DIE kleine ORESTIE

 

 

Eine Licht- und Toninstallation | Texteinrichtung von Ralph Oehme unter Verwendung der Orestie des Aischylos

Sie möchten im abendlichen Bautzen etwas ganz Besonderes erleben? Dann haben wir etwas für Sie: 16 Meter lang, fast 3 Meter hoch, 15 Tonnen schwer und über 160 Jahre alt: Die Figuren des Rietschelgiebels am Bautzener Burgtheater.

Mittels der Licht-, Musik- und Toninstallation „DIE kleine ORESTIE“ erfährt der Zuschauer auf unterhaltsame Weise Wissenswertes über Pallas Athene, Apollon, Orest, Klytaimnestra und die anderen Figuren, in deren Mittelpunkt Melpomene, die Muse der Tragödie prangt.

Mit Hilfe von Textpassagen der „Orestie“, Ergänzungen des Leipziger Autors Ralph Oehme, Musik von Bela Bartok und Lichtsequenzen werden diese ausdrucksstarken Plastiken zum Leben erweckt. Text und Musik sind als Hörspiel produziert und eine Lichtanlage zur szenischen Beleuchtung fokussiert die Aufmerksamkeit auf die jeweils sprechenden und handelnden Personen. Gruppen können die zirka 25-minütige, selbstablaufende Installation buchen. Das Publikum verfolgt die Handlung vom Ortenburghof aus.

Länge: 25 min

Geschichte

Ursprünglich wurde die Figurengruppe zum Thema „Die dramatische Dichtkunst“ vom Bildhauer Ernst Rietschel (1804–1861) für das 1841 von Gottfried Semper fertiggestellte Dresdner Hoftheater geschaffen. Nach einem Brand 1869 konnten die Figuren gerettet werden, wurden jedoch nicht mehr für die neue Semperoper gebraucht. 1897 kamen sie nach Bautzen und zierten seit 1905 das hiesige Stadttheater, bis dieses 1969, als ein Opfer des damaligen Modernisierungswahnes, kurzerhand gesprengt wurde. Die Figuren wurden heimatlos, nach langer Odyssee und einer sechsjährigen Restaurierungszeit kamen sie schließlich im Herbst 2003 im Burgtheater Bautzen an, wo sie eine würdige Heimstatt fanden und von den Bautzenern und ihren Gästen rund um die Uhr bestaunt werden können.

Kontakt

Information und Buchung

Brigitte Zimmermann
Telefon: 03591/584-270