Die Wiedervereinigung der beiden Koreas

von Joel Pommerat
aus dem Französischen von Isabelle Rivoal Mit Stückeinführung
Der Titel dieses wunderbaren französischen Stückes kann einen ganz schön in die Irre leiten – es geht natürlich nicht um die politische Situation der beiden koreanischen Staaten, sondern der Titel steht wohl sinnbildlich eher dafür: Eine erfüllte Liebesbeziehung ist in etwa so wahrscheinlich wie eine Wiedervereinigung von Nord- und Südkorea.
Wobei: gänzlich ausgeschlossen ist die schließlich auch nicht, irgendwann einmal, mit etwas Glück, vielleicht.
Joël Pommerat schafft ein Kaleidoskop des Kampfes um die Liebe. Hier gibt es viel zu gewinnen und noch mehr zu verlieren. Geheimnisse werden preisgegeben und Wahrheiten auf den Tisch gepackt. In der Zuspitzung entsteht ein ziemlich realistisches Bild dessen, was uns verbindet und uns zugleich entzwei reißt. In diesem ebenso skurrilen wie berührenden Pariser Erfolgsstück treffen in einem u.a. von Ingmar Bergman, Edward Albee und Arthur Schnitzler inspirierten Szenenreigen eine Prostituierte auf einen Priester, eine Sekretärin auf ihren Chef, eine Frau auf ihre erste große Liebe, ein Bräutigam auf seine Braut und ihre Schwestern, versuchen sich zwei Frauen zu trennen oder zwei Männer ganz einfach einen entspannten Abend zu verbringen.
Die große Vergeblichkeit ist Voraussetzung allen Geschehens in diesem Stück: Die Männer und Frauen, die sich hier begegnen, lieben einander oder haben einander geliebt oder lieben nun jemanden anderen oder haben überhaupt aufgehört zu lieben.
„Die Wiedervereinigung der beiden Koreas“ ist ein dynamisches Ensemblestück, das keinen im Zuschauerraum unberührt lässt.

Inszenierung

Regie:
Ausstattung:
Dramaturgie:
Premiere: 8. Mai 2020, großes Haus

Termine

08.05.2020 um 19:30 Uhr großes Haus, Hauptbühne
24.05.2020 um 19:30 Uhr großes Haus, Hauptbühne
29.05.2020 um 19:30 Uhr großes Haus, Hauptbühne
06.06.2020 um 19:30 Uhr großes Haus, Hauptbühne

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