Spielplan







großes Haus, Hauptbühne
großes Haus, Hauptbühne

Sinfoniekonzert

Mit Werken von Beethoven, Dvořák, Kowal und Chlebníček (UA)

Das diesjährige Sinfoniekonzert des Orchesters des Sorbischen National-Ensembles und der in Bautzen geborenen Soloviolinistin Anett Baumann steht ganz im Zeichen des Beethoven-Jahres: vor 250 Jahren wurde der Großmeister der klassischenMusik in Bonn getauft. Seine Musik hat nahezu jeden Lebensbereich erfasst und überall auf der Welt kennt und spielt man seine Musik. Nach heutigen Maßstäben müsste man ihn wohl einen Popstar nennen. Die sogenannte Egmont-Ouvertüre und die 2.Sinfonie bildenden musikalischen Rahmen des Konzertes. Unter der musikalischen Leitung der Intendantin des SNE, Judith Kubitz, erklingen außerdem Stücke des berühmten tschechischen Komponisten Antonín Dvořák und des ehemaligen Chefdirigenten den SNE, Jan Chlebníček. DessenVariationen nach sorbischen und tschechischen Motiven werden an diesem Abend uraufgeführt. Zum ersten Mal überhaupt spielt das SNE ein Werk des noch unbekannten sorbischen Komponisten Richard Kowal (1865-1884). Das musikalische Ausnahmetalent verstarb früh,hinterließ aber ein bemerkenswertes Schaffen, zu welchem auch die im Konzert aufgeführte Ouvertüre für Orchester gehört

Sinfoniski koncert
Z twórbami Beethovena, Dvořáka, Kowala a Chlebníčeka (pp)
Lětuši sinfoniski koncert orchestra Serbskeho ludoweho ansambla a rodźenej Budyšanki Anett Baumann steji cyle w znamjenju lěta Beethovena. Před 250 lětami wukřći so mišter klasiskeje hudźbje w Bonnje. Jeho hudźba je w nimale wšěch žiwjenskichwobłukach prezentna a wšudźe na swěće so jeho hudźba znaje a hraje. Po dźensnišich měritkach měli jemu "Popstar" rjec . Tak mjenowana Egmont-uwertira a 2. sinfonija tworitej ramik koncerta. Pod hudźbnym nawodom intendantki SLA, Judith Kubicec, zaklinča nimotoho twórby znateho čěskeho komponista Antonína Dvořáka a bywšeho šefdirigenta SLA, Jana Chlebníčeka. Jeho wariacije serbskich a čěskich motiwow dožiwja na tutym wječoru prapremjeru. K prěnjemu razej hraje SLA twórbu hišće njeznateho serbskeho komponistaRicharda Kowala (1865-1884). Přewšo wobdarjeny hudźbnik je drje zahe wumrěł, zawostaji pak kedźbyhódne tworjenje. Wot njeho zaklinči uwertira za orchester

Gastspiel des Sorbischen National-Ensembles

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Burgtheater, großer Saal
Burgtheater, großer Saal

Selfies einer Utopie

eine Theaterserie von Nicola Bremer in fünf Folgen

2/5 Eros Ramazzotti ist kein Rassist, aber...

mit Lisa Lasch, Ralph Hensel, Maja Adler

Die Spielregeln dieser Theaterserie sind im Grunde ganz einfach. Nicola Bremer schreibt für jede Folge einen neuen Text, drei SchauspielerInnen sprechen diesen Text - den sie davor nicht einmal gelesen haben - und müssen dabei immer wieder spontan Regie-Anweisungen umsetzen, die auf in die Höhe gehaltenen Schildern stehen. Keine Folge baut auf der anderen auf, ein Einstieg ist jederzeit möglich.
Am Staatsschauspiel Dresden, wo „Selfies einer Utopie“ 2016 entstand, gewann die Serie schnell Kultstatus. Gerade aus Einschränkungen, wie zum Beispiel knappen zeitlichen Ressourcen, entwickelten Autor und Regisseur Nicola Bremer mit Bühnen- und Kostümbildner Jakob Ripp die Besonderheiten ihres Formats. „Selfies einer Utopie“ kratzt an den Krusten des Theaters - das ja bekanntlich die Welt bedeutet. Klingt revolutionär, ist aber vor allem lustig, denn Verbissenheit ist mega-out. Und so entwirft der junge Autor und Regisseur ein streng reglementiertes Anarcho-Entertainment, das die SchauspielerInnen von Rollen und Proben befreit und zugleich ordentlich knechtet.
Die schräge Comedy ist kein Selbstzweck: Ihre Botschaft kommt absurd verpackt daher in Gestalt des italienischen Pop-Stars Eros Ramazzotti. Um dessen fiktiven Auftritt in Bautzen kreisen die mit Anspielungen auf das aktuelle Weltgeschehen gespickten Texte, die dazu aufrufen, den Status Quo zu hinterfragen und den Ausbruch aus alten Denkmustern und Konventionen zu wagen. So verwandelt sich die Bühne in einen anarchischen Versuchsraum, in dem man sich ohne Konsequenzen der grenzlosen Fiktion einer idealen Welt der Zukunft hingeben kann.
2018 wurde Nicola Bremer für Selfies einer Utopie von "Theater Heute" als bester Nachwuchskünstler nominiert. Also vergessen Sie Netflix und kommen Sie ins Theater Bautzen!

jeweils 19.30 Uhr im Burgtheater:
1/5 10. Januar 2020 Eros Ramazotti verliert die Curling-WM
Mit Gabriele Rothmann, Lutz Hillmann, Stephan Siegfried
(Wh. 25.Januar 2020 mit Katja Reimann, Christoph Schlemmer, Alexander Höchst)

2/5 31. Januar 2020 Eros Ramazotti ist kein Rassist, aber…
Mit Marian Bulang, Maja Adler, Ralph Hensel
(Wh. 7. Februar 2020 Mit Erik Dolata, Maja Adler, Christoph Schlemmer)

3/5 6. März 2020 Eros Ramazotti wird Influencer
Mit Marian Bulang, Petra Maria Wenzel, Jurij Schiemann,
(Wh. 20. März 2020 Mit Richard Koppermann, Maja Adler, Marian Bulang)

4/5 3. April 2020 Eros Ramazotti findet den Heiligen Gral
Mit Mirko Brankatschk, Fiona Piekarek-Jung, Thomas Ziesch
(Wh. 2. Mai 2020 Mit Petra Maria Wenzel, Torsten Schlosser, Thomas Ziesch)

5/5 22. Mai 2020 Eros Ramazotti füllt sein Sparschwein mit Bitcoins
Mit Jan Mickan, Fiona Piekarek-Jung, István Kobjela
(Wh. 29. Mai 2020 mit Anna Maria Brankatschk, Mirko Brankatschk, Jan Mickan)

Großes Staffelfinale am 7. Juni 2020: alle fünf Folgen an einem Abend

Jede Karte kostet 7,00 Euro.
Wer gleichzeitig Karten für mindestens 4 Vorstellungen kauft - bezahlt nur 5,00 Euro pro Karte.

SELFIES EINER UTOPIE auf Instagram: @selfieseinerutopie

Premiere 2

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großes Haus, Hauptbühne
großes Haus, Hauptbühne

100 Jahre - Die goldenen 20er- Berlin ist ja so groß

mit Frack, Charme und Zylinder - Es spielt das Casanova Society Orchestra

Die Zwanziger Jahre werden golden genannt. Sie stehen für eine Zeit, in der alles schon mal da war: Massenmedien, Tanzvergnügen, Ohrwürmer, Finanzkrise (in der Reihenfolge) - alles wie heute, nur besser und: Zum ersten Mal!
Die beste Unterhaltungsmusik aller Zeiten entsprang der Feder von Grothe, Holländer und den Kollos diesseits und Gershwin und Whiteman jenseits des großen Teichs.Und Andreas Holzmann und das CASANOVA SOCIETY ORCHESTRA holen sie zurück. Mit allem was die Musik schon damals vergoldet hat: Vielseitige Arrangements, virtuose musikalische Fernreisen und komisch bis melancholische Texte.
Was waren die Zwanziger? Was sind sie für uns heute?
Antworten auf diese Fragen liegen zwischen den Zeilen von Liedern wie "Veronika, der Lenz ist da", "Mein kleiner grüner Kaktus" oder "Puttin on the Ritz". Oder die Interpreten dieser Evergreens machen sich im Hier und Jetzt ihren ganz eigenen Reim darauf:
Während Andreas Holzmann als charmanter Chef nicht nur den Hut auf, sondern auch den Frack an hat brilliert an der Geige Sonja Firker. Als moderne Frau hat sie allerdings ganz andere Ansichten über das Erobern und erobert Werden als er. Dass sie ebenfalls sehr gerne singt, und er ausgerechnet des Violinspiels mächtig ist, lässt im weiteren Verlauf unter Kollegen noch ganz andere Fragen in den Vordergrund treten, zum Beispiel die, wer hier eigentlich die erste Geige spielt. ?Apropos Kollegen: Einfühlsam und stilsicher begeistert Das CASANOVA SOCIETY ORCHESTRA mit Tango, Paso Doble, Rumba, Foxtrot und Walzer in perfekt auf die Besetzung zugeschnittenen Arrangements und spektakulären Insrumentenwechseln im Stil der Weintraub Syncopaters. Die durchweg exzellenten Musiker können und wollen weit mehr als nur begleiten, so präsentiert das CASANOVA SOCIETY ORCHESTRA mit jodelndem Gesangstrio und einer Comedian Harmonists Einlage noch viele andere geniale Überraschungen.

Gastspiel

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großes Haus, Hauptfoyer
großes Haus, Hauptfoyer

Vernissage

Für den Holzschnitzer und Bildhauer Horst Weiße (1919 - † 1993 in Bautzen) war der Mensch das zentrale Motiv seiner künstlerischen Arbeit. Die elementaren Daseinsfragen des Menschen waren sein Thema und seine Figuren spiegeln die Auseinandersetzung mit diesen in einer reduzierten, auf das Wesenhafte konzentrierten Formensprache wider, in der er zugleich fordernd und angreifbar war. Die Dekoration eines kollektivistischen Fortschrittsglaubens war seine Sache nicht. Und so folgten der Aufstellung der 1974 geschaffenen Skulptur Auseinandersetzungen, in denen seine Sicht auf den Menschen angriffen wurde. Ungeachtet dessen behielt die Skulptur ihren Platz in den Anlagen des Friedrich-Engels-Platzes. Hier steht sie im Gesamtzusammenhang mit der gestalteten Grünfläche zwischen Amtsgericht, Busbahnhof und Kindergarten unter Denkmalschutz. 1990 wurde auf seine Initiative der Kunstverein von Bautzen gegründet. Im Jahr 1993 erhielt er für seine künstlerischen Verdienste in der Stadt Bautzen den Ernst-Rietschel-Kunstpreis. Am 21. Oktober 1993 starb er nach langer Krankheit.
Horst Weiße war nicht nur Bildhauer, sondern schuf auch zahlreiche Zeichnungen und diverse Gedichte, die teilweise einigen Plastiken zugeordnet sind. Eine Auswahl seines Schaffens findet sich in dem Band „Horst Weiße – plastik, zeichnungen, poetische kommentare“.
Am 1. Februar, 18.30 Uhr wird seine Skulptur "Pieta" im großen Haus enthüllt, die dann dauerhaft im großen Haus des Deutsch-Sorbischen Volkstheaters Bautzen zu sehen sein wird.



großes Haus, Hauptbühne
großes Haus, Hauptbühne

Dieter und der Wolf

Eine tragische Komödie aus dem ländlichen Raum von Holger Böhme

Dieter war Revierförster, aber dann wird er in den Vorruhestand versetzt und so hängt er rum und durch.
Sein Revier ist jetzt Wolfsrevier und in den Händen einer Försterin. Dieter kennt sie alle: die Tiere und die Dorfbewohner, die ihn "den Russen" nennen, weil seine Mutter... egal. Das ganze Dorf hasst die Wölfe. Dieter hat einen von ihm selbst konditionierten Wolf "Boris" genannt. Jetzt wartet er auf ihn. Er hat seine Entnahme, so heißt im Jägerlatein der Abschuss, vorbereitet und liegt mit entsichertem Gewehr auf der Lauer, geschützt im alten Haus seiner Mutter. Er wartet. Und das Dorf wartet mit. Anschließend soll der Abschuss gemeinsam bei Bier und Gegrilltem ordentlich gefeiert werden. Dieter ist in der Dorfgemeinschaft aber eigentlich genauso ein Außenseiter wie der Wolf, den er abschießen soll. Ob sich seine Hoffnung, durch diese Tat endlich dazu zu gehören letztendlich erfüllt? Dieter wartet und denkt nach. Über sein einsam gewordenes Leben, über seine Mutter, über das Dorf, wo es zwar eine mit EU-Geldern gebaute "Bustasche" gibt, aber keinen Bus, der hier noch hält. Und er denkt nach über Marianne, seine große Liebe, die er nicht bekommen hat. Aber nun, wo der Herbert tot ist, gibt es vielleicht noch eine Chance für ihn, den einsamen Dieter...

Der Autor, Regisseur und Intendant des Dresdner Theaterkahns, Holger Böhme verantwortete auf dem Kahn in Personalunion Text, Regie und Spielplanposition von „Dieter und der Wolf“, die Premiere fand im September 2018 mit Peter Flache als Dieter statt.
Nun widmen sich Erik Dolata (Regie) und Ralph Hensel (Dieter) der „tragischen Komödie aus dem ländlichen Raum“.
Seien Sie gespannt und machen Sie sich auf einen Abend mit Humor und Tiefgang gefasst.

Spielplanänderung! Aus Krankheitsgründen kann DAS LEERE HAUS nicht gespielt werden.

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großes Haus, Hauptbühne
großes Haus, Hauptbühne

Eine Nacht in Venedig

Operette von Johann Strauß

Gerhart-Hauptmann-Theater Görlitz-Zittau GmbH

„Alle maskiert, alle maskiert, wo Spaß, wo Tollheit und Lust regiert.“ Einmal im Jahr feiern die Venezianer ausgelassen den Karneval - und einmal im Jahr besucht der Herzog von Urbino die Lagunenstadt, um das heitere Treiben zu genießen und auch manche zarte Bande zu knüpfen. Sein Leibbarbier entführt in seinem Auftrag die Gondel der jungen Gattin eines alten Senators. Die hatte jedoch zuvor mit einem Fischermädchen Platz und Kleider getauscht, um sich selbst in den Karneval zu stürzen. Nichtsahnend liefert der falsche Gondoliere seinem Herrn also die eigene Freundin aus.
Im Karneval scheinen alle gesellschaftlichen Konventionen außer Kraft gesetzt. Am Ende einer turbulenten Handlung mit vielen Verwechslungen finden zwei junge liebende Paare wieder glücklich zueinander. „Eine Nacht in Venedig“, eine der drei erfolgreichsten Operetten des Walzerkönigs Johann Strauß, ist mit ihrer heiteren wie romantischen, von venezianischem Lokalkolorit geprägten Geschichte und ihrer bezaubernden Musik mit Schlagern wie dem Gondellied und dem Lagunenwalzer eines der schönsten und stimmungsvollsten Werke der ‚Goldenen Wiener Operette‘.
Die Inszenierung von Steffen Piontek mit den farbenprächtigen Bühnenbildern und Kostümen von Mike Hahne beschwört nicht nur ein Ideal-Venedig, sondern nimmt in Dialog- und Kostümgestaltung zugleich Anregungen aus der italienischen Commedia-dell-arte auf, deren Zentrum Venedig war. Operetten-Herz, was willst du mehr?

Inszenierung: Steffen Piontek
Musikalische Leitung: Albert Seidl
Ausstattung: Mike Hahne
Choreographie: Winfried Schneider
Dramaturgie: Ivo Zöllner

In den Rollen: Solisten, Opernchor, Choraushilfen des Gerhart-Hauptmann-Theaters Görlitz-Zittau GmbH
Es spielt die Neue Lausitzer Philharmonie

mit kostenloser Kinderbetreuung ab 3 J.

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großes Haus, Hauptbühne
großes Haus, Hauptbühne

Eine Nacht in Venedig

Operette von Johann Strauß

Gerhart-Hauptmann-Theater Görlitz-Zittau GmbH

„Alle maskiert, alle maskiert, wo Spaß, wo Tollheit und Lust regiert.“ Einmal im Jahr feiern die Venezianer ausgelassen den Karneval - und einmal im Jahr besucht der Herzog von Urbino die Lagunenstadt, um das heitere Treiben zu genießen und auch manche zarte Bande zu knüpfen. Sein Leibbarbier entführt in seinem Auftrag die Gondel der jungen Gattin eines alten Senators. Die hatte jedoch zuvor mit einem Fischermädchen Platz und Kleider getauscht, um sich selbst in den Karneval zu stürzen. Nichtsahnend liefert der falsche Gondoliere seinem Herrn also die eigene Freundin aus.
Im Karneval scheinen alle gesellschaftlichen Konventionen außer Kraft gesetzt. Am Ende einer turbulenten Handlung mit vielen Verwechslungen finden zwei junge liebende Paare wieder glücklich zueinander. „Eine Nacht in Venedig“, eine der drei erfolgreichsten Operetten des Walzerkönigs Johann Strauß, ist mit ihrer heiteren wie romantischen, von venezianischem Lokalkolorit geprägten Geschichte und ihrer bezaubernden Musik mit Schlagern wie dem Gondellied und dem Lagunenwalzer eines der schönsten und stimmungsvollsten Werke der ‚Goldenen Wiener Operette‘.
Die Inszenierung von Steffen Piontek mit den farbenprächtigen Bühnenbildern und Kostümen von Mike Hahne beschwört nicht nur ein Ideal-Venedig, sondern nimmt in Dialog- und Kostümgestaltung zugleich Anregungen aus der italienischen Commedia-dell-arte auf, deren Zentrum Venedig war. Operetten-Herz, was willst du mehr?

Inszenierung: Steffen Piontek
Musikalische Leitung: Albert Seidl
Ausstattung: Mike Hahne
Choreographie: Winfried Schneider
Dramaturgie: Ivo Zöllner

In den Rollen: Solisten, Opernchor, Choraushilfen des Gerhart-Hauptmann-Theaters Görlitz-Zittau GmbH
Es spielt die Neue Lausitzer Philharmonie

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Burgtheater, großer Saal
Burgtheater, großer Saal

Selfies einer Utopie

eine Theaterserie von Nicola Bremer in fünf Folgen

2/5 Eros Ramazzotti ist kein Rassist, aber...

mit Maja Adler, Erik Dolata und Christoph Schlemmer

Die Spielregeln dieser Theaterserie sind im Grunde ganz einfach. Nicola Bremer schreibt für jede Folge einen neuen Text, drei SchauspielerInnen sprechen diesen Text - den sie davor nicht einmal gelesen haben - und müssen dabei immer wieder spontan Regie-Anweisungen umsetzen, die auf in die Höhe gehaltenen Schildern stehen. Keine Folge baut auf der anderen auf, ein Einstieg ist jederzeit möglich.
Am Staatsschauspiel Dresden, wo „Selfies einer Utopie“ 2016 entstand, gewann die Serie schnell Kultstatus. Gerade aus Einschränkungen, wie zum Beispiel knappen zeitlichen Ressourcen, entwickelten Autor und Regisseur Nicola Bremer mit Bühnen- und Kostümbildner Jakob Ripp die Besonderheiten ihres Formats. „Selfies einer Utopie“ kratzt an den Krusten des Theaters - das ja bekanntlich die Welt bedeutet. Klingt revolutionär, ist aber vor allem lustig, denn Verbissenheit ist mega-out. Und so entwirft der junge Autor und Regisseur ein streng reglementiertes Anarcho-Entertainment, das die SchauspielerInnen von Rollen und Proben befreit und zugleich ordentlich knechtet.
Die schräge Comedy ist kein Selbstzweck: Ihre Botschaft kommt absurd verpackt daher in Gestalt des italienischen Pop-Stars Eros Ramazzotti. Um dessen fiktiven Auftritt in Bautzen kreisen die mit Anspielungen auf das aktuelle Weltgeschehen gespickten Texte, die dazu aufrufen, den Status Quo zu hinterfragen und den Ausbruch aus alten Denkmustern und Konventionen zu wagen. So verwandelt sich die Bühne in einen anarchischen Versuchsraum, in dem man sich ohne Konsequenzen der grenzlosen Fiktion einer idealen Welt der Zukunft hingeben kann.
2018 wurde Nicola Bremer für Selfies einer Utopie von "Theater Heute" als bester Nachwuchskünstler nominiert. Also vergessen Sie Netflix und kommen Sie ins Theater Bautzen!

jeweils 19.30 Uhr im Burgtheater:
1/5 10. Januar 2020 Eros Ramazotti verliert die Curling-WM
Mit Gabriele Rothmann, Lutz Hillmann, Stephan Siegfried
(Wh. 25.Januar 2020 mit Katja Reimann, Christoph Schlemmer, Alexander Höchst)

2/5 31. Januar 2020 Eros Ramazotti ist kein Rassist, aber…
Mit Marian Bulang, Maja Adler, Ralph Hensel
(Wh. 7. Februar 2020 Mit Erik Dolata, Maja Adler, Christoph Schlemmer)

3/5 6. März 2020 Eros Ramazotti wird Influencer
Mit Marian Bulang, Petra Maria Wenzel, Jurij Schiemann,
(Wh. 20. März 2020 Mit Richard Koppermann, Maja Adler, Marian Bulang)

4/5 3. April 2020 Eros Ramazotti findet den Heiligen Gral
Mit Mirko Brankatschk, Fiona Piekarek-Jung, Thomas Ziesch
(Wh. 2. Mai 2020 Mit Petra Maria Wenzel, Torsten Schlosser, Thomas Ziesch)

5/5 22. Mai 2020 Eros Ramazotti füllt sein Sparschwein mit Bitcoins
Mit Jan Mickan, Fiona Piekarek-Jung, István Kobjela
(Wh. 29. Mai 2020 mit Anna Maria Brankatschk, Mirko Brankatschk, Jan Mickan)

Großes Staffelfinale am 7. Juni 2020: alle fünf Folgen an einem Abend

Jede Karte kostet 7,00 Euro.
Wer gleichzeitig Karten für mindestens 4 Vorstellungen kauft - bezahlt nur 5,00 Euro pro Karte.

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Burgtheater, großer Saal
Burgtheater, großer Saal

Dieter und der Wolf

Eine tragische Komödie aus dem ländlichen Raum von Holger Böhme

Dieter war Revierförster, aber dann wird er in den Vorruhestand versetzt und so hängt er rum und durch.
Sein Revier ist jetzt Wolfsrevier und in den Händen einer Försterin. Dieter kennt sie alle: die Tiere und die Dorfbewohner, die ihn "den Russen" nennen, weil seine Mutter... egal. Das ganze Dorf hasst die Wölfe. Dieter hat einen von ihm selbst konditionierten Wolf "Boris" genannt. Jetzt wartet er auf ihn. Er hat seine Entnahme, so heißt im Jägerlatein der Abschuss, vorbereitet und liegt mit entsichertem Gewehr auf der Lauer, geschützt im alten Haus seiner Mutter. Er wartet. Und das Dorf wartet mit. Anschließend soll der Abschuss gemeinsam bei Bier und Gegrilltem ordentlich gefeiert werden. Dieter ist in der Dorfgemeinschaft aber eigentlich genauso ein Außenseiter wie der Wolf, den er abschießen soll. Ob sich seine Hoffnung, durch diese Tat endlich dazu zu gehören letztendlich erfüllt? Dieter wartet und denkt nach. Über sein einsam gewordenes Leben, über seine Mutter, über das Dorf, wo es zwar eine mit EU-Geldern gebaute "Bustasche" gibt, aber keinen Bus, der hier noch hält. Und er denkt nach über Marianne, seine große Liebe, die er nicht bekommen hat. Aber nun, wo der Herbert tot ist, gibt es vielleicht noch eine Chance für ihn, den einsamen Dieter...

Der Autor, Regisseur und Intendant des Dresdner Theaterkahns, Holger Böhme verantwortete auf dem Kahn in Personalunion Text, Regie und Spielplanposition von „Dieter und der Wolf“, die Premiere fand im September 2018 mit Peter Flache als Dieter statt.
Nun widmen sich Erik Dolata (Regie) und Ralph Hensel (Dieter) der „tragischen Komödie aus dem ländlichen Raum“.
Seien Sie gespannt und machen Sie sich auf einen Abend mit Humor und Tiefgang gefasst.

Spielplanänderung! Aus Krankheitsgründen kann DIE EISBÄREN nicht gespielt werden.

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großes Haus, Hauptbühne
großes Haus, Hauptbühne

Eine Nacht in Venedig

Operette von Johann Strauß

Gerhart-Hauptmann-Theater Görlitz-Zittau GmbH

„Alle maskiert, alle maskiert, wo Spaß, wo Tollheit und Lust regiert.“ Einmal im Jahr feiern die Venezianer ausgelassen den Karneval - und einmal im Jahr besucht der Herzog von Urbino die Lagunenstadt, um das heitere Treiben zu genießen und auch manche zarte Bande zu knüpfen. Sein Leibbarbier entführt in seinem Auftrag die Gondel der jungen Gattin eines alten Senators. Die hatte jedoch zuvor mit einem Fischermädchen Platz und Kleider getauscht, um sich selbst in den Karneval zu stürzen. Nichtsahnend liefert der falsche Gondoliere seinem Herrn also die eigene Freundin aus.
Im Karneval scheinen alle gesellschaftlichen Konventionen außer Kraft gesetzt. Am Ende einer turbulenten Handlung mit vielen Verwechslungen finden zwei junge liebende Paare wieder glücklich zueinander. „Eine Nacht in Venedig“, eine der drei erfolgreichsten Operetten des Walzerkönigs Johann Strauß, ist mit ihrer heiteren wie romantischen, von venezianischem Lokalkolorit geprägten Geschichte und ihrer bezaubernden Musik mit Schlagern wie dem Gondellied und dem Lagunenwalzer eines der schönsten und stimmungsvollsten Werke der ‚Goldenen Wiener Operette‘.
Die Inszenierung von Steffen Piontek mit den farbenprächtigen Bühnenbildern und Kostümen von Mike Hahne beschwört nicht nur ein Ideal-Venedig, sondern nimmt in Dialog- und Kostümgestaltung zugleich Anregungen aus der italienischen Commedia-dell-arte auf, deren Zentrum Venedig war. Operetten-Herz, was willst du mehr?

Inszenierung: Steffen Piontek
Musikalische Leitung: Albert Seidl
Ausstattung: Mike Hahne
Choreographie: Winfried Schneider
Dramaturgie: Ivo Zöllner

In den Rollen: Solisten, Opernchor, Choraushilfen des Gerhart-Hauptmann-Theaters Görlitz-Zittau GmbH
Es spielt die Neue Lausitzer Philharmonie

zum letzten Mal!

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großes Haus, Hauptbühne
großes Haus, Hauptbühne

SUPER ABBA: A Tribute to ABBA

ABBA ist retro, ABBA ist kultig, ABBA ist super! ABBA verbindet Generationen – weltweit kennen die Menschen ihre Songs: In einem bis ins Detail musikalisch choreographiertem Live-Konzert bringt „SUPERABBA – A Tribute to ABBA“ die unvergessenen Songs von Agnetha, Anni-Frid, Björn und Benny auf die Bühne – ein Hochgenuss für Jung und Alt! Zusammen mit ihrem Mentor und Manager Stig Anderson entschlossen sich die begnadeten Musiker und Soundtüftler Benny Andersson und Björn Ulvaeus 1972 nach bereits beachtlichen Erfolgen in ihrem Heimatland Schweden ihre Ehefrauen, die ebenfalls erfolgreichen Sängerinnen Anni-Frid Lyngstad und Agnetha Fältskog, mit ins Boot zu holen und landeten mit „People need Love“ und „Ring, Ring“ auf Anhieb Super-Hits. Mehr als 40 Jahre ist es jetzt her, dass die Ausnahmekarriere von ABBA einen ganz besonderen Höhepunkt erlebte: Am 6. April 1974, gewannen die schwedischen Popkünstler mit „Waterloo“ den 19. „Grand Prix Eurovision de la Chanson“ in Brighton und legten so den Grundstein für eine bis heute nahezu unerreichte Weltkarriere. Zwar waren die vier Künstler auch bereits in den Vorjahren höchst erfolgreich. Doch ohne den Grand-Prix-Sieg von Brighton wäre ABBA wohl nicht zum Mythos geworden. Und ohne den Mythos ABBA könnten Sie sich heute nicht an „SUPER ABBA – A Tribute to ABBA“ erfreuen.

„SUPER ABBA – A Tribute to ABBA“ lässt jetzt den Glamour-Pop und die Ohrwürmer aus der Glitzerwelt, die unvergesslichen Superhits auf der Konzertbühne wieder aufleben. Wochenlang wurde im Tonstudio am unverwechselbaren ABBA-Klang gearbeitet und die Vorgaben des Originals im Sinne Ihrer Vorbilder für die Besetzung von „SUPERABBA – A Tribute to ABBA“ interpretiert. Mit Superhits wie „Waterloo“, „Money, Money, Money“, „Thank you for the music“, „Mamma Mia“, „SOS“, „Super Trouper”, „Dancing Queen“, „Chiquitita” oder „Fernando” lässt „Super ABBA – A Tribute toABBA“ die ABBA-Glitzerwelt auf Plateauschuhen wieder auferstehen. Keine Frage, auch 2020 gilt: ABBA ist retro, ABBA ist zeitlos, ABBA ist hochaktuell! „SUPER ABBA – A Tribute to ABBA“ ist nicht nur ein eindrucksvolles Revival, sondern auch ein wahrhaft „SUPER“ Konzerterlebnis.

Gastspiel

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großes Haus, Hauptbühne
großes Haus, Hauptbühne

Jetzt kommt die Süße – Eine Tribute-Show um Helga Hahnemann und Freunde

Eine Tribute Show um Helga Hahnemann und Freunde Erinnerungen sind eine schöne Sache, aber oftmals bleibt im Vordergrund das Lachen und die Träne ist längst vertrocknet. Unser musikalischer Rückblick stellt die Lieder und fröhlichen Momente einer unvergessenen Künstlerin in den Mittelpunkt, dabei werden Tanzszenen damaliger Revueprogramme in unsere Tage versetzt aber begeistern wie eh und je. Prachtvolle Kostüme und ausgewählte Tänzerinnen bezaubern mit Choreografien von damals und heute. Musikalische Reminiszenzen an ebenso beliebte Schlagerinterpreten aus damaliger Zeit runden das Kaleidoskop dieser Show in einem Spiegelbild unvergessener Interpreten ab. Millionen saßen vor den Fernsehapparaten, wenn die "Henne" mit ihrer Berliner Schnauze das Publikum in Stimmung brachte. Helga Hahnemann stand für Alltagshumor und Melodien, die Gassenhauer waren und von ihren Fans mitgesungen wurden. Und so ist es auch heute noch, wenn ihre Titel erklingen. Melodien wie "Dicke da", "Clärchens Ballhaus" oder "Wo ist mein Geld bloß geblieben" sind Evergreens. Unvergessen auch ihre Rollen als Ilse Gürtelschnalle, Traudel Schulze oder Erna Mischke. Helga Hahnemann moderierte nicht nur den "Kessel Buntes", sie sang, steppte, spielte, tanzte mit dem Fernsehballett auf Spitze und sprang auch mal in den Spagat. Sie war eine brillante Entertainerin! Geschichten und Lieder der einzigartigen Helga Hahnemann und manch anderem Ostdeutschen Schlagerinterpreten kehren auf die Bühne zurück. Neunzig unterhaltsame Minuten garantieren Kurzweil und beste Stimmung vom ersten bis zum letzten Titel.

Gastspiel

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großes Haus, Hauptbühne
großes Haus, Hauptbühne

Best of Queen

The show goes on – Eine Hommage an den legendären Freddie Mercury. Queen ist eine der größten Rockbands aller Zeiten. "We are the Champions" sang der einzigartige Freddie Mercury bereits in den 70ern - und Freddie, die Diva des Rock, hinterlässt eine enorme Beliebtheit bei Millionen von Fans. So wählten ihn die Leser der Zeitschrift „Classic Rock“ im Jahr 2009 zum besten Sänger aller Zeiten. Aber auch seine Qualitäten als Komponist waren außergewöhnlich, das belegen Welthits wie: „Bohemian Rhapsody“, "Crazy little Thing", „Don´t Stop me now“ u.v.m. Die Queen Revival Show - Best Of Queen live - versetzt Sie zurück in die großartige Atmosphäre eines Queen Konzertes. Erleben Sie Freddie und Queen vor Ihren Augen! Der Sänger und Performer Harry Rose gleicht Freddie nicht nur optisch mit seinen authentischen Outfits haargenau. Seine Stimme ähnelt der des großen Vorbilds in Klang, Umfang und Kraft in verblüffender Weise. Unterstützt durch die erstklassige Band, lässt die energiegeladene Performance mit Charme, Gefühl und Spielfreude den britischen Superstar wieder auferstehen und feiert ihn zugleich. Lassen Sie sich begeistern von einer aufwändigen Bühnenshow, dem einzigartigen Queen-Sound, live gespielt auf originalgetreuen Instrumenten und unterstützt von einer authentischen Lichtshow. Machen Sie eine Zeitreise in die 70er und 80er, der großen Ära von Queen und ihren unvergesslichen Hymnen. Erleben Sie emotionale Momente, lassen Sie sich "rocken" und feiern Sie mit dieser phantastischen Show den unvergleichlichen Freddie Mercury und seine Band.

Gastspiel

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großes Haus, Hauptbühne
großes Haus, Hauptbühne

Der Zauberer der Smaragdenstadt

nach Alexander Wolkow

für die Bühne bearbeitet von Stephan Beer und Georg Burger

ab 6 J.

Ein Sturm rast über Kansas. Er reißt das Häuschen, in dem sich Elli an ihrem Hund Totoschka festhält, in die Luft, trägt es weit weg ins Wunderland und lässt es dort im Blauen Land der Käuer auf die böse Hexe Gingema krachen. Die dankbaren Käuer wollen Elli zu ihrer Königin, doch die will keinen Dank, sondern nur schnell wieder zurück nach Hause. Aber wie? Ein gelber Backsteinweg führt durch das Wunderland bis zur Smaragdenstadt, in der der große Goodwin sehnlichste Wünsche erfüllen soll. Elli läuft los, mit den silbernen Schuhen der Hexe an den Füßen. Unterwegs trifft sie den netten Scheuch, der sich statt Stroh ein Gehirn im Kopf wünscht. Die beiden retten mit einer Portion Öl den verrosteten, eisernen Holzfäller, der ständig weinen muss, weil in seiner Brust kein Herz schlägt. Er will unbedingt von Goodwin eins haben. Und schließlich stolpern sie über den feigen Löwen, der sich Mut erhofft. Gemeinsam müssen die vier Freunde gegen Säbelzahntiger, Menschenfresser, fliegende Affen und böse Hexen kämpfen. Aber das größte Abenteuer beginnt erst, als sie endlich in der grünen Stadt vor Goodwin stehen und dieser nichts zu bieten hat als Theaterzauber.
Alexander Wolkows russischer Kinderbuchklassiker, frei nach Lyman Frank Baums „Zauberer von Oz“, begeisterte seit 1964 in Ostdeutschland Generationen von Kindern (und tut dies wohl bis heute). Wolkow schrieb noch einige sehr erfolgreiche Fortsetzungen der Geschichten um Elli und das Wunderland. Alle Bücher wurden von Leonid Wladimirski kongenial illustriert.
Stephan Beer und Georg Burger dramatisierten drei mit großem Erfolg für das Schauspiel Leipzig (Der Zauberer der Smaragdenstadt, Der schlaue Urfin und seine Holzsoldaten, Der gelbe Nebel).

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großes Haus, Hauptbühne
großes Haus, Hauptbühne

Magie der Travestie - Die Nacht der Illusionen

Mit dabei: die Stars vom RTL Supertalent Divine Carousel.

Putz' dich raus - geh aus! Magie der Travestie kommt ins große Haus des Bautzener Theaters.
Magie der Travestie - Die Nacht der Illusionen kommt in Ihre Stadt. Seien Sie dabei und genießen Sie eine fulminante Mischung aus Tanz, Gesang, Parodie und Erotik. Tauchen Sie ein in eine Welt voller Glitzer und Pailletten. Frech, witzig und doch charmant strapazieren unsere Stars Ihre Lachmuskeln. Extravagante Kostüme und funkelnder Schmuck sorgen für leuchtende Augen und offene Münder. Die unvergleichlichen Starimitationen lassen Sie aus dem Staunen nicht mehr herauskommen. Singen Sie mit zu Evergreens, mit denen Sie garantiert den einen oder anderen schönen Moment in Ihrem Leben verbinden. Denn eines ist sicher: Die Paradiesvögel in ihren hinreißenden Kleidern werden nichts unversucht lassen, um die Stimmung im Saal zum Brodeln zu bringen.
Auch wieder mit dabei ist das schrille Dreiergespann von „Divine Carousel“, welches bereits 2016 Jury, Publikum und Zuschauer der Castingshow „Das Supertalent“ und 2017 erstmals unsere Gäste begeisterte. Seien Sie Ihrem Lieblingsstar ganz nah und halten Sie diesen einzigartigen Abend in einem Erinnerungsfoto für die Ewigkeit fest. Denn unsere Künstler sind alles andere als publikumsscheu. Mal sehen, ob es Ihnen nach der Show noch gelingt, zwischen Mann und Frau unterscheiden zu können. Wir wünschen Ihnen - und vor allem den mutigen Männern - ganz viel Spaß und Vergnügen!

Gastspiel

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großes Haus, Hauptbühne
großes Haus, Hauptbühne

Dieter und der Wolf

Eine tragische Komödie aus dem ländlichen Raum von Holger Böhme

Dieter war Revierförster, aber dann wird er in den Vorruhestand versetzt und so hängt er rum und durch.
Sein Revier ist jetzt Wolfsrevier und in den Händen einer Försterin. Dieter kennt sie alle: die Tiere und die Dorfbewohner, die ihn "den Russen" nennen, weil seine Mutter... egal. Das ganze Dorf hasst die Wölfe. Dieter hat einen von ihm selbst konditionierten Wolf "Boris" genannt. Jetzt wartet er auf ihn. Er hat seine Entnahme, so heißt im Jägerlatein der Abschuss, vorbereitet und liegt mit entsichertem Gewehr auf der Lauer, geschützt im alten Haus seiner Mutter. Er wartet. Und das Dorf wartet mit. Anschließend soll der Abschuss gemeinsam bei Bier und Gegrilltem ordentlich gefeiert werden. Dieter ist in der Dorfgemeinschaft aber eigentlich genauso ein Außenseiter wie der Wolf, den er abschießen soll. Ob sich seine Hoffnung, durch diese Tat endlich dazu zu gehören letztendlich erfüllt? Dieter wartet und denkt nach. Über sein einsam gewordenes Leben, über seine Mutter, über das Dorf, wo es zwar eine mit EU-Geldern gebaute "Bustasche" gibt, aber keinen Bus, der hier noch hält. Und er denkt nach über Marianne, seine große Liebe, die er nicht bekommen hat. Aber nun, wo der Herbert tot ist, gibt es vielleicht noch eine Chance für ihn, den einsamen Dieter...

Der Autor, Regisseur und Intendant des Dresdner Theaterkahns, Holger Böhme verantwortete auf dem Kahn in Personalunion Text, Regie und Spielplanposition von „Dieter und der Wolf“, die Premiere fand im September 2018 mit Peter Flache als Dieter statt.
Nun widmen sich Erik Dolata (Regie) und Ralph Hensel (Dieter) der „tragischen Komödie aus dem ländlichen Raum“.
Seien Sie gespannt und machen Sie sich auf einen Abend mit Humor und Tiefgang gefasst.

Spielplanänderung! Aus Krankheitsgründen kann EXTRAWURST nicht gespielt werden.

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großes Haus, Hauptbühne
großes Haus, Hauptbühne

Nathan der Weise

von Gotthold Ephraim Lessing

Gotthold Ephraim Lessings dramatisches Gedicht „Nathan der Weise“ aus dem Jahr 1779 spielt Ende des 12. Jahrhunderts, zur Zeit der Kreuzzüge in Jerusalem. Der jüdische Kaufmann Nathan hat ein christliches Mädchen, anvertraut als seine Tochter Recha aufgezogen. Nur die Christin Daja, Rechas Amme und Kinderfrau, kennt das Geheimnis. Als Nathan von einer Geschäftsreise zurückkehrt, erfährt er, dass Recha um ein Haar beim Brand seines Hauses umgekommen wäre. Doch ein junger Tempelherr hat sie gerettet. Dieser wiederum wurde kurz vorher von Sultan Saladin als einziger Gefangener begnadigt. Saladin, der dringend Geld für die Staatskasse braucht, lässt Nathan zu sich holen und will ihn mit der Frage prüfen, welche der drei Religionen die beste sei... der so bedrängte Nathan erfindet die Ringparabel.
Judentum, Christentum und Islam – sie verbindet mehr, als sie trennt. Alle Religionen haben eine Existenzberechtigung, für Gott sind alle Menschen gleich. Eine Botschaft, die heute aktueller ist denn je. Leider ist die Frage um die richtige Religion wieder zu einer aggressiv geführten Diskussion geworden, und auch heute kann man sich in dieser Auseinandersetzung nicht genug auf Humanität und Menschlichkeit ohne Vorurteile besinnen.

Lessing, der 1729 in Kamenz geboren wurde, sagte über seine Herkunft „Ich bin ein Oberlausitzer von Geburt!“ – Es ist also höchste Zeit, das wohl erfolgreichste Stück unseres "Heimatdichters" wieder einmal auf die Bühne zu bringen. Die letzte Bautzener Nathan-Inszenierung erlebte 1991 in der Regie von Michael Grosse ihre Premiere. Neben Benno Schramm (Nathan), Michael Lorenz (Saladin) und Janina Brankatschk (Daja) spielte damals Lutz Hillmann den jungen Tempelherren.

Premiere

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großes Haus, Hauptbühne
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Nathan der Weise

von Gotthold Ephraim Lessing

Gotthold Ephraim Lessings dramatisches Gedicht „Nathan der Weise“ aus dem Jahr 1779 spielt Ende des 12. Jahrhunderts, zur Zeit der Kreuzzüge in Jerusalem. Der jüdische Kaufmann Nathan hat ein christliches Mädchen, anvertraut als seine Tochter Recha aufgezogen. Nur die Christin Daja, Rechas Amme und Kinderfrau, kennt das Geheimnis. Als Nathan von einer Geschäftsreise zurückkehrt, erfährt er, dass Recha um ein Haar beim Brand seines Hauses umgekommen wäre. Doch ein junger Tempelherr hat sie gerettet. Dieser wiederum wurde kurz vorher von Sultan Saladin als einziger Gefangener begnadigt. Saladin, der dringend Geld für die Staatskasse braucht, lässt Nathan zu sich holen und will ihn mit der Frage prüfen, welche der drei Religionen die beste sei... der so bedrängte Nathan erfindet die Ringparabel.
Judentum, Christentum und Islam – sie verbindet mehr, als sie trennt. Alle Religionen haben eine Existenzberechtigung, für Gott sind alle Menschen gleich. Eine Botschaft, die heute aktueller ist denn je. Leider ist die Frage um die richtige Religion wieder zu einer aggressiv geführten Diskussion geworden, und auch heute kann man sich in dieser Auseinandersetzung nicht genug auf Humanität und Menschlichkeit ohne Vorurteile besinnen.

Lessing, der 1729 in Kamenz geboren wurde, sagte über seine Herkunft „Ich bin ein Oberlausitzer von Geburt!“ – Es ist also höchste Zeit, das wohl erfolgreichste Stück unseres "Heimatdichters" wieder einmal auf die Bühne zu bringen. Die letzte Bautzener Nathan-Inszenierung erlebte 1991 in der Regie von Michael Grosse ihre Premiere. Neben Benno Schramm (Nathan), Michael Lorenz (Saladin) und Janina Brankatschk (Daja) spielte damals Lutz Hillmann den jungen Tempelherren.

mit kostenloser Kinderbetreuung ab 3 J.

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Burgtheater, großer Saal
Burgtheater, großer Saal

Die große Erzählung

von Bruno Stori

Die Odyssee in einer Stunde

Rico ist völlig aus dem Häuschen. Er hat eher zufällig eine unglaubliche Geschichte mitbekommen: da sind Leute wegen einer Frau in einen Krieg gezogen und dann hat dieser Krieg auch noch zehn Jahre gedauert. Jedenfalls haben die einen gewonnen und dann wollten sie wieder nach Hause. Aber einer hatte Schwierigkeiten auf der Heimfahrt, und deshalb brauchte er noch einmal zehn Jahre, bis er wieder zurück war. Unterwegs hat er die verrücktesten Abenteuer erlebt, mit einäugigen Riesen, verzauberten Schweinen und singenden Sirenen. Rico ist so aufgewühlt, dass er die Geschichte gleich wieder loswerden möchte. Und so fängt er mit Begeisterung an zu erzählen.
Durch den Kunstgriff, einen einfachen Jungen den antiken Mythos der Odyssee nacherzählen zu lassen, wird einer der größten Gesänge der Menschheit für junge Zuschauer nachvollziehbar und verständlich. Und ganz nebenbei schafft Bruno Stori mit dem bewegten und bewegendem Rico eine wunderbare Parabel über die Kraft der Dichtung – was auch für sogenannte Erwachsene das Zuschauen spannend macht.
Bruno Stori gehört in Italien zu den wichtigsten Vertretern des Kinder- und Jugendtheaters. Dabei ist er nicht nur Autor, sondern auch Regisseur und Schauspieler. Seinen Stücken merkt man an, dass sie nicht im Dichterstübchen, sondern auf der Probe entstanden sind – Lust am Spiel mit dem Schauspieler zeichnen sie aus. "Die große Erzählung" machte Bruno Stori seit ihrer deutschsprachigen Erstaufführung 1992 auch in Deutschland bekannt.
Der Bautzener Schauspieler Mirko Brankatschk spielte den Rico am Theater der Jungen Welt in Leipzig.
Die Kritik schrieb über seine Darstellung: "Man erlebt 1200 Verse leicht gekürzt und ein tolles Solo von Mirko Brankatschk, der alle Register seines Könnens zieht – stimmlich, tänzerisch, spielerisch."




Burgtheater, großer Saal
Burgtheater, großer Saal

Das Herz eines Boxers

von Lutz Hübner

Zwei Außenseiter, zwei Generationen, eine verrückte Freundschaft.
Jojo ist ein echt cooler Typ mit viel Pech: keine Lehrstelle, keine Freundin, keine Hoffnung. Und dann wird er auch noch auf richterlichen Beschluss hin ins Altersheim abkommandiert und soll dort Wände anstreichen. Er trifft auf Leo, der stumpfsinnig herum sitzt und "die Zähne nicht auseinander kriegt" und gerade dessen Zimmer muss er streichen. Als Jojo dem immer schweigsamen Leo beichtet, dass er den Diebstahl als Freundschaftsdienst auf sich genommen hat, damit sein Kumpel nicht ins Gefängnis muss, "erwacht" Leo und offenbart ihm seine Geschichte: Die des "Roten Leo", der einst große Erfolge als Boxer feierte. Er erzählt Jojo, dass er wegen eines Angriffs auf einen perfiden Pfleger auf die "Geschlossene" verlegt wurde.
Zuerst stehen sie sich noch wie im Ring gegenüber: Der eine Außenseiter in seiner Clique, der andere abgeschoben ins Altenheim. Doch schon bald findet Jojo in Leo einen Freund mit dem großen Herzen eines Boxers, der ihm hilft sein Leben auf die Reihe zu kriegen.
Beide kämpfen gemeinsam für die Verwirklichung ihrer Wünsche und Sehnsüchte und gestalten ihr Leben neu. Eine verrückte Freundschaft beginnt, die das Leben der beiden völlig verändert.
Lutz Hübner ist einer der meistgespielten Autoren auf deutschen Theaterbühnen. "Der Autor erzählt in lebendigen Dialogen von der Lust der beiden Figuren, einander ohne karitatives Motiv bei der Verwirklichung ihrer Träume zu helfen.", heisst es in der Begründung der Jury zur Verleihung des Deutschen Jugendtheaterpreises 1998.


Burgtheater, kleiner Saal
Burgtheater, kleiner Saal

Greta

von Daniel Ratthei

Sorbisches Schauspielstudio am DSVTh – Studiospielerei Nr.15

ins Obersorbische übersetzt von Lubina Hajduk-Veljković

Gerade erst wurde das „Unwort des Jahres 2019“ gefunden: Klimahysterie.
Und alle wissen warum und beziehen es mit einer Figur - denn sie war das Gesicht des Jahres 2019 - Greta Thunberg. Sie selbst ist wohl weniger hysterisch, hat aber so manchen hysterisch gemacht? Die 16jährige Schwedin trifft sich mit Politikern auf der ganzen Welt, mahnt und diskutiert über Klimaabkommen. Aber wie reagiert die Politik auf eine Generation, die ihr Versagen vorwirft? Gretas Absichten sind einfach und doch kompliziert. Sie fordert ein radikales Umdenken im Klimaschutz, Kinder und Jugendliche haben ein Recht auf eine Zukunft, auf saubere Luft, ein verträgliches Klima, einen enkeltauglichen Planeten usw. Das Komplizierte daran ist, dass niemand so einfach seine Komfortzone aufgeben will, sein Auto, den Luxus des Alltages...
Aus guter Absicht entstand Hass diesem Mädchen gegenüber, dir Rede ist sogar von Öko-Diktatur. Zunächst demonstrierte Greta allein in Stockholm, mittlerweile sind die „Fridays for future“ eine globale Erscheinung. Schüler demnostrieren während der Unterrichtszeit. Ab acht Uhr, klar, damit die Lehrer merken, dass man es ernst meint. Ist das Engagement der Schüler also formal als Schulschwänzen zu bewerten? Dürfen die das? Wer trägt die Verantwortung? Welche Auswirkung hat das auf den Unterricht und die Noten?

Das Stück des Cottbuser Autoren und Schauspielers Daniel Ratthei hatte im November 2019 seine Urauafführung in Celle. Er widmet sich darin diesem aktuellen Thema der Klimabewegung um Greta Thunberg. Im Mittelpunkt der Handlung steht Annegret, die von vielen Greta genannt wird. Sie geht nun auch zu den Freitagsdemonstrationen, diskutiert mit ihren Eltern und der Schule, setzt sich mit Wahrheit und Liebe auseinander. Für Annegret stellt sich die Frage: Was ist wichtiger, der Schulabschluss oder der Einsatz für den Planeten? Und sollte man sich überhaupt entscheiden müssen? Übrigens, wenn schon die Rede vom Unwort des Jahres ist, neutraler ist dann doch das Deutschschweizer Wort des Jahres 2019, nämlich: „Klimajugend“.


Theaterpädagogik: Julia Jankowsky und Katarzyna Kudzewicz

premjera / Premiere


in obersorbischer Sprache mit Simultanübersetzung ins Deutsche



Burgtheater, großer Saal
Burgtheater, großer Saal

Das Herz eines Boxers

von Lutz Hübner

Zwei Außenseiter, zwei Generationen, eine verrückte Freundschaft.
Jojo ist ein echt cooler Typ mit viel Pech: keine Lehrstelle, keine Freundin, keine Hoffnung. Und dann wird er auch noch auf richterlichen Beschluss hin ins Altersheim abkommandiert und soll dort Wände anstreichen. Er trifft auf Leo, der stumpfsinnig herum sitzt und "die Zähne nicht auseinander kriegt" und gerade dessen Zimmer muss er streichen. Als Jojo dem immer schweigsamen Leo beichtet, dass er den Diebstahl als Freundschaftsdienst auf sich genommen hat, damit sein Kumpel nicht ins Gefängnis muss, "erwacht" Leo und offenbart ihm seine Geschichte: Die des "Roten Leo", der einst große Erfolge als Boxer feierte. Er erzählt Jojo, dass er wegen eines Angriffs auf einen perfiden Pfleger auf die "Geschlossene" verlegt wurde.
Zuerst stehen sie sich noch wie im Ring gegenüber: Der eine Außenseiter in seiner Clique, der andere abgeschoben ins Altenheim. Doch schon bald findet Jojo in Leo einen Freund mit dem großen Herzen eines Boxers, der ihm hilft sein Leben auf die Reihe zu kriegen.
Beide kämpfen gemeinsam für die Verwirklichung ihrer Wünsche und Sehnsüchte und gestalten ihr Leben neu. Eine verrückte Freundschaft beginnt, die das Leben der beiden völlig verändert.
Lutz Hübner ist einer der meistgespielten Autoren auf deutschen Theaterbühnen. "Der Autor erzählt in lebendigen Dialogen von der Lust der beiden Figuren, einander ohne karitatives Motiv bei der Verwirklichung ihrer Träume zu helfen.", heisst es in der Begründung der Jury zur Verleihung des Deutschen Jugendtheaterpreises 1998.






Burgtheater, großer Saal
Burgtheater, großer Saal

Dieter und der Wolf

Eine tragische Komödie aus dem ländlichen Raum von Holger Böhme

Dieter war Revierförster, aber dann wird er in den Vorruhestand versetzt und so hängt er rum und durch.
Sein Revier ist jetzt Wolfsrevier und in den Händen einer Försterin. Dieter kennt sie alle: die Tiere und die Dorfbewohner, die ihn "den Russen" nennen, weil seine Mutter... egal. Das ganze Dorf hasst die Wölfe. Dieter hat einen von ihm selbst konditionierten Wolf "Boris" genannt. Jetzt wartet er auf ihn. Er hat seine Entnahme, so heißt im Jägerlatein der Abschuss, vorbereitet und liegt mit entsichertem Gewehr auf der Lauer, geschützt im alten Haus seiner Mutter. Er wartet. Und das Dorf wartet mit. Anschließend soll der Abschuss gemeinsam bei Bier und Gegrilltem ordentlich gefeiert werden. Dieter ist in der Dorfgemeinschaft aber eigentlich genauso ein Außenseiter wie der Wolf, den er abschießen soll. Ob sich seine Hoffnung, durch diese Tat endlich dazu zu gehören letztendlich erfüllt? Dieter wartet und denkt nach. Über sein einsam gewordenes Leben, über seine Mutter, über das Dorf, wo es zwar eine mit EU-Geldern gebaute "Bustasche" gibt, aber keinen Bus, der hier noch hält. Und er denkt nach über Marianne, seine große Liebe, die er nicht bekommen hat. Aber nun, wo der Herbert tot ist, gibt es vielleicht noch eine Chance für ihn, den einsamen Dieter...

Der Autor, Regisseur und Intendant des Dresdner Theaterkahns, Holger Böhme verantwortete auf dem Kahn in Personalunion Text, Regie und Spielplanposition von „Dieter und der Wolf“, die Premiere fand im September 2018 mit Peter Flache als Dieter statt.
Nun widmen sich Erik Dolata (Regie) und Ralph Hensel (Dieter) der „tragischen Komödie aus dem ländlichen Raum“.
Seien Sie gespannt und machen Sie sich auf einen Abend mit Humor und Tiefgang gefasst.

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Burgtheater, großer Saal
Burgtheater, großer Saal

Selfies einer Utopie

eine Theaterserie von Nicola Bremer in fünf Folgen

3/5 Eros Ramazzotti wird Influencer

mit Jurij Schiemann, Petra Maria Wenzel und Marian Bulang

Die Spielregeln dieser Theaterserie sind im Grunde ganz einfach. Nicola Bremer schreibt für jede Folge einen neuen Text, drei SchauspielerInnen sprechen diesen Text - den sie davor nicht einmal gelesen haben - und müssen dabei immer wieder spontan Regie-Anweisungen umsetzen, die auf in die Höhe gehaltenen Schildern stehen. Keine Folge baut auf der anderen auf, ein Einstieg ist jederzeit möglich.
Am Staatsschauspiel Dresden, wo „Selfies einer Utopie“ 2016 entstand, gewann die Serie schnell Kultstatus. Gerade aus Einschränkungen, wie zum Beispiel knappen zeitlichen Ressourcen, entwickelten Autor und Regisseur Nicola Bremer mit Bühnen- und Kostümbildner Jakob Ripp die Besonderheiten ihres Formats. „Selfies einer Utopie“ kratzt an den Krusten des Theaters - das ja bekanntlich die Welt bedeutet. Klingt revolutionär, ist aber vor allem lustig, denn Verbissenheit ist mega-out. Und so entwirft der junge Autor und Regisseur ein streng reglementiertes Anarcho-Entertainment, das die SchauspielerInnen von Rollen und Proben befreit und zugleich ordentlich knechtet.
Die schräge Comedy ist kein Selbstzweck: Ihre Botschaft kommt absurd verpackt daher in Gestalt des italienischen Pop-Stars Eros Ramazzotti. Um dessen fiktiven Auftritt in Bautzen kreisen die mit Anspielungen auf das aktuelle Weltgeschehen gespickten Texte, die dazu aufrufen, den Status Quo zu hinterfragen und den Ausbruch aus alten Denkmustern und Konventionen zu wagen. So verwandelt sich die Bühne in einen anarchischen Versuchsraum, in dem man sich ohne Konsequenzen der grenzlosen Fiktion einer idealen Welt der Zukunft hingeben kann.
2018 wurde Nicola Bremer für Selfies einer Utopie von "Theater Heute" als bester Nachwuchskünstler nominiert. Also vergessen Sie Netflix und kommen Sie ins Theater Bautzen!

jeweils 19.30 Uhr im Burgtheater:
1/5 10. Januar 2020 Eros Ramazotti verliert die Curling-WM
Mit Gabriele Rothmann, Lutz Hillmann, Stephan Siegfried
(Wh. 25.Januar 2020 mit Katja Reimann, Christoph Schlemmer, Alexander Höchst)

2/5 31. Januar 2020 Eros Ramazotti ist kein Rassist, aber…
Mit Marian Bulang, Maja Adler, Ralph Hensel
(Wh. 7. Februar 2020 Mit Erik Dolata, Maja Adler, Christoph Schlemmer)

3/5 6. März 2020 Eros Ramazotti wird Influencer
Mit Marian Bulang, Petra Maria Wenzel, Jurij Schiemann,
(Wh. 20. März 2020 Mit Richard Koppermann, Maja Adler, Marian Bulang)

4/5 3. April 2020 Eros Ramazotti findet den Heiligen Gral
Mit Mirko Brankatschk, Fiona Piekarek-Jung, Thomas Ziesch
(Wh. 2. Mai 2020 Mit Petra Maria Wenzel, Torsten Schlosser, Thomas Ziesch)

5/5 22. Mai 2020 Eros Ramazotti füllt sein Sparschwein mit Bitcoins
Mit Jan Mickan, Fiona Piekarek-Jung, István Kobjela
(Wh. 29. Mai 2020 mit Anna Maria Brankatschk, Mirko Brankatschk, Jan Mickan)

Großes Staffelfinale am 7. Juni 2020: alle fünf Folgen an einem Abend

Jede Karte kostet 7,00 Euro.
Wer gleichzeitig Karten für mindestens 4 Vorstellungen kauft - bezahlt nur 5,00 Euro pro Karte.

SELFIES EINER UTOPIE auf Instagram: @selfieseinerutopie

Premiere 3

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großes Haus, Hauptbühne
großes Haus, Hauptbühne

Extrawurst

Dramödie von Dietmar Jacobs und Moritz Netenjakob

Deutschsprachige Erstaufführung

Eigentlich ist es nur eine Formsache: Die Mitgliederversammlung eines Tennisclubs in der deutschen Provinz soll über die Anschaffung eines neuen Grills für die Vereinsfeiern abstimmen. Normalerweise kein Problem - gäbe es nicht den Vorschlag, auch einen eigenen Grill für das einzige kurdische Mitglied des Clubs zu finanzieren. Denn gläubige Muslime dürfen ihre Grillwürste bekanntlich nicht auf einen Rost mit Schweinefleisch legen. Eine gut gemeinte Idee, die aber immense Diskussionen auslöst und den Verein vor eine Zerreißprobe stellt. Wie viele Rechte muss eine Mehrheit einer Minderheit einräumen? Muss man Religionen tolerieren, auch wenn man sie ablehnt? Gibt es auch am Grill eine deutsche Leitkultur? Und sind eigentlich auch Vegetarier eine Glaubensgemeinschaft? Immer tiefer schraubt sich der kleine Konflikt um den Grill in die Beziehungen der Mitglieder. Ebenso respektlos wie komisch stoßen Atheisten und Gläubige, Deutsche und Türken, „Gutmenschen“ und Hardliner frontal aufeinander. Und allen wird klar: Es geht um mehr als eine Extrawurst. Es geht darum, wie wir zusammenleben. Zumal die Grenzen zwischen „rechts und links“, „tolerant und intolerant“, „religiös und ungläubig“ viel fließender sind als man denkt.
Die Zuschauer sind als Vereinsmitglieder direkter Teil des Geschehens und erleben mit, wie sich eine Gesellschaft komplett zerlegen kann. Und das in einer flotten, spannenden, pointenreichen und urkomischen Vereinsversammlung.

„Extrawurst“ ist eine neue Komödie der bekannten Comedy-Autoren Dietmar Jacobs und Moritz Netenjakob, die u. a. bereits für so bekannte Fernsehformate wie »Die Wochenshow«, »Ladykracher«, »Das Amt« oder »Stromberg« verantwortlich zeichneten.
Auch als eBook erschienen, www.textbuehne.eu!

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großes Haus, Hauptbühne
großes Haus, Hauptbühne

Nathan der Weise

von Gotthold Ephraim Lessing

Gotthold Ephraim Lessings dramatisches Gedicht „Nathan der Weise“ aus dem Jahr 1779 spielt Ende des 12. Jahrhunderts, zur Zeit der Kreuzzüge in Jerusalem. Der jüdische Kaufmann Nathan hat ein christliches Mädchen, anvertraut als seine Tochter Recha aufgezogen. Nur die Christin Daja, Rechas Amme und Kinderfrau, kennt das Geheimnis. Als Nathan von einer Geschäftsreise zurückkehrt, erfährt er, dass Recha um ein Haar beim Brand seines Hauses umgekommen wäre. Doch ein junger Tempelherr hat sie gerettet. Dieser wiederum wurde kurz vorher von Sultan Saladin als einziger Gefangener begnadigt. Saladin, der dringend Geld für die Staatskasse braucht, lässt Nathan zu sich holen und will ihn mit der Frage prüfen, welche der drei Religionen die beste sei... der so bedrängte Nathan erfindet die Ringparabel.
Judentum, Christentum und Islam – sie verbindet mehr, als sie trennt. Alle Religionen haben eine Existenzberechtigung, für Gott sind alle Menschen gleich. Eine Botschaft, die heute aktueller ist denn je. Leider ist die Frage um die richtige Religion wieder zu einer aggressiv geführten Diskussion geworden, und auch heute kann man sich in dieser Auseinandersetzung nicht genug auf Humanität und Menschlichkeit ohne Vorurteile besinnen.

Lessing, der 1729 in Kamenz geboren wurde, sagte über seine Herkunft „Ich bin ein Oberlausitzer von Geburt!“ – Es ist also höchste Zeit, das wohl erfolgreichste Stück unseres "Heimatdichters" wieder einmal auf die Bühne zu bringen. Die letzte Bautzener Nathan-Inszenierung erlebte 1991 in der Regie von Michael Grosse ihre Premiere. Neben Benno Schramm (Nathan), Michael Lorenz (Saladin) und Janina Brankatschk (Daja) spielte damals Lutz Hillmann den jungen Tempelherren.

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Burgtheater, großer Saal
Burgtheater, großer Saal

Das Herz eines Boxers

von Lutz Hübner

Zwei Außenseiter, zwei Generationen, eine verrückte Freundschaft.
Jojo ist ein echt cooler Typ mit viel Pech: keine Lehrstelle, keine Freundin, keine Hoffnung. Und dann wird er auch noch auf richterlichen Beschluss hin ins Altersheim abkommandiert und soll dort Wände anstreichen. Er trifft auf Leo, der stumpfsinnig herum sitzt und "die Zähne nicht auseinander kriegt" und gerade dessen Zimmer muss er streichen. Als Jojo dem immer schweigsamen Leo beichtet, dass er den Diebstahl als Freundschaftsdienst auf sich genommen hat, damit sein Kumpel nicht ins Gefängnis muss, "erwacht" Leo und offenbart ihm seine Geschichte: Die des "Roten Leo", der einst große Erfolge als Boxer feierte. Er erzählt Jojo, dass er wegen eines Angriffs auf einen perfiden Pfleger auf die "Geschlossene" verlegt wurde.
Zuerst stehen sie sich noch wie im Ring gegenüber: Der eine Außenseiter in seiner Clique, der andere abgeschoben ins Altenheim. Doch schon bald findet Jojo in Leo einen Freund mit dem großen Herzen eines Boxers, der ihm hilft sein Leben auf die Reihe zu kriegen.
Beide kämpfen gemeinsam für die Verwirklichung ihrer Wünsche und Sehnsüchte und gestalten ihr Leben neu. Eine verrückte Freundschaft beginnt, die das Leben der beiden völlig verändert.
Lutz Hübner ist einer der meistgespielten Autoren auf deutschen Theaterbühnen. "Der Autor erzählt in lebendigen Dialogen von der Lust der beiden Figuren, einander ohne karitatives Motiv bei der Verwirklichung ihrer Träume zu helfen.", heisst es in der Begründung der Jury zur Verleihung des Deutschen Jugendtheaterpreises 1998.



Bautzen sorb. Oberschule
Bautzen sorb. Oberschule

Greta

von Daniel Ratthei

Sorbisches Schauspielstudio am DSVTh – Studiospielerei Nr.15

ins Obersorbische übersetzt von Lubina Hajduk-Veljković

Gerade erst wurde das „Unwort des Jahres 2019“ gefunden: Klimahysterie.
Und alle wissen warum und beziehen es mit einer Figur - denn sie war das Gesicht des Jahres 2019 - Greta Thunberg. Sie selbst ist wohl weniger hysterisch, hat aber so manchen hysterisch gemacht? Die 16jährige Schwedin trifft sich mit Politikern auf der ganzen Welt, mahnt und diskutiert über Klimaabkommen. Aber wie reagiert die Politik auf eine Generation, die ihr Versagen vorwirft? Gretas Absichten sind einfach und doch kompliziert. Sie fordert ein radikales Umdenken im Klimaschutz, Kinder und Jugendliche haben ein Recht auf eine Zukunft, auf saubere Luft, ein verträgliches Klima, einen enkeltauglichen Planeten usw. Das Komplizierte daran ist, dass niemand so einfach seine Komfortzone aufgeben will, sein Auto, den Luxus des Alltages...
Aus guter Absicht entstand Hass diesem Mädchen gegenüber, dir Rede ist sogar von Öko-Diktatur. Zunächst demonstrierte Greta allein in Stockholm, mittlerweile sind die „Fridays for future“ eine globale Erscheinung. Schüler demnostrieren während der Unterrichtszeit. Ab acht Uhr, klar, damit die Lehrer merken, dass man es ernst meint. Ist das Engagement der Schüler also formal als Schulschwänzen zu bewerten? Dürfen die das? Wer trägt die Verantwortung? Welche Auswirkung hat das auf den Unterricht und die Noten?

Das Stück des Cottbuser Autoren und Schauspielers Daniel Ratthei hatte im November 2019 seine Urauafführung in Celle. Er widmet sich darin diesem aktuellen Thema der Klimabewegung um Greta Thunberg. Im Mittelpunkt der Handlung steht Annegret, die von vielen Greta genannt wird. Sie geht nun auch zu den Freitagsdemonstrationen, diskutiert mit ihren Eltern und der Schule, setzt sich mit Wahrheit und Liebe auseinander. Für Annegret stellt sich die Frage: Was ist wichtiger, der Schulabschluss oder der Einsatz für den Planeten? Und sollte man sich überhaupt entscheiden müssen? Übrigens, wenn schon die Rede vom Unwort des Jahres ist, neutraler ist dann doch das Deutschschweizer Wort des Jahres 2019, nämlich: „Klimajugend“.


Theaterpädagogik: Julia Jankowsky und Katarzyna Kudzewicz








großes Haus, Hauptbühne
großes Haus, Hauptbühne

Nathan der Weise

von Gotthold Ephraim Lessing

Gotthold Ephraim Lessings dramatisches Gedicht „Nathan der Weise“ aus dem Jahr 1779 spielt Ende des 12. Jahrhunderts, zur Zeit der Kreuzzüge in Jerusalem. Der jüdische Kaufmann Nathan hat ein christliches Mädchen, anvertraut als seine Tochter Recha aufgezogen. Nur die Christin Daja, Rechas Amme und Kinderfrau, kennt das Geheimnis. Als Nathan von einer Geschäftsreise zurückkehrt, erfährt er, dass Recha um ein Haar beim Brand seines Hauses umgekommen wäre. Doch ein junger Tempelherr hat sie gerettet. Dieser wiederum wurde kurz vorher von Sultan Saladin als einziger Gefangener begnadigt. Saladin, der dringend Geld für die Staatskasse braucht, lässt Nathan zu sich holen und will ihn mit der Frage prüfen, welche der drei Religionen die beste sei... der so bedrängte Nathan erfindet die Ringparabel.
Judentum, Christentum und Islam – sie verbindet mehr, als sie trennt. Alle Religionen haben eine Existenzberechtigung, für Gott sind alle Menschen gleich. Eine Botschaft, die heute aktueller ist denn je. Leider ist die Frage um die richtige Religion wieder zu einer aggressiv geführten Diskussion geworden, und auch heute kann man sich in dieser Auseinandersetzung nicht genug auf Humanität und Menschlichkeit ohne Vorurteile besinnen.

Lessing, der 1729 in Kamenz geboren wurde, sagte über seine Herkunft „Ich bin ein Oberlausitzer von Geburt!“ – Es ist also höchste Zeit, das wohl erfolgreichste Stück unseres "Heimatdichters" wieder einmal auf die Bühne zu bringen. Die letzte Bautzener Nathan-Inszenierung erlebte 1991 in der Regie von Michael Grosse ihre Premiere. Neben Benno Schramm (Nathan), Michael Lorenz (Saladin) und Janina Brankatschk (Daja) spielte damals Lutz Hillmann den jungen Tempelherren.

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großes Haus, Hauptbühne
großes Haus, Hauptbühne

Die Orestie

von Aischylos

Regiefassung von Mario Holetzeck, Deutsch von Peter Stein

Das am Bautzener Burgtheater platzierte Giebelfries des Bildhauers Ernst Rietschel zeigt dem Betrachter Figuren aus der Orestie des Aischylos, des großen Tragödiendichters der griechischen Antike. Dieser ließ mit der ORESTIE einen zeitlosen Konflikt von großem Format entstehen, eine Endzeitgeschichte mit heutiger Dimension. Ein furchtbarer Fluch lastet auf dem Haus der Atriden. Mord folgt auf Mord. Rache auf Rache. Agamemnon opferte seine Tochter Iphigenie, um günstigen Wind für seine Kriegsflotte nach Troja zu erbitten. Klytämnestra hat ihm das nie verziehen und tötet den siegreichen Heimkehrer. Daraufhin schwören die Kinder Elektra und Orest Rache; Orest tötet die Mutter und Vatermörderin und deren Geliebten und Mordgehilfen Aigisthos. Nun verfolgen die Erinyen Orest, den Muttermörder, und fordern wiederum seinen Tod. Doch ohne Erfolg. Die Spirale der Gewalt, der Fluch der Familie, das Prinzip der Blutrache wird durchbrochen, durch Apollons Einspruch, der Orest selbst zum Rächer von Agamemnons Tod auserkoren hat, und durch Athenes radikal neue Idee, die Bürger der Stadt zu Richtern über Orests Schicksal zu machen. Vernunft tritt an die Stelle der blinden Rache. Ein Gerichtsverfahren ersetzt die blutige Lösung. Dem Menschen fällt erstmals Verantwortung zu für sein Tun. Die Götter verlieren ihre Allmacht – nicht kampflos. Doch Athene gelingt es, die alten Kräfte mit der neuen Ordnung zu vereinen und bereitet damit den Weg für eine neue Zeit. Ob nun eine glückliche oder unglückliche, wird erst die Zukunft zeigen...

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großes Haus, Hauptbühne
großes Haus, Hauptbühne

Der Traumzauberbaum - Das Geburtstagsfest

mit dem REINHARD LAKOMY-Ensemble

Ein Familienmusical von MONIKA EHRHARDT und REINHARD LAKOMY

Der Traumzauberbaum hat Geburtstag und seine beiden Waldgeister Moosmutzel und Waldwuffel wollen ihm ein buntes Jubilierungsfest schenken. Damit an seinem Ehrentag auch ja die Sonne ungetrübt vom Himmel strahlt, reißen sie während der Vorbereitungen heimlich die blauen Regentraumblätter von seinen Ästen ab und werfen sie in das nahe Bächlein. Der Wolkengeist Zausel ist darüber tief gekränkt und sammelt alle seine Wolken ein, auch Waldwuffels treuen Begleiter, das Wolkenschlafschaf Miepchen Himmelblau, holt er fort. Kurz darauf ist das Bächlein weggelaufen. Damit es zurückkommt, muss es regnen. Der Traumzauberbaum droht zu verwelken, wenn Zausel die Wolken nicht wiederbringt. Wird es Moosmutzel und Waldwuffel gemeinsam mit den Kindern im Publikum gelingen, den entzürnten Wolkengeist zu versöhnen und diese Katastrophenkatastrophe rechtzeitig zu verhindern, um am Ende doch noch ein wunderbar aufregendes Geburtstagsfest mit Kinderglücksraketen steigen zu lassen?
Genau 40 Jahre sind vergangen, seit der Geschichtenlieder-Klassiker „Der Traumzauberbaum“ im Jahr 1980 der Fantasie von Monika Ehrhardt und Reinhard Lakomy entwachsen ist und generationsübergreifend feste Wurzeln in den Köpfen und Herzen unzähliger Menschen geschlagen hat. Gründe zum Feiern gibt es - über die stolze Zahl an Jahresringen hinaus - reichlich: Die 14 künstlerisch hochwertigen Hörspiel-Produktionen aus der „Traumzauberbaum“-Reihe beispielsweise, die selbst nach Jahrzehnten weder aus der Mode gekommen noch vom Markt verschwunden sind. Die 5 Millionen verkauften Tonträger, die aus diesen Longsellern zum Teil mit Platin ausgezeichnete Bestseller machten. Und nicht zuletzt die inzwischen über eine Million Zuschauer, die sich in den verschiedenen Mitmach-Inszenierungen von den Geschichten aus dem Traumzauberwald mit seinen wunderlich-poetischen Bewohnern von Agga Knack bis Zausel zum Singen und Tanzen mitreißen lassen haben.

Gastspiel

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großes Haus, Hauptbühne
großes Haus, Hauptbühne

Nathan der Weise

von Gotthold Ephraim Lessing

Gotthold Ephraim Lessings dramatisches Gedicht „Nathan der Weise“ aus dem Jahr 1779 spielt Ende des 12. Jahrhunderts, zur Zeit der Kreuzzüge in Jerusalem. Der jüdische Kaufmann Nathan hat ein christliches Mädchen, anvertraut als seine Tochter Recha aufgezogen. Nur die Christin Daja, Rechas Amme und Kinderfrau, kennt das Geheimnis. Als Nathan von einer Geschäftsreise zurückkehrt, erfährt er, dass Recha um ein Haar beim Brand seines Hauses umgekommen wäre. Doch ein junger Tempelherr hat sie gerettet. Dieser wiederum wurde kurz vorher von Sultan Saladin als einziger Gefangener begnadigt. Saladin, der dringend Geld für die Staatskasse braucht, lässt Nathan zu sich holen und will ihn mit der Frage prüfen, welche der drei Religionen die beste sei... der so bedrängte Nathan erfindet die Ringparabel.
Judentum, Christentum und Islam – sie verbindet mehr, als sie trennt. Alle Religionen haben eine Existenzberechtigung, für Gott sind alle Menschen gleich. Eine Botschaft, die heute aktueller ist denn je. Leider ist die Frage um die richtige Religion wieder zu einer aggressiv geführten Diskussion geworden, und auch heute kann man sich in dieser Auseinandersetzung nicht genug auf Humanität und Menschlichkeit ohne Vorurteile besinnen.

Lessing, der 1729 in Kamenz geboren wurde, sagte über seine Herkunft „Ich bin ein Oberlausitzer von Geburt!“ – Es ist also höchste Zeit, das wohl erfolgreichste Stück unseres "Heimatdichters" wieder einmal auf die Bühne zu bringen. Die letzte Bautzener Nathan-Inszenierung erlebte 1991 in der Regie von Michael Grosse ihre Premiere. Neben Benno Schramm (Nathan), Michael Lorenz (Saladin) und Janina Brankatschk (Daja) spielte damals Lutz Hillmann den jungen Tempelherren.










Burgtheater, großer Saal
Burgtheater, großer Saal

Selfies einer Utopie

eine Theaterserie von Nicola Bremer in fünf Folgen

3/5 Eros Ramazzotti wird Influencer

mit Richard Koppermann, Maja Adler und Marian Bulang

Die Spielregeln dieser Theaterserie sind im Grunde ganz einfach. Nicola Bremer schreibt für jede Folge einen neuen Text, drei SchauspielerInnen sprechen diesen Text - den sie davor nicht einmal gelesen haben - und müssen dabei immer wieder spontan Regie-Anweisungen umsetzen, die auf in die Höhe gehaltenen Schildern stehen. Keine Folge baut auf der anderen auf, ein Einstieg ist jederzeit möglich.
Am Staatsschauspiel Dresden, wo „Selfies einer Utopie“ 2016 entstand, gewann die Serie schnell Kultstatus. Gerade aus Einschränkungen, wie zum Beispiel knappen zeitlichen Ressourcen, entwickelten Autor und Regisseur Nicola Bremer mit Bühnen- und Kostümbildner Jakob Ripp die Besonderheiten ihres Formats. „Selfies einer Utopie“ kratzt an den Krusten des Theaters - das ja bekanntlich die Welt bedeutet. Klingt revolutionär, ist aber vor allem lustig, denn Verbissenheit ist mega-out. Und so entwirft der junge Autor und Regisseur ein streng reglementiertes Anarcho-Entertainment, das die SchauspielerInnen von Rollen und Proben befreit und zugleich ordentlich knechtet.
Die schräge Comedy ist kein Selbstzweck: Ihre Botschaft kommt absurd verpackt daher in Gestalt des italienischen Pop-Stars Eros Ramazzotti. Um dessen fiktiven Auftritt in Bautzen kreisen die mit Anspielungen auf das aktuelle Weltgeschehen gespickten Texte, die dazu aufrufen, den Status Quo zu hinterfragen und den Ausbruch aus alten Denkmustern und Konventionen zu wagen. So verwandelt sich die Bühne in einen anarchischen Versuchsraum, in dem man sich ohne Konsequenzen der grenzlosen Fiktion einer idealen Welt der Zukunft hingeben kann.
2018 wurde Nicola Bremer für Selfies einer Utopie von "Theater Heute" als bester Nachwuchskünstler nominiert. Also vergessen Sie Netflix und kommen Sie ins Theater Bautzen!

jeweils 19.30 Uhr im Burgtheater:
1/5 10. Januar 2020 Eros Ramazotti verliert die Curling-WM
Mit Gabriele Rothmann, Lutz Hillmann, Stephan Siegfried
(Wh. 25.Januar 2020 mit Katja Reimann, Christoph Schlemmer, Alexander Höchst)

2/5 31. Januar 2020 Eros Ramazotti ist kein Rassist, aber…
Mit Marian Bulang, Maja Adler, Ralph Hensel
(Wh. 7. Februar 2020 Mit Erik Dolata, Maja Adler, Christoph Schlemmer)

3/5 6. März 2020 Eros Ramazotti wird Influencer
Mit Marian Bulang, Petra Maria Wenzel, Jurij Schiemann,
(Wh. 20. März 2020 Mit Richard Koppermann, Maja Adler, Marian Bulang)

4/5 3. April 2020 Eros Ramazotti findet den Heiligen Gral
Mit Mirko Brankatschk, Fiona Piekarek-Jung, Thomas Ziesch
(Wh. 2. Mai 2020 Mit Petra Maria Wenzel, Torsten Schlosser, Thomas Ziesch)

5/5 22. Mai 2020 Eros Ramazotti füllt sein Sparschwein mit Bitcoins
Mit Jan Mickan, Fiona Piekarek-Jung, István Kobjela
(Wh. 29. Mai 2020 mit Anna Maria Brankatschk, Mirko Brankatschk, Jan Mickan)

Großes Staffelfinale am 7. Juni 2020: alle fünf Folgen an einem Abend

Jede Karte kostet 7,00 Euro.
Wer gleichzeitig Karten für mindestens 4 Vorstellungen kauft - bezahlt nur 5,00 Euro pro Karte.

SELFIES EINER UTOPIE auf Instagram: @selfieseinerutopie

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großes Haus, Hauptbühne
großes Haus, Hauptbühne

Der Zauberer der Smaragdenstadt

nach Alexander Wolkow

für die Bühne bearbeitet von Stephan Beer und Georg Burger

ab 6 J.

Ein Sturm rast über Kansas. Er reißt das Häuschen, in dem sich Elli an ihrem Hund Totoschka festhält, in die Luft, trägt es weit weg ins Wunderland und lässt es dort im Blauen Land der Käuer auf die böse Hexe Gingema krachen. Die dankbaren Käuer wollen Elli zu ihrer Königin, doch die will keinen Dank, sondern nur schnell wieder zurück nach Hause. Aber wie? Ein gelber Backsteinweg führt durch das Wunderland bis zur Smaragdenstadt, in der der große Goodwin sehnlichste Wünsche erfüllen soll. Elli läuft los, mit den silbernen Schuhen der Hexe an den Füßen. Unterwegs trifft sie den netten Scheuch, der sich statt Stroh ein Gehirn im Kopf wünscht. Die beiden retten mit einer Portion Öl den verrosteten, eisernen Holzfäller, der ständig weinen muss, weil in seiner Brust kein Herz schlägt. Er will unbedingt von Goodwin eins haben. Und schließlich stolpern sie über den feigen Löwen, der sich Mut erhofft. Gemeinsam müssen die vier Freunde gegen Säbelzahntiger, Menschenfresser, fliegende Affen und böse Hexen kämpfen. Aber das größte Abenteuer beginnt erst, als sie endlich in der grünen Stadt vor Goodwin stehen und dieser nichts zu bieten hat als Theaterzauber.
Alexander Wolkows russischer Kinderbuchklassiker, frei nach Lyman Frank Baums „Zauberer von Oz“, begeisterte seit 1964 in Ostdeutschland Generationen von Kindern (und tut dies wohl bis heute). Wolkow schrieb noch einige sehr erfolgreiche Fortsetzungen der Geschichten um Elli und das Wunderland. Alle Bücher wurden von Leonid Wladimirski kongenial illustriert.
Stephan Beer und Georg Burger dramatisierten drei mit großem Erfolg für das Schauspiel Leipzig (Der Zauberer der Smaragdenstadt, Der schlaue Urfin und seine Holzsoldaten, Der gelbe Nebel).

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großes Haus, Hauptbühne
großes Haus, Hauptbühne

Extrawurst

Dramödie von Dietmar Jacobs und Moritz Netenjakob

Deutschsprachige Erstaufführung

Eigentlich ist es nur eine Formsache: Die Mitgliederversammlung eines Tennisclubs in der deutschen Provinz soll über die Anschaffung eines neuen Grills für die Vereinsfeiern abstimmen. Normalerweise kein Problem - gäbe es nicht den Vorschlag, auch einen eigenen Grill für das einzige kurdische Mitglied des Clubs zu finanzieren. Denn gläubige Muslime dürfen ihre Grillwürste bekanntlich nicht auf einen Rost mit Schweinefleisch legen. Eine gut gemeinte Idee, die aber immense Diskussionen auslöst und den Verein vor eine Zerreißprobe stellt. Wie viele Rechte muss eine Mehrheit einer Minderheit einräumen? Muss man Religionen tolerieren, auch wenn man sie ablehnt? Gibt es auch am Grill eine deutsche Leitkultur? Und sind eigentlich auch Vegetarier eine Glaubensgemeinschaft? Immer tiefer schraubt sich der kleine Konflikt um den Grill in die Beziehungen der Mitglieder. Ebenso respektlos wie komisch stoßen Atheisten und Gläubige, Deutsche und Türken, „Gutmenschen“ und Hardliner frontal aufeinander. Und allen wird klar: Es geht um mehr als eine Extrawurst. Es geht darum, wie wir zusammenleben. Zumal die Grenzen zwischen „rechts und links“, „tolerant und intolerant“, „religiös und ungläubig“ viel fließender sind als man denkt.
Die Zuschauer sind als Vereinsmitglieder direkter Teil des Geschehens und erleben mit, wie sich eine Gesellschaft komplett zerlegen kann. Und das in einer flotten, spannenden, pointenreichen und urkomischen Vereinsversammlung.

„Extrawurst“ ist eine neue Komödie der bekannten Comedy-Autoren Dietmar Jacobs und Moritz Netenjakob, die u. a. bereits für so bekannte Fernsehformate wie »Die Wochenshow«, »Ladykracher«, »Das Amt« oder »Stromberg« verantwortlich zeichneten.
Auch als eBook erschienen, www.textbuehne.eu!

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Burgtheater, kleiner Saal
Burgtheater, kleiner Saal

Konzert mit Trio Farfarello

Wir feiern 40 Jahre

Das ist Trio farfarello: Mani Neumann (Geige, Piano und Blockflöte) und Ulli Brand (Gitarren) sind die Gründungsmitglieder der Band Trio farfarello, die seit 40 Jahren auf der Bühne steht und europaweit bekannt wurde. Getroffen haben sich die beiden im Dezember 1979 in ihrer Heimatstadt Hilden/Rheinland. Seit 28 Jahren prägt Urs Fuchs am Bass maßgeblich den Sound von Trio farfarello mit !
In ihrer Musik - archaisch, rau und romantisch ohne Klischees – verbindet Trio farfarello osteuropäische Folklore mit zeitgenössischen Einflüssen aus traditioneller Musik, Rock und Klassik. Seit 1982 hat Trio farfarello 20 Alben und 4 DVDs veröffentlicht und rund 5.000 Konzerte in der ganzen Welt gegeben.
Mani Neumann und Ulli Brand brachten in verschiedenen Formationen (solo zu 2´t, Trio, Quartett, bis hin zur Arbeit mit Sinfonieorchester) große Namen, wie die Schlagzeuger Mike Barsimanto (Jean Luc Ponty) und Herb Quick, die Percussionisten Nippy Noya, José Cortijo und Martin Verdonk, die Sängerin Anne Haigis und Sänger Chris Thompson (Manfred Mann’s Earth Band), die polnischen Tastenvirtuosen Marcin Wyrostek (Sieger der NAMM – show) und Marcin Masecki und die Lausitzer Philharmonie auf die Bühne. Trio farfarello trat unzählige Male in Fernsehshows auf und ist gern gesehener Gast auf internationalen Festivals in ganz Europa.
Und jetzt gibt es sie schon 40 Jahre…… Das muss gefeiert werden – 40 Jahre handgemachte Musik !

Gastspiel

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Burgtheater, großer Saal
Burgtheater, großer Saal

Die große Erzählung

von Bruno Stori

Die Odyssee in einer Stunde

Rico ist völlig aus dem Häuschen. Er hat eher zufällig eine unglaubliche Geschichte mitbekommen: da sind Leute wegen einer Frau in einen Krieg gezogen und dann hat dieser Krieg auch noch zehn Jahre gedauert. Jedenfalls haben die einen gewonnen und dann wollten sie wieder nach Hause. Aber einer hatte Schwierigkeiten auf der Heimfahrt, und deshalb brauchte er noch einmal zehn Jahre, bis er wieder zurück war. Unterwegs hat er die verrücktesten Abenteuer erlebt, mit einäugigen Riesen, verzauberten Schweinen und singenden Sirenen. Rico ist so aufgewühlt, dass er die Geschichte gleich wieder loswerden möchte. Und so fängt er mit Begeisterung an zu erzählen.
Durch den Kunstgriff, einen einfachen Jungen den antiken Mythos der Odyssee nacherzählen zu lassen, wird einer der größten Gesänge der Menschheit für junge Zuschauer nachvollziehbar und verständlich. Und ganz nebenbei schafft Bruno Stori mit dem bewegten und bewegendem Rico eine wunderbare Parabel über die Kraft der Dichtung – was auch für sogenannte Erwachsene das Zuschauen spannend macht.
Bruno Stori gehört in Italien zu den wichtigsten Vertretern des Kinder- und Jugendtheaters. Dabei ist er nicht nur Autor, sondern auch Regisseur und Schauspieler. Seinen Stücken merkt man an, dass sie nicht im Dichterstübchen, sondern auf der Probe entstanden sind – Lust am Spiel mit dem Schauspieler zeichnen sie aus. "Die große Erzählung" machte Bruno Stori seit ihrer deutschsprachigen Erstaufführung 1992 auch in Deutschland bekannt.
Der Bautzener Schauspieler Mirko Brankatschk spielte den Rico am Theater der Jungen Welt in Leipzig.
Die Kritik schrieb über seine Darstellung: "Man erlebt 1200 Verse leicht gekürzt und ein tolles Solo von Mirko Brankatschk, der alle Register seines Könnens zieht – stimmlich, tänzerisch, spielerisch."






großes Haus, Hauptbühne
großes Haus, Hauptbühne

Die Orestie

von Aischylos

Regiefassung von Mario Holetzeck, Deutsch von Peter Stein

Das am Bautzener Burgtheater platzierte Giebelfries des Bildhauers Ernst Rietschel zeigt dem Betrachter Figuren aus der Orestie des Aischylos, des großen Tragödiendichters der griechischen Antike. Dieser ließ mit der ORESTIE einen zeitlosen Konflikt von großem Format entstehen, eine Endzeitgeschichte mit heutiger Dimension. Ein furchtbarer Fluch lastet auf dem Haus der Atriden. Mord folgt auf Mord. Rache auf Rache. Agamemnon opferte seine Tochter Iphigenie, um günstigen Wind für seine Kriegsflotte nach Troja zu erbitten. Klytämnestra hat ihm das nie verziehen und tötet den siegreichen Heimkehrer. Daraufhin schwören die Kinder Elektra und Orest Rache; Orest tötet die Mutter und Vatermörderin und deren Geliebten und Mordgehilfen Aigisthos. Nun verfolgen die Erinyen Orest, den Muttermörder, und fordern wiederum seinen Tod. Doch ohne Erfolg. Die Spirale der Gewalt, der Fluch der Familie, das Prinzip der Blutrache wird durchbrochen, durch Apollons Einspruch, der Orest selbst zum Rächer von Agamemnons Tod auserkoren hat, und durch Athenes radikal neue Idee, die Bürger der Stadt zu Richtern über Orests Schicksal zu machen. Vernunft tritt an die Stelle der blinden Rache. Ein Gerichtsverfahren ersetzt die blutige Lösung. Dem Menschen fällt erstmals Verantwortung zu für sein Tun. Die Götter verlieren ihre Allmacht – nicht kampflos. Doch Athene gelingt es, die alten Kräfte mit der neuen Ordnung zu vereinen und bereitet damit den Weg für eine neue Zeit. Ob nun eine glückliche oder unglückliche, wird erst die Zukunft zeigen...

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großes Haus, Hauptbühne
großes Haus, Hauptbühne

Tosca

Oper von Giacomo Puccini

Text von Giuseppe Giacosa und Luigi Illica

Gerhart-Hauptmann-Theater Görlitz-Zittau GmbH

Rom im Juni 1800. Die römische Republik wurde niedergeschlagen. Rom ist nun ein autoritärer Polizeistaat unter der Führung des Barons Scarpia. Politisch Andersdenkende haben nichts mehr zu lachen und werden verfolgt. Der Maler Mario Cavaradossi, Geliebter der berühmten Opernsängerin Floria Tosca, ist ein Gegner von Scarpias Regime. Weil er Cesare Angelotti, dem ehemaligen Konsul der römischen Republik, auf der Flucht hilft, wird er verhaftet, verhört und gefoltert. Scarpia hat dabei auch persönliche Motive, denn er begehrt Tosca selbst. Aufgrund seiner Intrige in der Kirche Sant‘Andrea della Valle führt die eifersüchtige Diva die Verfolger ahnungslos auf die richtige Spur. In seinem Palast lässt Scarpia den Maler foltern und presst Tosca so das Geheimnis von Angelottis Aufenthaltsort ab. Als Cavaradossi zum Tode verurteilt wird und am nächsten Morgen auf der Engelsburg hingerichtet werden soll, stellt Scarpia die verzweifelte Tosca vor die furchtbare Wahl, sich ihm entweder hinzugeben oder aber andernfalls am Tod des Geliebten mitschuldig zu sein.
Kann Scarpia über Tosca triumphieren oder sie über ihn?

Ein spannender Opernkrimi, ein Thriller und dank Puccinis leidenschaftlicher Musik eine der berühmtesten Opern überhaupt. Neben den beiden Cavaradossi-Arien hat sie vor allem einen Höhepunkt: Toscas Arie „Vissi d’arte, vissi d’amore“ („Ich lebte nur der Kunst und der Liebe“). Aber auch das Te Deum am Ende des 1. Aktes ist höchst eindrucksvoll.

In den Rollen: Das Ensemble des Gerhart-Hauptmann-Theaters Görlitz-Zittau GmbH

Premiere

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großes Haus, Hauptbühne
großes Haus, Hauptbühne

Nathan der Weise

von Gotthold Ephraim Lessing

Gotthold Ephraim Lessings dramatisches Gedicht „Nathan der Weise“ aus dem Jahr 1779 spielt Ende des 12. Jahrhunderts, zur Zeit der Kreuzzüge in Jerusalem. Der jüdische Kaufmann Nathan hat ein christliches Mädchen, anvertraut als seine Tochter Recha aufgezogen. Nur die Christin Daja, Rechas Amme und Kinderfrau, kennt das Geheimnis. Als Nathan von einer Geschäftsreise zurückkehrt, erfährt er, dass Recha um ein Haar beim Brand seines Hauses umgekommen wäre. Doch ein junger Tempelherr hat sie gerettet. Dieser wiederum wurde kurz vorher von Sultan Saladin als einziger Gefangener begnadigt. Saladin, der dringend Geld für die Staatskasse braucht, lässt Nathan zu sich holen und will ihn mit der Frage prüfen, welche der drei Religionen die beste sei... der so bedrängte Nathan erfindet die Ringparabel.
Judentum, Christentum und Islam – sie verbindet mehr, als sie trennt. Alle Religionen haben eine Existenzberechtigung, für Gott sind alle Menschen gleich. Eine Botschaft, die heute aktueller ist denn je. Leider ist die Frage um die richtige Religion wieder zu einer aggressiv geführten Diskussion geworden, und auch heute kann man sich in dieser Auseinandersetzung nicht genug auf Humanität und Menschlichkeit ohne Vorurteile besinnen.

Lessing, der 1729 in Kamenz geboren wurde, sagte über seine Herkunft „Ich bin ein Oberlausitzer von Geburt!“ – Es ist also höchste Zeit, das wohl erfolgreichste Stück unseres "Heimatdichters" wieder einmal auf die Bühne zu bringen. Die letzte Bautzener Nathan-Inszenierung erlebte 1991 in der Regie von Michael Grosse ihre Premiere. Neben Benno Schramm (Nathan), Michael Lorenz (Saladin) und Janina Brankatschk (Daja) spielte damals Lutz Hillmann den jungen Tempelherren.

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großes Haus, Hauptbühne
großes Haus, Hauptbühne

Nathan der Weise

von Gotthold Ephraim Lessing

Gotthold Ephraim Lessings dramatisches Gedicht „Nathan der Weise“ aus dem Jahr 1779 spielt Ende des 12. Jahrhunderts, zur Zeit der Kreuzzüge in Jerusalem. Der jüdische Kaufmann Nathan hat ein christliches Mädchen, anvertraut als seine Tochter Recha aufgezogen. Nur die Christin Daja, Rechas Amme und Kinderfrau, kennt das Geheimnis. Als Nathan von einer Geschäftsreise zurückkehrt, erfährt er, dass Recha um ein Haar beim Brand seines Hauses umgekommen wäre. Doch ein junger Tempelherr hat sie gerettet. Dieser wiederum wurde kurz vorher von Sultan Saladin als einziger Gefangener begnadigt. Saladin, der dringend Geld für die Staatskasse braucht, lässt Nathan zu sich holen und will ihn mit der Frage prüfen, welche der drei Religionen die beste sei... der so bedrängte Nathan erfindet die Ringparabel.
Judentum, Christentum und Islam – sie verbindet mehr, als sie trennt. Alle Religionen haben eine Existenzberechtigung, für Gott sind alle Menschen gleich. Eine Botschaft, die heute aktueller ist denn je. Leider ist die Frage um die richtige Religion wieder zu einer aggressiv geführten Diskussion geworden, und auch heute kann man sich in dieser Auseinandersetzung nicht genug auf Humanität und Menschlichkeit ohne Vorurteile besinnen.

Lessing, der 1729 in Kamenz geboren wurde, sagte über seine Herkunft „Ich bin ein Oberlausitzer von Geburt!“ – Es ist also höchste Zeit, das wohl erfolgreichste Stück unseres "Heimatdichters" wieder einmal auf die Bühne zu bringen. Die letzte Bautzener Nathan-Inszenierung erlebte 1991 in der Regie von Michael Grosse ihre Premiere. Neben Benno Schramm (Nathan), Michael Lorenz (Saladin) und Janina Brankatschk (Daja) spielte damals Lutz Hillmann den jungen Tempelherren.

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Burgtheater, großer Saal
Burgtheater, großer Saal

Selfies einer Utopie

eine Theaterserie von Nicola Bremer in fünf Folgen

4/5 Eros Ramazzotti findet den Heiligen Gral

mit Mirko Brankatschk, Fiona Piekarek-Jung, Thomas Ziesch

Die Spielregeln dieser Theaterserie sind im Grunde ganz einfach. Nicola Bremer schreibt für jede Folge einen neuen Text, drei SchauspielerInnen sprechen diesen Text - den sie davor nicht einmal gelesen haben - und müssen dabei immer wieder spontan Regie-Anweisungen umsetzen, die auf in die Höhe gehaltenen Schildern stehen. Keine Folge baut auf der anderen auf, ein Einstieg ist jederzeit möglich.
Am Staatsschauspiel Dresden, wo „Selfies einer Utopie“ 2016 entstand, gewann die Serie schnell Kultstatus. Gerade aus Einschränkungen, wie zum Beispiel knappen zeitlichen Ressourcen, entwickelten Autor und Regisseur Nicola Bremer mit Bühnen- und Kostümbildner Jakob Ripp die Besonderheiten ihres Formats. „Selfies einer Utopie“ kratzt an den Krusten des Theaters - das ja bekanntlich die Welt bedeutet. Klingt revolutionär, ist aber vor allem lustig, denn Verbissenheit ist mega-out. Und so entwirft der junge Autor und Regisseur ein streng reglementiertes Anarcho-Entertainment, das die SchauspielerInnen von Rollen und Proben befreit und zugleich ordentlich knechtet.
Die schräge Comedy ist kein Selbstzweck: Ihre Botschaft kommt absurd verpackt daher in Gestalt des italienischen Pop-Stars Eros Ramazzotti. Um dessen fiktiven Auftritt in Bautzen kreisen die mit Anspielungen auf das aktuelle Weltgeschehen gespickten Texte, die dazu aufrufen, den Status Quo zu hinterfragen und den Ausbruch aus alten Denkmustern und Konventionen zu wagen. So verwandelt sich die Bühne in einen anarchischen Versuchsraum, in dem man sich ohne Konsequenzen der grenzlosen Fiktion einer idealen Welt der Zukunft hingeben kann.
2018 wurde Nicola Bremer für Selfies einer Utopie von "Theater Heute" als bester Nachwuchskünstler nominiert. Also vergessen Sie Netflix und kommen Sie ins Theater Bautzen!

jeweils 19.30 Uhr im Burgtheater:
1/5 10. Januar 2020 Eros Ramazotti verliert die Curling-WM
Mit Gabriele Rothmann, Lutz Hillmann, Stephan Siegfried
(Wh. 25.Januar 2020 mit Katja Reimann, Christoph Schlemmer, Alexander Höchst)

2/5 31. Januar 2020 Eros Ramazotti ist kein Rassist, aber…
Mit Marian Bulang, Maja Adler, Ralph Hensel
(Wh. 7. Februar 2020 Mit Erik Dolata, Maja Adler, Christoph Schlemmer)

3/5 6. März 2020 Eros Ramazotti wird Influencer
Mit Marian Bulang, Petra Maria Wenzel, Jurij Schiemann,
(Wh. 20. März 2020 Mit Richard Koppermann, Maja Adler, Marian Bulang)

4/5 3. April 2020 Eros Ramazotti findet den Heiligen Gral
Mit Mirko Brankatschk, Fiona Piekarek-Jung, Thomas Ziesch
(Wh. 2. Mai 2020 Mit Petra Maria Wenzel, Torsten Schlosser, Thomas Ziesch)

5/5 22. Mai 2020 Eros Ramazotti füllt sein Sparschwein mit Bitcoins
Mit Jan Mickan, Fiona Piekarek-Jung, István Kobjela
(Wh. 29. Mai 2020 mit Anna Maria Brankatschk, Mirko Brankatschk, Jan Mickan)

Großes Staffelfinale am 7. Juni 2020: alle fünf Folgen an einem Abend

Jede Karte kostet 7,00 Euro.
Wer gleichzeitig Karten für mindestens 4 Vorstellungen kauft - bezahlt nur 5,00 Euro pro Karte.

SELFIES EINER UTOPIE auf Instagram: @selfieseinerutopie

Premiere 4

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großes Haus, Hauptbühne
großes Haus, Hauptbühne

Tosca

Oper von Giacomo Puccini

Text von Giuseppe Giacosa und Luigi Illica

Gerhart-Hauptmann-Theater Görlitz-Zittau GmbH

Rom im Juni 1800. Die römische Republik wurde niedergeschlagen. Rom ist nun ein autoritärer Polizeistaat unter der Führung des Barons Scarpia. Politisch Andersdenkende haben nichts mehr zu lachen und werden verfolgt. Der Maler Mario Cavaradossi, Geliebter der berühmten Opernsängerin Floria Tosca, ist ein Gegner von Scarpias Regime. Weil er Cesare Angelotti, dem ehemaligen Konsul der römischen Republik, auf der Flucht hilft, wird er verhaftet, verhört und gefoltert. Scarpia hat dabei auch persönliche Motive, denn er begehrt Tosca selbst. Aufgrund seiner Intrige in der Kirche Sant‘Andrea della Valle führt die eifersüchtige Diva die Verfolger ahnungslos auf die richtige Spur. In seinem Palast lässt Scarpia den Maler foltern und presst Tosca so das Geheimnis von Angelottis Aufenthaltsort ab. Als Cavaradossi zum Tode verurteilt wird und am nächsten Morgen auf der Engelsburg hingerichtet werden soll, stellt Scarpia die verzweifelte Tosca vor die furchtbare Wahl, sich ihm entweder hinzugeben oder aber andernfalls am Tod des Geliebten mitschuldig zu sein.
Kann Scarpia über Tosca triumphieren oder sie über ihn?

Ein spannender Opernkrimi, ein Thriller und dank Puccinis leidenschaftlicher Musik eine der berühmtesten Opern überhaupt. Neben den beiden Cavaradossi-Arien hat sie vor allem einen Höhepunkt: Toscas Arie „Vissi d’arte, vissi d’amore“ („Ich lebte nur der Kunst und der Liebe“). Aber auch das Te Deum am Ende des 1. Aktes ist höchst eindrucksvoll.

In den Rollen: Das Ensemble des Gerhart-Hauptmann-Theaters Görlitz-Zittau GmbH





Burgtheater, großer Saal
Burgtheater, großer Saal

Dieter und der Wolf

Eine tragische Komödie aus dem ländlichen Raum von Holger Böhme

Dieter war Revierförster, aber dann wird er in den Vorruhestand versetzt und so hängt er rum und durch.
Sein Revier ist jetzt Wolfsrevier und in den Händen einer Försterin. Dieter kennt sie alle: die Tiere und die Dorfbewohner, die ihn "den Russen" nennen, weil seine Mutter... egal. Das ganze Dorf hasst die Wölfe. Dieter hat einen von ihm selbst konditionierten Wolf "Boris" genannt. Jetzt wartet er auf ihn. Er hat seine Entnahme, so heißt im Jägerlatein der Abschuss, vorbereitet und liegt mit entsichertem Gewehr auf der Lauer, geschützt im alten Haus seiner Mutter. Er wartet. Und das Dorf wartet mit. Anschließend soll der Abschuss gemeinsam bei Bier und Gegrilltem ordentlich gefeiert werden. Dieter ist in der Dorfgemeinschaft aber eigentlich genauso ein Außenseiter wie der Wolf, den er abschießen soll. Ob sich seine Hoffnung, durch diese Tat endlich dazu zu gehören letztendlich erfüllt? Dieter wartet und denkt nach. Über sein einsam gewordenes Leben, über seine Mutter, über das Dorf, wo es zwar eine mit EU-Geldern gebaute "Bustasche" gibt, aber keinen Bus, der hier noch hält. Und er denkt nach über Marianne, seine große Liebe, die er nicht bekommen hat. Aber nun, wo der Herbert tot ist, gibt es vielleicht noch eine Chance für ihn, den einsamen Dieter...

Der Autor, Regisseur und Intendant des Dresdner Theaterkahns, Holger Böhme verantwortete auf dem Kahn in Personalunion Text, Regie und Spielplanposition von „Dieter und der Wolf“, die Premiere fand im September 2018 mit Peter Flache als Dieter statt.
Nun widmen sich Erik Dolata (Regie) und Ralph Hensel (Dieter) der „tragischen Komödie aus dem ländlichen Raum“.
Seien Sie gespannt und machen Sie sich auf einen Abend mit Humor und Tiefgang gefasst.

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großes Haus, Hauptbühne
großes Haus, Hauptbühne

Extrawurst

Dramödie von Dietmar Jacobs und Moritz Netenjakob

Deutschsprachige Erstaufführung

Eigentlich ist es nur eine Formsache: Die Mitgliederversammlung eines Tennisclubs in der deutschen Provinz soll über die Anschaffung eines neuen Grills für die Vereinsfeiern abstimmen. Normalerweise kein Problem - gäbe es nicht den Vorschlag, auch einen eigenen Grill für das einzige kurdische Mitglied des Clubs zu finanzieren. Denn gläubige Muslime dürfen ihre Grillwürste bekanntlich nicht auf einen Rost mit Schweinefleisch legen. Eine gut gemeinte Idee, die aber immense Diskussionen auslöst und den Verein vor eine Zerreißprobe stellt. Wie viele Rechte muss eine Mehrheit einer Minderheit einräumen? Muss man Religionen tolerieren, auch wenn man sie ablehnt? Gibt es auch am Grill eine deutsche Leitkultur? Und sind eigentlich auch Vegetarier eine Glaubensgemeinschaft? Immer tiefer schraubt sich der kleine Konflikt um den Grill in die Beziehungen der Mitglieder. Ebenso respektlos wie komisch stoßen Atheisten und Gläubige, Deutsche und Türken, „Gutmenschen“ und Hardliner frontal aufeinander. Und allen wird klar: Es geht um mehr als eine Extrawurst. Es geht darum, wie wir zusammenleben. Zumal die Grenzen zwischen „rechts und links“, „tolerant und intolerant“, „religiös und ungläubig“ viel fließender sind als man denkt.
Die Zuschauer sind als Vereinsmitglieder direkter Teil des Geschehens und erleben mit, wie sich eine Gesellschaft komplett zerlegen kann. Und das in einer flotten, spannenden, pointenreichen und urkomischen Vereinsversammlung.

„Extrawurst“ ist eine neue Komödie der bekannten Comedy-Autoren Dietmar Jacobs und Moritz Netenjakob, die u. a. bereits für so bekannte Fernsehformate wie »Die Wochenshow«, »Ladykracher«, »Das Amt« oder »Stromberg« verantwortlich zeichneten.
Auch als eBook erschienen, www.textbuehne.eu!

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großes Haus, Hauptbühne
großes Haus, Hauptbühne

Der Zauberer der Smaragdenstadt

nach Alexander Wolkow

für die Bühne bearbeitet von Stephan Beer und Georg Burger

ab 6 J.

Ein Sturm rast über Kansas. Er reißt das Häuschen, in dem sich Elli an ihrem Hund Totoschka festhält, in die Luft, trägt es weit weg ins Wunderland und lässt es dort im Blauen Land der Käuer auf die böse Hexe Gingema krachen. Die dankbaren Käuer wollen Elli zu ihrer Königin, doch die will keinen Dank, sondern nur schnell wieder zurück nach Hause. Aber wie? Ein gelber Backsteinweg führt durch das Wunderland bis zur Smaragdenstadt, in der der große Goodwin sehnlichste Wünsche erfüllen soll. Elli läuft los, mit den silbernen Schuhen der Hexe an den Füßen. Unterwegs trifft sie den netten Scheuch, der sich statt Stroh ein Gehirn im Kopf wünscht. Die beiden retten mit einer Portion Öl den verrosteten, eisernen Holzfäller, der ständig weinen muss, weil in seiner Brust kein Herz schlägt. Er will unbedingt von Goodwin eins haben. Und schließlich stolpern sie über den feigen Löwen, der sich Mut erhofft. Gemeinsam müssen die vier Freunde gegen Säbelzahntiger, Menschenfresser, fliegende Affen und böse Hexen kämpfen. Aber das größte Abenteuer beginnt erst, als sie endlich in der grünen Stadt vor Goodwin stehen und dieser nichts zu bieten hat als Theaterzauber.
Alexander Wolkows russischer Kinderbuchklassiker, frei nach Lyman Frank Baums „Zauberer von Oz“, begeisterte seit 1964 in Ostdeutschland Generationen von Kindern (und tut dies wohl bis heute). Wolkow schrieb noch einige sehr erfolgreiche Fortsetzungen der Geschichten um Elli und das Wunderland. Alle Bücher wurden von Leonid Wladimirski kongenial illustriert.
Stephan Beer und Georg Burger dramatisierten drei mit großem Erfolg für das Schauspiel Leipzig (Der Zauberer der Smaragdenstadt, Der schlaue Urfin und seine Holzsoldaten, Der gelbe Nebel).







großes Haus, Hauptbühne
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Nathan der Weise

von Gotthold Ephraim Lessing

Gotthold Ephraim Lessings dramatisches Gedicht „Nathan der Weise“ aus dem Jahr 1779 spielt Ende des 12. Jahrhunderts, zur Zeit der Kreuzzüge in Jerusalem. Der jüdische Kaufmann Nathan hat ein christliches Mädchen, anvertraut als seine Tochter Recha aufgezogen. Nur die Christin Daja, Rechas Amme und Kinderfrau, kennt das Geheimnis. Als Nathan von einer Geschäftsreise zurückkehrt, erfährt er, dass Recha um ein Haar beim Brand seines Hauses umgekommen wäre. Doch ein junger Tempelherr hat sie gerettet. Dieser wiederum wurde kurz vorher von Sultan Saladin als einziger Gefangener begnadigt. Saladin, der dringend Geld für die Staatskasse braucht, lässt Nathan zu sich holen und will ihn mit der Frage prüfen, welche der drei Religionen die beste sei... der so bedrängte Nathan erfindet die Ringparabel.
Judentum, Christentum und Islam – sie verbindet mehr, als sie trennt. Alle Religionen haben eine Existenzberechtigung, für Gott sind alle Menschen gleich. Eine Botschaft, die heute aktueller ist denn je. Leider ist die Frage um die richtige Religion wieder zu einer aggressiv geführten Diskussion geworden, und auch heute kann man sich in dieser Auseinandersetzung nicht genug auf Humanität und Menschlichkeit ohne Vorurteile besinnen.

Lessing, der 1729 in Kamenz geboren wurde, sagte über seine Herkunft „Ich bin ein Oberlausitzer von Geburt!“ – Es ist also höchste Zeit, das wohl erfolgreichste Stück unseres "Heimatdichters" wieder einmal auf die Bühne zu bringen. Die letzte Bautzener Nathan-Inszenierung erlebte 1991 in der Regie von Michael Grosse ihre Premiere. Neben Benno Schramm (Nathan), Michael Lorenz (Saladin) und Janina Brankatschk (Daja) spielte damals Lutz Hillmann den jungen Tempelherren.








großes Haus, Hauptbühne
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Tosca

Oper von Giacomo Puccini

Text von Giuseppe Giacosa und Luigi Illica

Gerhart-Hauptmann-Theater Görlitz-Zittau GmbH

Rom im Juni 1800. Die römische Republik wurde niedergeschlagen. Rom ist nun ein autoritärer Polizeistaat unter der Führung des Barons Scarpia. Politisch Andersdenkende haben nichts mehr zu lachen und werden verfolgt. Der Maler Mario Cavaradossi, Geliebter der berühmten Opernsängerin Floria Tosca, ist ein Gegner von Scarpias Regime. Weil er Cesare Angelotti, dem ehemaligen Konsul der römischen Republik, auf der Flucht hilft, wird er verhaftet, verhört und gefoltert. Scarpia hat dabei auch persönliche Motive, denn er begehrt Tosca selbst. Aufgrund seiner Intrige in der Kirche Sant‘Andrea della Valle führt die eifersüchtige Diva die Verfolger ahnungslos auf die richtige Spur. In seinem Palast lässt Scarpia den Maler foltern und presst Tosca so das Geheimnis von Angelottis Aufenthaltsort ab. Als Cavaradossi zum Tode verurteilt wird und am nächsten Morgen auf der Engelsburg hingerichtet werden soll, stellt Scarpia die verzweifelte Tosca vor die furchtbare Wahl, sich ihm entweder hinzugeben oder aber andernfalls am Tod des Geliebten mitschuldig zu sein.
Kann Scarpia über Tosca triumphieren oder sie über ihn?

Ein spannender Opernkrimi, ein Thriller und dank Puccinis leidenschaftlicher Musik eine der berühmtesten Opern überhaupt. Neben den beiden Cavaradossi-Arien hat sie vor allem einen Höhepunkt: Toscas Arie „Vissi d’arte, vissi d’amore“ („Ich lebte nur der Kunst und der Liebe“). Aber auch das Te Deum am Ende des 1. Aktes ist höchst eindrucksvoll.

In den Rollen: Das Ensemble des Gerhart-Hauptmann-Theaters Görlitz-Zittau GmbH


Burgtheater, großer Saal
Burgtheater, großer Saal

Selfies einer Utopie

eine Theaterserie von Nicola Bremer in fünf Folgen

4/5 Eros Ramazzotti findet den Heiligen Gral

mit Thomas Ziesch, Petra Maria Wenzel, Torsten Schlosser

Die Spielregeln dieser Theaterserie sind im Grunde ganz einfach. Nicola Bremer schreibt für jede Folge einen neuen Text, drei SchauspielerInnen sprechen diesen Text - den sie davor nicht einmal gelesen haben - und müssen dabei immer wieder spontan Regie-Anweisungen umsetzen, die auf in die Höhe gehaltenen Schildern stehen. Keine Folge baut auf der anderen auf, ein Einstieg ist jederzeit möglich.
Am Staatsschauspiel Dresden, wo „Selfies einer Utopie“ 2016 entstand, gewann die Serie schnell Kultstatus. Gerade aus Einschränkungen, wie zum Beispiel knappen zeitlichen Ressourcen, entwickelten Autor und Regisseur Nicola Bremer mit Bühnen- und Kostümbildner Jakob Ripp die Besonderheiten ihres Formats. „Selfies einer Utopie“ kratzt an den Krusten des Theaters - das ja bekanntlich die Welt bedeutet. Klingt revolutionär, ist aber vor allem lustig, denn Verbissenheit ist mega-out. Und so entwirft der junge Autor und Regisseur ein streng reglementiertes Anarcho-Entertainment, das die SchauspielerInnen von Rollen und Proben befreit und zugleich ordentlich knechtet.
Die schräge Comedy ist kein Selbstzweck: Ihre Botschaft kommt absurd verpackt daher in Gestalt des italienischen Pop-Stars Eros Ramazzotti. Um dessen fiktiven Auftritt in Bautzen kreisen die mit Anspielungen auf das aktuelle Weltgeschehen gespickten Texte, die dazu aufrufen, den Status Quo zu hinterfragen und den Ausbruch aus alten Denkmustern und Konventionen zu wagen. So verwandelt sich die Bühne in einen anarchischen Versuchsraum, in dem man sich ohne Konsequenzen der grenzlosen Fiktion einer idealen Welt der Zukunft hingeben kann.
2018 wurde Nicola Bremer für Selfies einer Utopie von "Theater Heute" als bester Nachwuchskünstler nominiert. Also vergessen Sie Netflix und kommen Sie ins Theater Bautzen!

jeweils 19.30 Uhr im Burgtheater:
1/5 10. Januar 2020 Eros Ramazotti verliert die Curling-WM
Mit Gabriele Rothmann, Lutz Hillmann, Stephan Siegfried
(Wh. 25.Januar 2020 mit Katja Reimann, Christoph Schlemmer, Alexander Höchst)

2/5 31. Januar 2020 Eros Ramazotti ist kein Rassist, aber…
Mit Marian Bulang, Maja Adler, Ralph Hensel
(Wh. 7. Februar 2020 Mit Erik Dolata, Maja Adler, Christoph Schlemmer)

3/5 6. März 2020 Eros Ramazotti wird Influencer
Mit Marian Bulang, Petra Maria Wenzel, Jurij Schiemann,
(Wh. 20. März 2020 Mit Richard Koppermann, Maja Adler, Marian Bulang)

4/5 3. April 2020 Eros Ramazotti findet den Heiligen Gral
Mit Mirko Brankatschk, Fiona Piekarek-Jung, Thomas Ziesch
(Wh. 2. Mai 2020 Mit Petra Maria Wenzel, Torsten Schlosser, Thomas Ziesch)

5/5 22. Mai 2020 Eros Ramazotti füllt sein Sparschwein mit Bitcoins
Mit Jan Mickan, Fiona Piekarek-Jung, István Kobjela
(Wh. 29. Mai 2020 mit Anna Maria Brankatschk, Mirko Brankatschk, Jan Mickan)

Großes Staffelfinale am 7. Juni 2020: alle fünf Folgen an einem Abend

Jede Karte kostet 7,00 Euro.
Wer gleichzeitig Karten für mindestens 4 Vorstellungen kauft - bezahlt nur 5,00 Euro pro Karte.

SELFIES EINER UTOPIE auf Instagram: @selfieseinerutopie

Karten bestellen


großes Haus, Hauptbühne
großes Haus, Hauptbühne

Tosca

Oper von Giacomo Puccini

Text von Giuseppe Giacosa und Luigi Illica

Gerhart-Hauptmann-Theater Görlitz-Zittau GmbH

Rom im Juni 1800. Die römische Republik wurde niedergeschlagen. Rom ist nun ein autoritärer Polizeistaat unter der Führung des Barons Scarpia. Politisch Andersdenkende haben nichts mehr zu lachen und werden verfolgt. Der Maler Mario Cavaradossi, Geliebter der berühmten Opernsängerin Floria Tosca, ist ein Gegner von Scarpias Regime. Weil er Cesare Angelotti, dem ehemaligen Konsul der römischen Republik, auf der Flucht hilft, wird er verhaftet, verhört und gefoltert. Scarpia hat dabei auch persönliche Motive, denn er begehrt Tosca selbst. Aufgrund seiner Intrige in der Kirche Sant‘Andrea della Valle führt die eifersüchtige Diva die Verfolger ahnungslos auf die richtige Spur. In seinem Palast lässt Scarpia den Maler foltern und presst Tosca so das Geheimnis von Angelottis Aufenthaltsort ab. Als Cavaradossi zum Tode verurteilt wird und am nächsten Morgen auf der Engelsburg hingerichtet werden soll, stellt Scarpia die verzweifelte Tosca vor die furchtbare Wahl, sich ihm entweder hinzugeben oder aber andernfalls am Tod des Geliebten mitschuldig zu sein.
Kann Scarpia über Tosca triumphieren oder sie über ihn?

Ein spannender Opernkrimi, ein Thriller und dank Puccinis leidenschaftlicher Musik eine der berühmtesten Opern überhaupt. Neben den beiden Cavaradossi-Arien hat sie vor allem einen Höhepunkt: Toscas Arie „Vissi d’arte, vissi d’amore“ („Ich lebte nur der Kunst und der Liebe“). Aber auch das Te Deum am Ende des 1. Aktes ist höchst eindrucksvoll.

In den Rollen: Das Ensemble des Gerhart-Hauptmann-Theaters Görlitz-Zittau GmbH

mit kostenloser Kinderbetreuung ab 3 J.



großes Haus, Hauptbühne
großes Haus, Hauptbühne

Die Wiedervereinigung der beiden Koreas

von Joel Pommerat

aus dem Französischen von Isabelle Rivoal

Mit Stückeinführung

Der Titel dieses wunderbaren französischen Stückes kann einen ganz schön in die Irre leiten – es geht natürlich nicht um die politische Situation der beiden koreanischen Staaten, sondern der Titel steht wohl sinnbildlich eher dafür: Eine erfüllte Liebesbeziehung ist in etwa so wahrscheinlich wie eine Wiedervereinigung von Nord- und Südkorea.
Wobei: gänzlich ausgeschlossen ist die schließlich auch nicht, irgendwann einmal, mit etwas Glück, vielleicht.
Joël Pommerat schafft ein Kaleidoskop des Kampfes um die Liebe. Hier gibt es viel zu gewinnen und noch mehr zu verlieren. Geheimnisse werden preisgegeben und Wahrheiten auf den Tisch gepackt. In der Zuspitzung entsteht ein ziemlich realistisches Bild dessen, was uns verbindet und uns zugleich entzwei reißt. In diesem ebenso skurrilen wie berührenden Pariser Erfolgsstück treffen in einem u.a. von Ingmar Bergman, Edward Albee und Arthur Schnitzler inspirierten Szenenreigen eine Prostituierte auf einen Priester, eine Sekretärin auf ihren Chef, eine Frau auf ihre erste große Liebe, ein Bräutigam auf seine Braut und ihre Schwestern, versuchen sich zwei Frauen zu trennen oder zwei Männer ganz einfach einen entspannten Abend zu verbringen.
Die große Vergeblichkeit ist Voraussetzung allen Geschehens in diesem Stück: Die Männer und Frauen, die sich hier begegnen, lieben einander oder haben einander geliebt oder lieben nun jemanden anderen oder haben überhaupt aufgehört zu lieben.
„Die Wiedervereinigung der beiden Koreas“ ist ein dynamisches Ensemblestück, das keinen im Zuschauerraum unberührt lässt.

Premiere




großes Haus, Hauptbühne
großes Haus, Hauptbühne

Tosca

Oper von Giacomo Puccini

Text von Giuseppe Giacosa und Luigi Illica

Gerhart-Hauptmann-Theater Görlitz-Zittau GmbH

Rom im Juni 1800. Die römische Republik wurde niedergeschlagen. Rom ist nun ein autoritärer Polizeistaat unter der Führung des Barons Scarpia. Politisch Andersdenkende haben nichts mehr zu lachen und werden verfolgt. Der Maler Mario Cavaradossi, Geliebter der berühmten Opernsängerin Floria Tosca, ist ein Gegner von Scarpias Regime. Weil er Cesare Angelotti, dem ehemaligen Konsul der römischen Republik, auf der Flucht hilft, wird er verhaftet, verhört und gefoltert. Scarpia hat dabei auch persönliche Motive, denn er begehrt Tosca selbst. Aufgrund seiner Intrige in der Kirche Sant‘Andrea della Valle führt die eifersüchtige Diva die Verfolger ahnungslos auf die richtige Spur. In seinem Palast lässt Scarpia den Maler foltern und presst Tosca so das Geheimnis von Angelottis Aufenthaltsort ab. Als Cavaradossi zum Tode verurteilt wird und am nächsten Morgen auf der Engelsburg hingerichtet werden soll, stellt Scarpia die verzweifelte Tosca vor die furchtbare Wahl, sich ihm entweder hinzugeben oder aber andernfalls am Tod des Geliebten mitschuldig zu sein.
Kann Scarpia über Tosca triumphieren oder sie über ihn?

Ein spannender Opernkrimi, ein Thriller und dank Puccinis leidenschaftlicher Musik eine der berühmtesten Opern überhaupt. Neben den beiden Cavaradossi-Arien hat sie vor allem einen Höhepunkt: Toscas Arie „Vissi d’arte, vissi d’amore“ („Ich lebte nur der Kunst und der Liebe“). Aber auch das Te Deum am Ende des 1. Aktes ist höchst eindrucksvoll.

In den Rollen: Das Ensemble des Gerhart-Hauptmann-Theaters Görlitz-Zittau GmbH






großes Haus, Hauptbühne
großes Haus, Hauptbühne

Tosca

Oper von Giacomo Puccini

Text von Giuseppe Giacosa und Luigi Illica

Gerhart-Hauptmann-Theater Görlitz-Zittau GmbH

Rom im Juni 1800. Die römische Republik wurde niedergeschlagen. Rom ist nun ein autoritärer Polizeistaat unter der Führung des Barons Scarpia. Politisch Andersdenkende haben nichts mehr zu lachen und werden verfolgt. Der Maler Mario Cavaradossi, Geliebter der berühmten Opernsängerin Floria Tosca, ist ein Gegner von Scarpias Regime. Weil er Cesare Angelotti, dem ehemaligen Konsul der römischen Republik, auf der Flucht hilft, wird er verhaftet, verhört und gefoltert. Scarpia hat dabei auch persönliche Motive, denn er begehrt Tosca selbst. Aufgrund seiner Intrige in der Kirche Sant‘Andrea della Valle führt die eifersüchtige Diva die Verfolger ahnungslos auf die richtige Spur. In seinem Palast lässt Scarpia den Maler foltern und presst Tosca so das Geheimnis von Angelottis Aufenthaltsort ab. Als Cavaradossi zum Tode verurteilt wird und am nächsten Morgen auf der Engelsburg hingerichtet werden soll, stellt Scarpia die verzweifelte Tosca vor die furchtbare Wahl, sich ihm entweder hinzugeben oder aber andernfalls am Tod des Geliebten mitschuldig zu sein.
Kann Scarpia über Tosca triumphieren oder sie über ihn?

Ein spannender Opernkrimi, ein Thriller und dank Puccinis leidenschaftlicher Musik eine der berühmtesten Opern überhaupt. Neben den beiden Cavaradossi-Arien hat sie vor allem einen Höhepunkt: Toscas Arie „Vissi d’arte, vissi d’amore“ („Ich lebte nur der Kunst und der Liebe“). Aber auch das Te Deum am Ende des 1. Aktes ist höchst eindrucksvoll.

In den Rollen: Das Ensemble des Gerhart-Hauptmann-Theaters Görlitz-Zittau GmbH


Burgtheater, großer Saal
Burgtheater, großer Saal

Selfies einer Utopie

eine Theaterserie von Nicola Bremer in fünf Folgen

5/5 Eros Ramazzotti füllt sein Sparschwein mit Bitcoins

mit Jan Mickan, Fiona Piekarek-Jung, István Kobjela

Die Spielregeln dieser Theaterserie sind im Grunde ganz einfach. Nicola Bremer schreibt für jede Folge einen neuen Text, drei SchauspielerInnen sprechen diesen Text - den sie davor nicht einmal gelesen haben - und müssen dabei immer wieder spontan Regie-Anweisungen umsetzen, die auf in die Höhe gehaltenen Schildern stehen. Keine Folge baut auf der anderen auf, ein Einstieg ist jederzeit möglich.
Am Staatsschauspiel Dresden, wo „Selfies einer Utopie“ 2016 entstand, gewann die Serie schnell Kultstatus. Gerade aus Einschränkungen, wie zum Beispiel knappen zeitlichen Ressourcen, entwickelten Autor und Regisseur Nicola Bremer mit Bühnen- und Kostümbildner Jakob Ripp die Besonderheiten ihres Formats. „Selfies einer Utopie“ kratzt an den Krusten des Theaters - das ja bekanntlich die Welt bedeutet. Klingt revolutionär, ist aber vor allem lustig, denn Verbissenheit ist mega-out. Und so entwirft der junge Autor und Regisseur ein streng reglementiertes Anarcho-Entertainment, das die SchauspielerInnen von Rollen und Proben befreit und zugleich ordentlich knechtet.
Die schräge Comedy ist kein Selbstzweck: Ihre Botschaft kommt absurd verpackt daher in Gestalt des italienischen Pop-Stars Eros Ramazzotti. Um dessen fiktiven Auftritt in Bautzen kreisen die mit Anspielungen auf das aktuelle Weltgeschehen gespickten Texte, die dazu aufrufen, den Status Quo zu hinterfragen und den Ausbruch aus alten Denkmustern und Konventionen zu wagen. So verwandelt sich die Bühne in einen anarchischen Versuchsraum, in dem man sich ohne Konsequenzen der grenzlosen Fiktion einer idealen Welt der Zukunft hingeben kann.
2018 wurde Nicola Bremer für Selfies einer Utopie von "Theater Heute" als bester Nachwuchskünstler nominiert. Also vergessen Sie Netflix und kommen Sie ins Theater Bautzen!

jeweils 19.30 Uhr im Burgtheater:
1/5 10. Januar 2020 Eros Ramazotti verliert die Curling-WM
Mit Gabriele Rothmann, Lutz Hillmann, Stephan Siegfried
(Wh. 25.Januar 2020 mit Katja Reimann, Christoph Schlemmer, Alexander Höchst)

2/5 31. Januar 2020 Eros Ramazotti ist kein Rassist, aber…
Mit Marian Bulang, Maja Adler, Ralph Hensel
(Wh. 7. Februar 2020 Mit Erik Dolata, Maja Adler, Christoph Schlemmer)

3/5 6. März 2020 Eros Ramazotti wird Influencer
Mit Marian Bulang, Petra Maria Wenzel, Jurij Schiemann,
(Wh. 20. März 2020 Mit Richard Koppermann, Maja Adler, Marian Bulang)

4/5 3. April 2020 Eros Ramazotti findet den Heiligen Gral
Mit Mirko Brankatschk, Fiona Piekarek-Jung, Thomas Ziesch
(Wh. 2. Mai 2020 Mit Petra Maria Wenzel, Torsten Schlosser, Thomas Ziesch)

5/5 22. Mai 2020 Eros Ramazotti füllt sein Sparschwein mit Bitcoins
Mit Jan Mickan, Fiona Piekarek-Jung, István Kobjela
(Wh. 29. Mai 2020 mit Anna Maria Brankatschk, Mirko Brankatschk, Jan Mickan)

Großes Staffelfinale am 7. Juni 2020: alle fünf Folgen an einem Abend

Jede Karte kostet 7,00 Euro.
Wer gleichzeitig Karten für mindestens 4 Vorstellungen kauft - bezahlt nur 5,00 Euro pro Karte.

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Premiere 5

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großes Haus, Hauptbühne
großes Haus, Hauptbühne

Die Orestie

von Aischylos

Regiefassung von Mario Holetzeck, Deutsch von Peter Stein

Das am Bautzener Burgtheater platzierte Giebelfries des Bildhauers Ernst Rietschel zeigt dem Betrachter Figuren aus der Orestie des Aischylos, des großen Tragödiendichters der griechischen Antike. Dieser ließ mit der ORESTIE einen zeitlosen Konflikt von großem Format entstehen, eine Endzeitgeschichte mit heutiger Dimension. Ein furchtbarer Fluch lastet auf dem Haus der Atriden. Mord folgt auf Mord. Rache auf Rache. Agamemnon opferte seine Tochter Iphigenie, um günstigen Wind für seine Kriegsflotte nach Troja zu erbitten. Klytämnestra hat ihm das nie verziehen und tötet den siegreichen Heimkehrer. Daraufhin schwören die Kinder Elektra und Orest Rache; Orest tötet die Mutter und Vatermörderin und deren Geliebten und Mordgehilfen Aigisthos. Nun verfolgen die Erinyen Orest, den Muttermörder, und fordern wiederum seinen Tod. Doch ohne Erfolg. Die Spirale der Gewalt, der Fluch der Familie, das Prinzip der Blutrache wird durchbrochen, durch Apollons Einspruch, der Orest selbst zum Rächer von Agamemnons Tod auserkoren hat, und durch Athenes radikal neue Idee, die Bürger der Stadt zu Richtern über Orests Schicksal zu machen. Vernunft tritt an die Stelle der blinden Rache. Ein Gerichtsverfahren ersetzt die blutige Lösung. Dem Menschen fällt erstmals Verantwortung zu für sein Tun. Die Götter verlieren ihre Allmacht – nicht kampflos. Doch Athene gelingt es, die alten Kräfte mit der neuen Ordnung zu vereinen und bereitet damit den Weg für eine neue Zeit. Ob nun eine glückliche oder unglückliche, wird erst die Zukunft zeigen...

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großes Haus, Hauptbühne
großes Haus, Hauptbühne

Nathan der Weise

von Gotthold Ephraim Lessing

Gotthold Ephraim Lessings dramatisches Gedicht „Nathan der Weise“ aus dem Jahr 1779 spielt Ende des 12. Jahrhunderts, zur Zeit der Kreuzzüge in Jerusalem. Der jüdische Kaufmann Nathan hat ein christliches Mädchen, anvertraut als seine Tochter Recha aufgezogen. Nur die Christin Daja, Rechas Amme und Kinderfrau, kennt das Geheimnis. Als Nathan von einer Geschäftsreise zurückkehrt, erfährt er, dass Recha um ein Haar beim Brand seines Hauses umgekommen wäre. Doch ein junger Tempelherr hat sie gerettet. Dieser wiederum wurde kurz vorher von Sultan Saladin als einziger Gefangener begnadigt. Saladin, der dringend Geld für die Staatskasse braucht, lässt Nathan zu sich holen und will ihn mit der Frage prüfen, welche der drei Religionen die beste sei... der so bedrängte Nathan erfindet die Ringparabel.
Judentum, Christentum und Islam – sie verbindet mehr, als sie trennt. Alle Religionen haben eine Existenzberechtigung, für Gott sind alle Menschen gleich. Eine Botschaft, die heute aktueller ist denn je. Leider ist die Frage um die richtige Religion wieder zu einer aggressiv geführten Diskussion geworden, und auch heute kann man sich in dieser Auseinandersetzung nicht genug auf Humanität und Menschlichkeit ohne Vorurteile besinnen.

Lessing, der 1729 in Kamenz geboren wurde, sagte über seine Herkunft „Ich bin ein Oberlausitzer von Geburt!“ – Es ist also höchste Zeit, das wohl erfolgreichste Stück unseres "Heimatdichters" wieder einmal auf die Bühne zu bringen. Die letzte Bautzener Nathan-Inszenierung erlebte 1991 in der Regie von Michael Grosse ihre Premiere. Neben Benno Schramm (Nathan), Michael Lorenz (Saladin) und Janina Brankatschk (Daja) spielte damals Lutz Hillmann den jungen Tempelherren.




großes Haus, Hauptbühne
großes Haus, Hauptbühne

Die Wiedervereinigung der beiden Koreas

von Joel Pommerat

aus dem Französischen von Isabelle Rivoal

Mit Stückeinführung

Der Titel dieses wunderbaren französischen Stückes kann einen ganz schön in die Irre leiten – es geht natürlich nicht um die politische Situation der beiden koreanischen Staaten, sondern der Titel steht wohl sinnbildlich eher dafür: Eine erfüllte Liebesbeziehung ist in etwa so wahrscheinlich wie eine Wiedervereinigung von Nord- und Südkorea.
Wobei: gänzlich ausgeschlossen ist die schließlich auch nicht, irgendwann einmal, mit etwas Glück, vielleicht.
Joël Pommerat schafft ein Kaleidoskop des Kampfes um die Liebe. Hier gibt es viel zu gewinnen und noch mehr zu verlieren. Geheimnisse werden preisgegeben und Wahrheiten auf den Tisch gepackt. In der Zuspitzung entsteht ein ziemlich realistisches Bild dessen, was uns verbindet und uns zugleich entzwei reißt. In diesem ebenso skurrilen wie berührenden Pariser Erfolgsstück treffen in einem u.a. von Ingmar Bergman, Edward Albee und Arthur Schnitzler inspirierten Szenenreigen eine Prostituierte auf einen Priester, eine Sekretärin auf ihren Chef, eine Frau auf ihre erste große Liebe, ein Bräutigam auf seine Braut und ihre Schwestern, versuchen sich zwei Frauen zu trennen oder zwei Männer ganz einfach einen entspannten Abend zu verbringen.
Die große Vergeblichkeit ist Voraussetzung allen Geschehens in diesem Stück: Die Männer und Frauen, die sich hier begegnen, lieben einander oder haben einander geliebt oder lieben nun jemanden anderen oder haben überhaupt aufgehört zu lieben.
„Die Wiedervereinigung der beiden Koreas“ ist ein dynamisches Ensemblestück, das keinen im Zuschauerraum unberührt lässt.





großes Haus, Hauptbühne
großes Haus, Hauptbühne

Die Wiedervereinigung der beiden Koreas

von Joel Pommerat

aus dem Französischen von Isabelle Rivoal

Mit Stückeinführung

Der Titel dieses wunderbaren französischen Stückes kann einen ganz schön in die Irre leiten – es geht natürlich nicht um die politische Situation der beiden koreanischen Staaten, sondern der Titel steht wohl sinnbildlich eher dafür: Eine erfüllte Liebesbeziehung ist in etwa so wahrscheinlich wie eine Wiedervereinigung von Nord- und Südkorea.
Wobei: gänzlich ausgeschlossen ist die schließlich auch nicht, irgendwann einmal, mit etwas Glück, vielleicht.
Joël Pommerat schafft ein Kaleidoskop des Kampfes um die Liebe. Hier gibt es viel zu gewinnen und noch mehr zu verlieren. Geheimnisse werden preisgegeben und Wahrheiten auf den Tisch gepackt. In der Zuspitzung entsteht ein ziemlich realistisches Bild dessen, was uns verbindet und uns zugleich entzwei reißt. In diesem ebenso skurrilen wie berührenden Pariser Erfolgsstück treffen in einem u.a. von Ingmar Bergman, Edward Albee und Arthur Schnitzler inspirierten Szenenreigen eine Prostituierte auf einen Priester, eine Sekretärin auf ihren Chef, eine Frau auf ihre erste große Liebe, ein Bräutigam auf seine Braut und ihre Schwestern, versuchen sich zwei Frauen zu trennen oder zwei Männer ganz einfach einen entspannten Abend zu verbringen.
Die große Vergeblichkeit ist Voraussetzung allen Geschehens in diesem Stück: Die Männer und Frauen, die sich hier begegnen, lieben einander oder haben einander geliebt oder lieben nun jemanden anderen oder haben überhaupt aufgehört zu lieben.
„Die Wiedervereinigung der beiden Koreas“ ist ein dynamisches Ensemblestück, das keinen im Zuschauerraum unberührt lässt.


Burgtheater, großer Saal
Burgtheater, großer Saal

Selfies einer Utopie

eine Theaterserie von Nicola Bremer in fünf Folgen

5/5 Eros Ramazzotti füllt sein Sparschwein mit Bitcoins

mit Mirko Brankatschk, Anna Maria Brankatschk und Jan Mickan

Die Spielregeln dieser Theaterserie sind im Grunde ganz einfach. Nicola Bremer schreibt für jede Folge einen neuen Text, drei SchauspielerInnen sprechen diesen Text - den sie davor nicht einmal gelesen haben - und müssen dabei immer wieder spontan Regie-Anweisungen umsetzen, die auf in die Höhe gehaltenen Schildern stehen. Keine Folge baut auf der anderen auf, ein Einstieg ist jederzeit möglich.
Am Staatsschauspiel Dresden, wo „Selfies einer Utopie“ 2016 entstand, gewann die Serie schnell Kultstatus. Gerade aus Einschränkungen, wie zum Beispiel knappen zeitlichen Ressourcen, entwickelten Autor und Regisseur Nicola Bremer mit Bühnen- und Kostümbildner Jakob Ripp die Besonderheiten ihres Formats. „Selfies einer Utopie“ kratzt an den Krusten des Theaters - das ja bekanntlich die Welt bedeutet. Klingt revolutionär, ist aber vor allem lustig, denn Verbissenheit ist mega-out. Und so entwirft der junge Autor und Regisseur ein streng reglementiertes Anarcho-Entertainment, das die SchauspielerInnen von Rollen und Proben befreit und zugleich ordentlich knechtet.
Die schräge Comedy ist kein Selbstzweck: Ihre Botschaft kommt absurd verpackt daher in Gestalt des italienischen Pop-Stars Eros Ramazzotti. Um dessen fiktiven Auftritt in Bautzen kreisen die mit Anspielungen auf das aktuelle Weltgeschehen gespickten Texte, die dazu aufrufen, den Status Quo zu hinterfragen und den Ausbruch aus alten Denkmustern und Konventionen zu wagen. So verwandelt sich die Bühne in einen anarchischen Versuchsraum, in dem man sich ohne Konsequenzen der grenzlosen Fiktion einer idealen Welt der Zukunft hingeben kann.
2018 wurde Nicola Bremer für Selfies einer Utopie von "Theater Heute" als bester Nachwuchskünstler nominiert. Also vergessen Sie Netflix und kommen Sie ins Theater Bautzen!

jeweils 19.30 Uhr im Burgtheater:
1/5 10. Januar 2020 Eros Ramazotti verliert die Curling-WM
Mit Gabriele Rothmann, Lutz Hillmann, Stephan Siegfried
(Wh. 25.Januar 2020 mit Katja Reimann, Christoph Schlemmer, Alexander Höchst)

2/5 31. Januar 2020 Eros Ramazotti ist kein Rassist, aber…
Mit Marian Bulang, Maja Adler, Ralph Hensel
(Wh. 7. Februar 2020 Mit Erik Dolata, Maja Adler, Christoph Schlemmer)

3/5 6. März 2020 Eros Ramazotti wird Influencer
Mit Marian Bulang, Petra Maria Wenzel, Jurij Schiemann,
(Wh. 20. März 2020 Mit Richard Koppermann, Maja Adler, Marian Bulang)

4/5 3. April 2020 Eros Ramazotti findet den Heiligen Gral
Mit Mirko Brankatschk, Fiona Piekarek-Jung, Thomas Ziesch
(Wh. 2. Mai 2020 Mit Petra Maria Wenzel, Torsten Schlosser, Thomas Ziesch)

5/5 22. Mai 2020 Eros Ramazotti füllt sein Sparschwein mit Bitcoins
Mit Jan Mickan, Fiona Piekarek-Jung, István Kobjela
(Wh. 29. Mai 2020 mit Anna Maria Brankatschk, Mirko Brankatschk, Jan Mickan)

Großes Staffelfinale am 7. Juni 2020: alle fünf Folgen an einem Abend

Jede Karte kostet 7,00 Euro.
Wer gleichzeitig Karten für mindestens 4 Vorstellungen kauft - bezahlt nur 5,00 Euro pro Karte.

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großes Haus, Hauptbühne
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Nathan der Weise

von Gotthold Ephraim Lessing

Gotthold Ephraim Lessings dramatisches Gedicht „Nathan der Weise“ aus dem Jahr 1779 spielt Ende des 12. Jahrhunderts, zur Zeit der Kreuzzüge in Jerusalem. Der jüdische Kaufmann Nathan hat ein christliches Mädchen, anvertraut als seine Tochter Recha aufgezogen. Nur die Christin Daja, Rechas Amme und Kinderfrau, kennt das Geheimnis. Als Nathan von einer Geschäftsreise zurückkehrt, erfährt er, dass Recha um ein Haar beim Brand seines Hauses umgekommen wäre. Doch ein junger Tempelherr hat sie gerettet. Dieser wiederum wurde kurz vorher von Sultan Saladin als einziger Gefangener begnadigt. Saladin, der dringend Geld für die Staatskasse braucht, lässt Nathan zu sich holen und will ihn mit der Frage prüfen, welche der drei Religionen die beste sei... der so bedrängte Nathan erfindet die Ringparabel.
Judentum, Christentum und Islam – sie verbindet mehr, als sie trennt. Alle Religionen haben eine Existenzberechtigung, für Gott sind alle Menschen gleich. Eine Botschaft, die heute aktueller ist denn je. Leider ist die Frage um die richtige Religion wieder zu einer aggressiv geführten Diskussion geworden, und auch heute kann man sich in dieser Auseinandersetzung nicht genug auf Humanität und Menschlichkeit ohne Vorurteile besinnen.

Lessing, der 1729 in Kamenz geboren wurde, sagte über seine Herkunft „Ich bin ein Oberlausitzer von Geburt!“ – Es ist also höchste Zeit, das wohl erfolgreichste Stück unseres "Heimatdichters" wieder einmal auf die Bühne zu bringen. Die letzte Bautzener Nathan-Inszenierung erlebte 1991 in der Regie von Michael Grosse ihre Premiere. Neben Benno Schramm (Nathan), Michael Lorenz (Saladin) und Janina Brankatschk (Daja) spielte damals Lutz Hillmann den jungen Tempelherren.





großes Haus, Hauptbühne
großes Haus, Hauptbühne

Die Wiedervereinigung der beiden Koreas

von Joel Pommerat

aus dem Französischen von Isabelle Rivoal

Mit Stückeinführung

Der Titel dieses wunderbaren französischen Stückes kann einen ganz schön in die Irre leiten – es geht natürlich nicht um die politische Situation der beiden koreanischen Staaten, sondern der Titel steht wohl sinnbildlich eher dafür: Eine erfüllte Liebesbeziehung ist in etwa so wahrscheinlich wie eine Wiedervereinigung von Nord- und Südkorea.
Wobei: gänzlich ausgeschlossen ist die schließlich auch nicht, irgendwann einmal, mit etwas Glück, vielleicht.
Joël Pommerat schafft ein Kaleidoskop des Kampfes um die Liebe. Hier gibt es viel zu gewinnen und noch mehr zu verlieren. Geheimnisse werden preisgegeben und Wahrheiten auf den Tisch gepackt. In der Zuspitzung entsteht ein ziemlich realistisches Bild dessen, was uns verbindet und uns zugleich entzwei reißt. In diesem ebenso skurrilen wie berührenden Pariser Erfolgsstück treffen in einem u.a. von Ingmar Bergman, Edward Albee und Arthur Schnitzler inspirierten Szenenreigen eine Prostituierte auf einen Priester, eine Sekretärin auf ihren Chef, eine Frau auf ihre erste große Liebe, ein Bräutigam auf seine Braut und ihre Schwestern, versuchen sich zwei Frauen zu trennen oder zwei Männer ganz einfach einen entspannten Abend zu verbringen.
Die große Vergeblichkeit ist Voraussetzung allen Geschehens in diesem Stück: Die Männer und Frauen, die sich hier begegnen, lieben einander oder haben einander geliebt oder lieben nun jemanden anderen oder haben überhaupt aufgehört zu lieben.
„Die Wiedervereinigung der beiden Koreas“ ist ein dynamisches Ensemblestück, das keinen im Zuschauerraum unberührt lässt.


Burgtheater, großer Saal
Burgtheater, großer Saal

Selfies einer Utopie

eine Theaterserie von Nicola Bremer in fünf Folgen

Alle fünf Folgen dieser Spielzeit erleben ein kleines revival. Ein Marathon, bei dem zu jeder vollen Stunde eine neue Folge beginnt.

Die Spielregeln dieser Theaterserie sind im Grunde ganz einfach. Nicola Bremer schreibt für jede Folge einen neuen Text, drei SchauspielerInnen sprechen diesen Text - den sie davor nicht einmal gelesen haben - und müssen dabei immer wieder spontan Regie-Anweisungen umsetzen, die auf in die Höhe gehaltenen Schildern stehen. Keine Folge baut auf der anderen auf, ein Einstieg ist jederzeit möglich.
Am Staatsschauspiel Dresden, wo „Selfies einer Utopie“ 2016 entstand, gewann die Serie schnell Kultstatus. Gerade aus Einschränkungen, wie zum Beispiel knappen zeitlichen Ressourcen, entwickelten Autor und Regisseur Nicola Bremer mit Bühnen- und Kostümbildner Jakob Ripp die Besonderheiten ihres Formats. „Selfies einer Utopie“ kratzt an den Krusten des Theaters - das ja bekanntlich die Welt bedeutet. Klingt revolutionär, ist aber vor allem lustig, denn Verbissenheit ist mega-out. Und so entwirft der junge Autor und Regisseur ein streng reglementiertes Anarcho-Entertainment, das die SchauspielerInnen von Rollen und Proben befreit und zugleich ordentlich knechtet.
Die schräge Comedy ist kein Selbstzweck: Ihre Botschaft kommt absurd verpackt daher in Gestalt des italienischen Pop-Stars Eros Ramazzotti. Um dessen fiktiven Auftritt in Bautzen kreisen die mit Anspielungen auf das aktuelle Weltgeschehen gespickten Texte, die dazu aufrufen, den Status Quo zu hinterfragen und den Ausbruch aus alten Denkmustern und Konventionen zu wagen. So verwandelt sich die Bühne in einen anarchischen Versuchsraum, in dem man sich ohne Konsequenzen der grenzlosen Fiktion einer idealen Welt der Zukunft hingeben kann.
2018 wurde Nicola Bremer für Selfies einer Utopie von "Theater Heute" als bester Nachwuchskünstler nominiert. Also vergessen Sie Netflix und kommen Sie ins Theater Bautzen!

jeweils 19.30 Uhr im Burgtheater:
1/5 10. Januar 2020 Eros Ramazotti verliert die Curling-WM
Mit Gabriele Rothmann, Lutz Hillmann, Stephan Siegfried
(Wh. 25.Januar 2020 mit Katja Reimann, Christoph Schlemmer, Alexander Höchst)

2/5 31. Januar 2020 Eros Ramazotti ist kein Rassist, aber…
Mit Marian Bulang, Maja Adler, Ralph Hensel
(Wh. 7. Februar 2020 Mit Erik Dolata, Maja Adler, Christoph Schlemmer)

3/5 6. März 2020 Eros Ramazotti wird Influencer
Mit Marian Bulang, Petra Maria Wenzel, Jurij Schiemann,
(Wh. 20. März 2020 Mit Richard Koppermann, Maja Adler, Marian Bulang)

4/5 3. April 2020 Eros Ramazotti findet den Heiligen Gral
Mit Mirko Brankatschk, Fiona Piekarek-Jung, Thomas Ziesch
(Wh. 2. Mai 2020 Mit Petra Maria Wenzel, Torsten Schlosser, Thomas Ziesch)

5/5 22. Mai 2020 Eros Ramazotti füllt sein Sparschwein mit Bitcoins
Mit Jan Mickan, Fiona Piekarek-Jung, István Kobjela
(Wh. 29. Mai 2020 mit Anna Maria Brankatschk, Mirko Brankatschk, Jan Mickan)

Großes Staffelfinale am 7. Juni 2020: alle fünf Folgen an einem Abend

Jede Karte kostet 7,00 Euro.
Wer gleichzeitig Karten für mindestens 4 Vorstellungen kauft - bezahlt nur 5,00 Euro pro Karte.

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Marathon - alle fünf SELFIES hintereinander

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