24. Bautzener Theatersommer

vom 20. Juni (Premiere) bis 28. Juli 2019
im historischen Hof der Bautzener Ortenburg

Am kürzeren Ende der SONNENALLEE

Nach dem Roman von Thomas Brussig
auf die Bühne gesetzt von Lutz Hillmann

 

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Die Komödie AM KÜRZEREN ENDE DER SONNENALLEE spielt in den 70er Jahren in Ostberlin, der Hauptstadt der DDR, in einer Zeit, in der es noch Abschnittsbevollmächtigte der Volkspolizei, verbotene Westmusik, FDJler und eine innerdeutsche Grenze gab. Die Mauer, der Antifaschistische Schutzwall, teilt die Stadt in zwei Teile. Micha ist Schüler und wohnt im Osten in einer Straße, deren längeres Ende im Westen und deren kürzeres Ende in der DDR liegt - die Sonnenallee, dazwischen verläuft die strengbewachte Grenze.
Hinter der Mauer lebt der Klassenfeind. Aber Osten hin, Westen her: Das Wichtigste für Micha sind seine Freunde, Musik und Mädchen. Da ist Miriam, die unbeschreibliche, unerreichbare Schulschönheit, der er sein Leben zu Füßen legt. Mit dem kritischen Blick der Jugend schauen sie auf die sie umgebende, grotesk anmutende Erwachsenenwelt zwischen Elternhaus, Schul- und FDJler Leben, Grenzposten, Stasi und Westverwandtschaft. Auf der Suche nach dem eigenen Platz im Leben müssen sie wählen zwischen Anpassung und Selbstbehauptung, Liebe und Verrat. Natürlich spielt dabei auch die Musik eine große Rolle.
Thomas Brussig veröffentlichte seinen Roman „Am kürzeren Ende der Sonnenallee“ im Jahre 1999, zeitgleich wurde die Verfilmung der SONNENALLEE (Regie: Leander Haußmann) ein Kinohit.
Nun, 20 Jahre später, 30 Jahre nach der Friedlichen Revolution 1989, wird SONNENALLEE auf der Bautzener Ortenburg den 24. Bautzener Theatersommer rocken.
Das wird Theater für alle – Ostler wie Westler, für Oma, Opa, Mama, Papa und die pubertierenden Sprößlinge & SONNENALLEE ist für alle gut.

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Auf dem Flyer finden Sie alle Termine und wichtigen Informationen rund um den 24. Bautzener Theatersommer.

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Produktion

Regie: Lutz Hillmann
Ausstattung: Miroslaw Nowotny
Dramaturgie: Eveline Günther

Hof der Ortenburg
Premiere: 20. Juni 2019

Kartenverkauf

Am Sonnabend, 13. April, 11 Uhr startet der Kartenvorverkauf für den diesjährigen Bautzener Theatersommer.

Deutsch-Sorbisches Volkstheater Bautzen
Seminarstraße 12
02625 Bautzen

Kartentelefon: 03591/584-225
Fax: 03591/584-278

Flyer hier downloaden

 

 

 

Service/Besondere Leistungen

Rund um den Bautzener Theatersommer bieten wir zahlreiche Serviceleistungen für Sie an: Frühbucherrabatt (vom 13. April bis 19. Juni), Internetbestellung, Kartenversand, Rollstuhlplätze und -toiletten, Programmhefte, Informations-Flyer und eine reichhaltige Gastronomie im Hof der Bautzener Ortenburg.

14. Bautzener Burgfilmnächte

Übrigens: immer dienstags finden im Hof der Ortenburg die 14. Bautzener Burgfilmnächte unter freiem Himmel statt.

25. Juni, 21.30 Uhr GUNDERMANN

(D 2018)
Der Eröffnungsfilm der diesjährigen Burgfilmnächte heimste bei der Verleihung des Deutschen Filmpreises gleich sechs Lolas ein – bester Film, beste Regie, bester Hauptdarsteller, bestes Drehbuch, bestes Szenenbild, bestes Kostümbild. GUNDERMANN ist Liebes- und Musikfilm, Drama über Schuld und Verstrickung, eine Geschichte vom Verdrängen und Sich-Stellen. GUNDERMANN ist ein Film über Heimat. Er blickt noch einmal neu auf ein verschwundenes Land. Es ist nicht zu spät dafür. Es ist an der Zeit. Mit feinem Gespür, Zärtlichkeit und Humor wirft Regisseur Andreas Dresen in GUNDERMANN einen Blick auf das Leben von Gerhard »Gundi« Gundermann, eines der prägendsten Künstler der Nachwendezeit. Er starb 1998, mit gerade einmal 43 Jahren. Die Hauptrolle spielt Alexander Scheer, der alle Lieder im Film selbst eingesungen hat. Anna Unterberger steht als seine Frau Conny Gundermann vor der Kamera. In weiteren Rollen: Axel Prahl, Thorsten Merten, Bjarne Mädel, Milan Peschel, Kathrin Angerer und Peter Sodann.

2. Juli, 21.30 Uhr NVA

(D 2005)
Regisseur Leander Haußmann und Autor Thomas Brussig setzten im Jahr 2005 ihre Zusammenarbeit nach »Sonnenallee« mit dem Film »NVA« erfolgreich fort. In der Armee-Satire spielen Detlev Buck, Echt-Sänger Kim Frank und Oliver Bröcker verdiente Soldaten des Volkes. Irgendwann in den 80ern. Zwei Systeme stehen sich feindlich gegenüber. Kapitalismus gegen Sozialismus. Ost gegen West. Nato gegen Warschauer Pakt. Die Geschichte spielt in der DDR, einem von vielen Ländern diplomatisch anerkanntem deutschen Staat. Und dieser Staat hat eine Armee. Jeder junge Mann ist mit Vollendung seines 18. Lebensjahres verpflichtet ihr mindestens anderthalb Jahre zu dienen. Verpflichtet! Allein das Wort Wehrdienstverweigerung ist strafbar. Es gibt nur 2 Gründe um nicht eingezogen zu werden: Man ist Vollinvalide oder eine Frau.

9. Juli, 21.30 Uhr SIEBEN SOMMERSPROSSEN

(DDR 1978) – eine der erfolgreichsten DEFA-Produktionen Karoline ist 14, sie hat mehr als sieben Sommersprossen und will eigentlich sowieso nicht erwachsen werden. Mit ihrer kleinen Schwester fährt sie ins Ferienlager. Dort trifft sie unversehens Robert wieder, ihren Freund aus Kindertagen. Sie fühlen sich wieder zueinander hingezogen und erleben ihre erste Liebe. Sie suchen sich ihre Freiräume und stoßen damit auf Unverständnis wie Eifersucht. Der Gruppenleiter Benedikt, in seine Kollegin Bettina verliebt, hat Verständnis und schlägt den Jugendlichen vor, zur Abschlussfeier »Romeo und Julia« einzustudieren. Lagerleiterin Kränkel ist zwar strikt dagegen, kann sich aber nicht durchsetzen. Die Arbeit mit dem Stück führt bei Karoline und Robbi zum besseren Verständnis ihrer eigenen Situation und der Probleme, die sie in der Gemeinschaft haben. Ihre Liebe reift an dem klassischen Vorbild. Und bei der Aufführung ist sogar die Lagerleiterin zu Tränen gerührt.

16. Juli, 21.30 Uhr MACKIE MESSER – BRECHTS DREIGROSCHENFILM

(D 2018)
Im August 1928 wird im Berliner Schiffbauerdamm Bertolt Brechts (Lars Eidinger) »Dreigroschenoper« uraufgeführt. Das Stück wird zum vollen Erfolg, was den Urheber dazu veranlasst, sein Werk für eine Filmadaption vorzubereiten. Der Komponist Kurt Weill (Robert Stadlober) steht ihm tatkräftig zur Seite, gemeinsam streben sie danach, die »Dreigroschenoper « auf die große Leinwand zu bringen. Doch ihr Vorhaben, die im 19. Jahrhundert angesiedelte Geschichte rund um den Ganoven Macheath (Tobias Moretti), der mit Polly (Hannah Herzsprung), der Tochter des sogenannten Bettlerkönigs Peachum (Joachim Król), durchgebrannt ist, zu verfilmen, scheitert schon bald an den unterschiedlichen Absichten von Autor und Produktionsfirma: Während Brecht nicht weniger als den außergewöhnlichsten Film aller Zeiten drehen will, verfolgen die Produzenten rein wirtschaftliche Interessen. Schlussendlich bringt Brecht die Produktionsfirma sogar vor Gericht ...

2. Juli, 21.30 Uhr ADAM UND EVELYN

(D 2019)
»Adam und Evelyn« basiert auf dem gleichnamigen Roman von Ingo Schulze von 2008 und spielt 1989, also vor genau 30 Jahren, in der DDR. Ein Garten ist anfangs zu sehen, verwildert und leer, irgendwann ertönen »Adam«-Rufe durchs Insektenbrummen. Jedes Bild ist ein Verweis aufs Paradies, erst die betörende Natur außen, dann eine Dunkelkammer innen, in der im Entwicklerbad ein Negativ langsam Konturen erhält: eine nackte Frau unterm Apfelbaum. Aber das Paradies bekommt Risse: Zunehmende Unruhe in der DDR, Ausreisemöglichkeiten in den Westen über Ungarn, das zufällig auch das Urlaubsziel von Evelyn und Adam ist. Der Weg über die Grenze nach Österreich wird dort zu einer realistischen Option für die beiden. »Adam und Evelyn« ist aber kein Film der Wende-Romantik. Sobald die Protagonisten ihre Heimat hinter sich lassen, bleibt er ein Roadmovie, zeigt aber exemplarisch Reaktionen der Westbürger auf diejenigen, die aus dem Osten kommen. Regisseur Andreas Goldstein inszeniert solche Situationen des Aufeinandertreffens mit sehr trockenem Humor. Und er wird zur Filmvorführung in Bautzen persönlich dabei sein.

Geschäftsbedingungen

Unsere Geschäftsbedingungen zum Theatersommer können Sie hier nachlesen.

Der 24. Bautzener Theatersommer wird unterstützt von: