzuwehren? Und wer sind die Verantwortlichen? Oder ist es Lars Koch allein, der hier vor Gericht steht? Die Schöffen, also Sie, liebes Publikum, haben zu entscheiden. Die Inszenierung erfolgt im Rahmen der Reihe „Kunst & Justiz“ mit Unterstützung des Landgerichts Görlitz in Bautzen.

Inszenierung

Regie:
Kostüme: Bärbel Meyering
Dramaturgie:
Premiere: 22. September 2016, Schwurgerichtssaal des Landgerichts Bautzen

Termine

09.01.2020 um 19:30 Uhr Bautzen Landgericht Karten bestellen

Rollen

Vorsitzender:
Angeklagter Lars Koch:
Verteidiger Biegler:
Staatsanwältin: Andrea Bulang
Christian Lauterbach:
Franziska Meiser:
Protokollführerin: Stephanie Brückner
Wachtmeister: Norman Schneider
Presse:

Die dichte, stringente Aufführung hat Regisseur Stefan Wolfram spannend und mit viel Raum für leise Töne und Nachdenklichkeit inszeniert. Im Subtext lässt er Fragen von Freiheit und Sicherheit in Zeiten des Terrorismus anklingen. ... Eine bessere Bühne als den Original-Gerichtssaal kann er sich nicht wünschen.
Rainer Kasselt, Sächsische Zeitung
 

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Ein super Stück.
Kathleen Moroschan


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