Zhub so baby, zhub so

von Carine Lacroix

ins Obersorbische übersetzt von Aquina Sauer und Bernadette Schneider

Studiospielerei - Sorbisches Schauspielstudio am DSVTh

Eine verlassene Tankstelle zwischen weit dahingestreckten Feldern. Es ist Hochsommer, die Hitze flirrt zwischen den rostigen Zapfsäulen, aus denen längst kein Tropfen Benzin mehr kommt. Violettes Mofa hätte sich keinen schlechteren Ort aussuchen können, um seinen Geist aufzugeben. Als sie es auf den Hof schiebt, rechnet sie nicht ernsthaft damit, hier noch irgendjemandem zu begegnen. Schon gar nicht Erla, ungefähr so alt wie sie, irgendwas um die 17. Erla scheint hier zu wohnen, aber glaubt man ihren Geschichten, kennt sie die Welt von New York bis Neapel. Zunächst genervt, dann immer faszinierter hört die toughe Violette ihr zu und lässt sich fast gegen ihren Willen hineinziehen in Erlas Phantastereien von Freiheit, Flucht und großem Geld. Schließlich ist ihr eigenes Leben als Friseurpraktikantin und Gelegenheitsdrogenkurierin nicht gerade der Stoff, aus dem die Träume sind. Etwas wie Freundschaft beginnt zwischen den beiden, die Hoffnung, den drückenden Stillstand zu verlassen. Aber dann ist plötzlich der Pizzabote Issa zur falschen Zeit am falschen Ort, eine Waffe kommt ins Spiel, und Erla gerät in Panik ...
Die Eleven des Sorbischen Schauspielstudios am DSVTh - Aquina Sauer, Bernadette Schneider und Ole Schmidt - erproben sich mit diesem Stück und präsentieren ihre Abschlussarbeit am DSVTh in der Regie von Torsten Schlosser. Vor 30 Jahren wurde 1994 das Sorbische Schauspielstudio am DSVTh auf Initiative von Michael Lorenz neugegründet.

Inszenierung

Regie:
Ausstattung: Thomas Jänchen
Dramaturgie: Madleńka Sołćic
Premiere: 25.04.2024, Burgtheater, Kleiner Saal

Termine

Rollen

Erla: Bernadett Schneider
Violette: Aquina Sauer
Issa: Ole Schmidt

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