Selfies einer Utopie

eine Theaterserie von Nicola Bremer
1 h 20 min, keine Pause
Nach dem erfolgreichen Auftakt in der vergangenen Spielzeit folgt nun die zweite Staffel der selbstgeschriebenen Theaterserie von Nicola Bremer. Jede Folge steht für sich und verhandelt ein Thema, das in einer offenen Improvisation von drei Schauspieler*innen auf der Bühne gespielt wird. Die Bühne wird zu einem anarchischen Versuchsraum, in dem man sich ohne Konsequenzen der grenzenlosen Fiktion einer idealen Welt der Zukunft hingeben kann. Die Serie baut nicht aufeinander auf, Sie brauchen kein Vorwissen, um eine Folge zu besuchen. Ihnen wird lediglich eine Anlehnung an aktuelle politische Ereignisse auffallen.
Klingt revolutionär, ist aber vor allem lustig, denn Verbissenheit ist mega-out. Und so entwirft der junge Autor und Regisseur ein streng reglementiertes Anarcho-Entertainment, das die SchauspielerInnen von Rollen und Proben befreit und zugleich ordentlich knechtet.

Inszenierung

Text und Regie: Nicola Bremer
Bühne: Jakob Ripp
Kostüme: Jakob Ripp
Premiere: 10. Januar 2020, Burgtheater

Termine

16.01.2021 um 19:30 Uhr Burgtheater, großer Saal
30.01.2021 um 19:30 Uhr Burgtheater, großer Saal
09.05.2021 um 19:30 Uhr Burgtheater, großer Saal

Rollen




Presse:

Delikat anzusehen war, wie die Protagonisten am Freitagabend die Bühne enterten, angetan in schräg-fantasievollen Kostümen, begleitet zu den Klängen von Ramazottis Schlagerschnulzen. Zwerchfellerschütternde Szenen bot diese 75-minütige Inszenierung. ... Die Akteure gaben sich voller Inbrunst diesem Anarcho-Theater hin. ... Das Format ist einfach und raffiniert zugleich. Einfach, weil die Schauspieler hemmungslos performen können. Raffiniert, weil der Autor und Regisseur Nicola Bremer eine Form von Improvisationstheater kreiert, welches die Schauspieler zwar von Rollen und Proben befreit, diese aber mit Vorgaben während einer Vorstellung, nun ja, sagen wir mal es so, ein wenig knechtet. Lutz Hillmann, Stephan Siegfried und Gabriele Rothmann zuzusehen, wie sie ihre mit Anspielungen auf das aktuelle Weltgeschehen (Trump, Meghxit oder Flüchtlingspolitik) versehenen Texte flirtend, fluchend, betend, cholerisch oder singend wiedergeben, ist einfach köstlich. Die Belohnung für diese furios-unterhaltsame Improtheater-Vorstellung war minutenlanger Beifall des begeisterten Publikums.
Rainer Könen, Sächsische Zeitung


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