Vorstellungsabsagen und Schließung der Theaterkasse

Waženy publikum,
wšitke zarjadowanja Němsko-Serbskeho ludoweho dźiwadła Budyšin su dotal hač do 20. apryla na zakładźe postajenjow k wotwobaranju corona-wirusa wotprajene. Dźiwadłowa kasa je tohorunja zawrjena. Wšitke kupjene lisćiki za wotprajene předstajenja so zarunaja.

Alle Vorstellungen des Deutsch-Sorbischen Volkstheaters Bautzen werden vorerst bis 20. April 2020 aufgrund der Allgemeinverfügung des Freistaates Sachsen, zur Eindämmung des Coronavirus, abgesagt.
Die Theaterkasse hat ebenfalls geschlossen. Unsere Mitarbeiter*innen stehen Ihnen aber selbstverständlich weiterhin telefonisch oder per E-Mail zur Verfügung. Sie erreichen uns dienstags bis freitags von 11.00 bis 18.00 Uhr telefonisch unter 03591 / 584 - 225 und per E-Mail service@theater-bautzen.de

Alle bereits erworbenen Karten können Sie erstatten oder in Gutscheine umtauschen lassen. Da die Kasse geschlossen hat, bitten wir Sie, uns die gekauften Karten unter Angabe Ihrer persönlichen Daten (Name, Adresse, Kontoverbindung/IBAN und BIC, Name des Kontoinhabers) zuzusenden. Damit haben Sie bis zum 30. Juni 2020 Zeit. Wir bemühen uns, alle Stornierungen so bald wie möglich zu bearbeiten.
Aktuelle Informationen erhalten Sie auf unserer Website und auf unseren Kanälen in den sozialen Netzwerken.

Vielen Dank für Ihr Verständnis!
Ihr Deutsch-Sorbisches Volkstheater Bautzen

Spielplan













Burgtheater, großer Saal
Burgtheater, großer Saal

Greta

von Daniel Ratthei

Sorbisches Schauspielstudio am DSVTh – Studiospielerei Nr.15

ins Obersorbische übersetzt von Lubina Hajduk-Veljković

Gerade erst wurde das „Unwort des Jahres 2019“ gefunden: Klimahysterie.
Und alle wissen warum und beziehen es mit einer Figur - denn sie war das Gesicht des Jahres 2019 - Greta Thunberg. Sie selbst ist wohl weniger hysterisch, hat aber so manchen hysterisch gemacht? Die 16jährige Schwedin trifft sich mit Politikern auf der ganzen Welt, mahnt und diskutiert über Klimaabkommen. Aber wie reagiert die Politik auf eine Generation, die ihr Versagen vorwirft? Gretas Absichten sind einfach und doch kompliziert. Sie fordert ein radikales Umdenken im Klimaschutz, Kinder und Jugendliche haben ein Recht auf eine Zukunft, auf saubere Luft, ein verträgliches Klima, einen enkeltauglichen Planeten usw. Das Komplizierte daran ist, dass niemand so einfach seine Komfortzone aufgeben will, sein Auto, den Luxus des Alltages...
Aus guter Absicht entstand Hass diesem Mädchen gegenüber, dir Rede ist sogar von Öko-Diktatur. Zunächst demonstrierte Greta allein in Stockholm, mittlerweile sind die „Fridays for future“ eine globale Erscheinung. Schüler demnostrieren während der Unterrichtszeit. Ab acht Uhr, klar, damit die Lehrer merken, dass man es ernst meint. Ist das Engagement der Schüler also formal als Schulschwänzen zu bewerten? Dürfen die das? Wer trägt die Verantwortung? Welche Auswirkung hat das auf den Unterricht und die Noten?

Das Stück des Cottbuser Autoren und Schauspielers Daniel Ratthei hatte im November 2019 seine Urauafführung in Celle. Er widmet sich darin diesem aktuellen Thema der Klimabewegung um Greta Thunberg. Im Mittelpunkt der Handlung steht Annegret, die von vielen Greta genannt wird. Sie geht nun auch zu den Freitagsdemonstrationen, diskutiert mit ihren Eltern und der Schule, setzt sich mit Wahrheit und Liebe auseinander. Für Annegret stellt sich die Frage: Was ist wichtiger, der Schulabschluss oder der Einsatz für den Planeten? Und sollte man sich überhaupt entscheiden müssen? Übrigens, wenn schon die Rede vom Unwort des Jahres ist, neutraler ist dann doch das Deutschschweizer Wort des Jahres 2019, nämlich: „Klimajugend“.


Theaterpädagogik: Julia Jankowsky und Katarzyna Kudzewicz

25 Jahre sorbisches Elevenstudio

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großes Haus, Hauptbühne

Burgtheater, großer Saal
Burgtheater, großer Saal

Selfies einer Utopie

eine Theaterserie von Nicola Bremer in fünf Folgen

4/5 Eros Ramazzotti findet den Heiligen Gral

mit Torsten Schlosser, Anna-Maria Brankatschk und Stephan Siegfried

Die Spielregeln dieser Theaterserie sind im Grunde ganz einfach. Nicola Bremer schreibt für jede Folge einen neuen Text, drei SchauspielerInnen sprechen diesen Text - den sie davor nicht einmal gelesen haben - und müssen dabei immer wieder spontan Regie-Anweisungen umsetzen, die auf in die Höhe gehaltenen Schildern stehen. Keine Folge baut auf der anderen auf, ein Einstieg ist jederzeit möglich.
Am Staatsschauspiel Dresden, wo „Selfies einer Utopie“ 2016 entstand, gewann die Serie schnell Kultstatus. Gerade aus Einschränkungen, wie zum Beispiel knappen zeitlichen Ressourcen, entwickelten Autor und Regisseur Nicola Bremer mit Bühnen- und Kostümbildner Jakob Ripp die Besonderheiten ihres Formats. „Selfies einer Utopie“ kratzt an den Krusten des Theaters - das ja bekanntlich die Welt bedeutet. Klingt revolutionär, ist aber vor allem lustig, denn Verbissenheit ist mega-out. Und so entwirft der junge Autor und Regisseur ein streng reglementiertes Anarcho-Entertainment, das die SchauspielerInnen von Rollen und Proben befreit und zugleich ordentlich knechtet.
Die schräge Comedy ist kein Selbstzweck: Ihre Botschaft kommt absurd verpackt daher in Gestalt des italienischen Pop-Stars Eros Ramazzotti. Um dessen fiktiven Auftritt in Bautzen kreisen die mit Anspielungen auf das aktuelle Weltgeschehen gespickten Texte, die dazu aufrufen, den Status Quo zu hinterfragen und den Ausbruch aus alten Denkmustern und Konventionen zu wagen. So verwandelt sich die Bühne in einen anarchischen Versuchsraum, in dem man sich ohne Konsequenzen der grenzlosen Fiktion einer idealen Welt der Zukunft hingeben kann.
2018 wurde Nicola Bremer für Selfies einer Utopie von "Theater Heute" als bester Nachwuchskünstler nominiert. Also vergessen Sie Netflix und kommen Sie ins Theater Bautzen!

jeweils 19.30 Uhr im Burgtheater:
3/5 6. März 2020 Eros Ramazotti wird Influencer
Mit Marian Bulang, Petra Maria Wenzel, Jurij Schiemann,
(Wh. 20. März 2020 mit Richard Koppermann, Larissa Ruppert, Marian Bulang)

4/5 3. April 2020 Eros Ramazotti findet den Heiligen Gral
Mit Mirko Brankatschk, Fiona Piekarek-Jung, Thomas Ziesch
(Wh. 2. Mai 2020 mit Torsten Schlosser, Anna-Maria Brankatschl und Stephan Siegfried)

5/5 22. Mai 2020 Eros Ramazotti füllt sein Sparschwein mit Bitcoins
Mit Jan Mickan, Fiona Piekarek-Jung, István Kobjela
(Wh. 29. Mai 2020 mit Anna Maria Brankatschk, Mirko Brankatschk, Jan Mickan)

Großes Staffelfinale am 7. Juni 2020: alle fünf Folgen an einem Abend

Jede Karte kostet 7,00 Euro.
Wer gleichzeitig Karten für mindestens 4 Vorstellungen kauft - bezahlt nur 5,00 Euro pro Karte.

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Premiere

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großes Haus, Hauptbühne
großes Haus, Hauptbühne

Ganze Kerle!

Komödie von Kerry Renard

Deutsch von Angela Burmeister

Warum ziehen sich vier Paketboten in der Provinz Frauenkleider an? Für einen guten Zweck natürlich. Die turbulente Komödie „Ganze Kerle!“, der kanadischen Autorin Kerry Renard, erzählt die Geschichte der vier Paketboten Sam, Paul, Georg und Josef. Obwohl Versandleiter Frank ständig Druck macht, erledigen die Männer ihren Job gerne. Die Stimmung innerhalb des Teams ändert sich aber, als Sam zufällig mitbekommt, dass die siebenjährige Betty, Franks Tochter, scheinbar schwer an den Augen erkrankt ist. Eine Erblindung kann nur durch eine teure Operation im Ausland verhindert werden. Die Männer beschließen das Geld aufzutreiben.
Statt Wohltätigkeitsbasar: Travestieshow. Doch bevor es dazu kommt, müssen sie singen, tanzen und in High Heels laufen lernen – natürlich alles heimlich hinter Franks Rücken. Die anfängliche Euphorie schwindet aber, als Georg seine Kündigung erhält. Doch Betty zuliebe beginnen die vier Männer nach Feierabend schließlich doch mit den Proben. Ob Nagellack oder Lipgloss, damit kommen auch Männer in Fahrt und wer hätte gedacht, dass Sams Mutter Helene als Choreografin so viel Dampf unterm Hintern hat. Nach diversen schweißtreibenden Proben ist es dann endlich soweit: Die Show ist tatsächlich ausverkauft. Doch plötzlich steht der Firmenchef dieser illustren Truppe in der Tür. Das Vorhaben scheint zu platzen oder heißt es nicht doch: alle für Eine und Einer für alle.

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großes Haus, Hauptbühne
großes Haus, Hauptbühne

Dieter und der Wolf

Eine tragische Komödie aus dem ländlichen Raum von Holger Böhme

Dieter war Revierförster, aber dann wird er in den Vorruhestand versetzt und so hängt er rum und durch.
Sein Revier ist jetzt Wolfsrevier und in den Händen einer Försterin. Dieter kennt sie alle: die Tiere und die Dorfbewohner, die ihn "den Russen" nennen, weil seine Mutter... egal. Das ganze Dorf hasst die Wölfe. Dieter hat einen von ihm selbst konditionierten Wolf "Boris" genannt. Jetzt wartet er auf ihn. Er hat seine Entnahme, so heißt im Jägerlatein der Abschuss, vorbereitet und liegt mit entsichertem Gewehr auf der Lauer, geschützt im alten Haus seiner Mutter. Er wartet. Und das Dorf wartet mit. Anschließend soll der Abschuss gemeinsam bei Bier und Gegrilltem ordentlich gefeiert werden. Dieter ist in der Dorfgemeinschaft aber eigentlich genauso ein Außenseiter wie der Wolf, den er abschießen soll. Ob sich seine Hoffnung, durch diese Tat endlich dazu zu gehören letztendlich erfüllt? Dieter wartet und denkt nach. Über sein einsam gewordenes Leben, über seine Mutter, über das Dorf, wo es zwar eine mit EU-Geldern gebaute "Bustasche" gibt, aber keinen Bus, der hier noch hält. Und er denkt nach über Marianne, seine große Liebe, die er nicht bekommen hat. Aber nun, wo der Herbert tot ist, gibt es vielleicht noch eine Chance für ihn, den einsamen Dieter...

Der Autor, Regisseur und Intendant des Dresdner Theaterkahns, Holger Böhme verantwortete auf dem Kahn in Personalunion Text, Regie und Spielplanposition von „Dieter und der Wolf“, die Premiere fand im September 2018 mit Peter Flache als Dieter statt.
Nun widmen sich Erik Dolata (Regie) und Ralph Hensel (Dieter) der „tragischen Komödie aus dem ländlichen Raum“.
Seien Sie gespannt und machen Sie sich auf einen Abend mit Humor und Tiefgang gefasst.

Spielplanänderung. TOSCA kann leider nicht gespielt werden. Zu dieser Vorstellung wird eine kostenlose Kinderbetreuung ab 3 Jahre angeboten.

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großes Haus, Hauptbühne
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Dieter und der Wolf

Eine tragische Komödie aus dem ländlichen Raum von Holger Böhme

Dieter war Revierförster, aber dann wird er in den Vorruhestand versetzt und so hängt er rum und durch.
Sein Revier ist jetzt Wolfsrevier und in den Händen einer Försterin. Dieter kennt sie alle: die Tiere und die Dorfbewohner, die ihn "den Russen" nennen, weil seine Mutter... egal. Das ganze Dorf hasst die Wölfe. Dieter hat einen von ihm selbst konditionierten Wolf "Boris" genannt. Jetzt wartet er auf ihn. Er hat seine Entnahme, so heißt im Jägerlatein der Abschuss, vorbereitet und liegt mit entsichertem Gewehr auf der Lauer, geschützt im alten Haus seiner Mutter. Er wartet. Und das Dorf wartet mit. Anschließend soll der Abschuss gemeinsam bei Bier und Gegrilltem ordentlich gefeiert werden. Dieter ist in der Dorfgemeinschaft aber eigentlich genauso ein Außenseiter wie der Wolf, den er abschießen soll. Ob sich seine Hoffnung, durch diese Tat endlich dazu zu gehören letztendlich erfüllt? Dieter wartet und denkt nach. Über sein einsam gewordenes Leben, über seine Mutter, über das Dorf, wo es zwar eine mit EU-Geldern gebaute "Bustasche" gibt, aber keinen Bus, der hier noch hält. Und er denkt nach über Marianne, seine große Liebe, die er nicht bekommen hat. Aber nun, wo der Herbert tot ist, gibt es vielleicht noch eine Chance für ihn, den einsamen Dieter...

Der Autor, Regisseur und Intendant des Dresdner Theaterkahns, Holger Böhme verantwortete auf dem Kahn in Personalunion Text, Regie und Spielplanposition von „Dieter und der Wolf“, die Premiere fand im September 2018 mit Peter Flache als Dieter statt.
Nun widmen sich Erik Dolata (Regie) und Ralph Hensel (Dieter) der „tragischen Komödie aus dem ländlichen Raum“.
Seien Sie gespannt und machen Sie sich auf einen Abend mit Humor und Tiefgang gefasst.

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großes Haus, Hauptbühne
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Nathan der Weise

von Gotthold Ephraim Lessing

Gotthold Ephraim Lessings dramatisches Gedicht „Nathan der Weise“ aus dem Jahr 1779 spielt Ende des 12. Jahrhunderts, zur Zeit der Kreuzzüge in Jerusalem. Der jüdische Kaufmann Nathan hat ein christliches Mädchen, anvertraut als seine Tochter Recha aufgezogen. Nur die Christin Daja, Rechas Amme und Kinderfrau, kennt das Geheimnis. Als Nathan von einer Geschäftsreise zurückkehrt, erfährt er, dass Recha um ein Haar beim Brand seines Hauses umgekommen wäre. Doch ein junger Tempelherr hat sie gerettet. Dieser wiederum wurde kurz vorher von Sultan Saladin als einziger Gefangener begnadigt. Saladin, der dringend Geld für die Staatskasse braucht, lässt Nathan zu sich holen und will ihn mit der Frage prüfen, welche der drei Religionen die beste sei... der so bedrängte Nathan erfindet die Ringparabel.
Judentum, Christentum und Islam – sie verbindet mehr, als sie trennt. Alle Religionen haben eine Existenzberechtigung, für Gott sind alle Menschen gleich. Eine Botschaft, die heute aktueller ist denn je. Leider ist die Frage um die richtige Religion wieder zu einer aggressiv geführten Diskussion geworden, und auch heute kann man sich in dieser Auseinandersetzung nicht genug auf Humanität und Menschlichkeit ohne Vorurteile besinnen.

Lessing, der 1729 in Kamenz geboren wurde, sagte über seine Herkunft „Ich bin ein Oberlausitzer von Geburt!“ – Es ist also höchste Zeit, das wohl erfolgreichste Stück unseres "Heimatdichters" wieder einmal auf die Bühne zu bringen. Die letzte Bautzener Nathan-Inszenierung erlebte 1991 in der Regie von Michael Grosse ihre Premiere. Neben Benno Schramm (Nathan), Michael Lorenz (Saladin) und Janina Brankatschk (Daja) spielte damals Lutz Hillmann den jungen Tempelherren.

Spielplanänderung. TOSCA kann leider nicht gespielt werden.

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großes Haus, Hauptbühne
großes Haus, Hauptbühne

Extrawurst

Dramödie von Dietmar Jacobs und Moritz Netenjakob

Deutschsprachige Erstaufführung

Eigentlich ist es nur eine Formsache: Die Mitgliederversammlung eines Tennisclubs in der deutschen Provinz soll über die Anschaffung eines neuen Grills für die Vereinsfeiern abstimmen. Normalerweise kein Problem - gäbe es nicht den Vorschlag, auch einen eigenen Grill für das einzige kurdische Mitglied des Clubs zu finanzieren. Denn gläubige Muslime dürfen ihre Grillwürste bekanntlich nicht auf einen Rost mit Schweinefleisch legen. Eine gut gemeinte Idee, die aber immense Diskussionen auslöst und den Verein vor eine Zerreißprobe stellt. Wie viele Rechte muss eine Mehrheit einer Minderheit einräumen? Muss man Religionen tolerieren, auch wenn man sie ablehnt? Gibt es auch am Grill eine deutsche Leitkultur? Und sind eigentlich auch Vegetarier eine Glaubensgemeinschaft? Immer tiefer schraubt sich der kleine Konflikt um den Grill in die Beziehungen der Mitglieder. Ebenso respektlos wie komisch stoßen Atheisten und Gläubige, Deutsche und Türken, „Gutmenschen“ und Hardliner frontal aufeinander. Und allen wird klar: Es geht um mehr als eine Extrawurst. Es geht darum, wie wir zusammenleben. Zumal die Grenzen zwischen „rechts und links“, „tolerant und intolerant“, „religiös und ungläubig“ viel fließender sind als man denkt.
Die Zuschauer sind als Vereinsmitglieder direkter Teil des Geschehens und erleben mit, wie sich eine Gesellschaft komplett zerlegen kann. Und das in einer flotten, spannenden, pointenreichen und urkomischen Vereinsversammlung.

„Extrawurst“ ist eine neue Komödie der bekannten Comedy-Autoren Dietmar Jacobs und Moritz Netenjakob, die u. a. bereits für so bekannte Fernsehformate wie »Die Wochenshow«, »Ladykracher«, »Das Amt« oder »Stromberg« verantwortlich zeichneten.
Auch als eBook erschienen, www.textbuehne.eu!

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großes Haus, Hauptbühne
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Das leere Haus

Stück von Carla Niewöhner

Förderpreisträgerin Stückewettbewerb Lausitzen 2017

"Das leere Haus" erzählt die Geschichte der entwurzelten Anna Symmack, die aus der Lausitzer Provinz in die Hauptstadt gezogen ist. Da die Großmutter Marja Symmack im Sterben liegt, muss Anna sich als die einzige Verwandte widerwillig um die letzten Dinge und das Haus kümmern. Die Rückkehr in die alte Heimat konfrontiert sie mit vergessenen glücklichen Zeiten und unliebsamen Erinnerungen, sowie den Fragen, die sich jeder Mensch stellt: Woher komme ich? Wohin gehe ich?
Fragmentarische Briefe und Erinnerungen von Anna und der Großmutter verknüpfen ihre Lebensläufe, wodurch die Pluralität der Stimmen aus Gegenwart und Vergangenheit ein lautmalerisches Kaleidoskop erzeugt. So fügt sich in diesen Versatzstücken das Mosaik von Annas Familiengeschichte zusammen, das neben der Offenbarung von Lebenslügen auch den Trost der Wahrheit und schließlich die Annahme der Herkunft enthält.
Carla Niewöhner gewann beim Stückewettbewerb LAUSITZEN 2017, den das Deutsch-Sorbische Volkstheater Bautzen, das Staatstheater Cottbus und die Neue Bühne Senftenberg bundesweit ausschrieben, den Förderpreis. Sie schafft Bilder, die bewegen und macht Lust auf eine Entdeckungsreise in eine Familiengeschichte, die gleichzeitig eine symptomatische Geschichte für die Bewohner der Lausitz ist.

Spielplanänderung. TOSCA kann leider nicht gespielt werden. Die Vorstellung DAS LEERE HAUS ist zum letzten Mal zu sehen!

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Burgtheater, großer Saal
Burgtheater, großer Saal

Selfies einer Utopie

eine Theaterserie von Nicola Bremer in fünf Folgen

5/5 Eros Ramazzotti füllt sein Sparschwein mit Bitcoins

mit Jan Mickan, Fiona Piekarek-Jung, István Kobjela

Die Spielregeln dieser Theaterserie sind im Grunde ganz einfach. Nicola Bremer schreibt für jede Folge einen neuen Text, drei SchauspielerInnen sprechen diesen Text - den sie davor nicht einmal gelesen haben - und müssen dabei immer wieder spontan Regie-Anweisungen umsetzen, die auf in die Höhe gehaltenen Schildern stehen. Keine Folge baut auf der anderen auf, ein Einstieg ist jederzeit möglich.
Am Staatsschauspiel Dresden, wo „Selfies einer Utopie“ 2016 entstand, gewann die Serie schnell Kultstatus. Gerade aus Einschränkungen, wie zum Beispiel knappen zeitlichen Ressourcen, entwickelten Autor und Regisseur Nicola Bremer mit Bühnen- und Kostümbildner Jakob Ripp die Besonderheiten ihres Formats. „Selfies einer Utopie“ kratzt an den Krusten des Theaters - das ja bekanntlich die Welt bedeutet. Klingt revolutionär, ist aber vor allem lustig, denn Verbissenheit ist mega-out. Und so entwirft der junge Autor und Regisseur ein streng reglementiertes Anarcho-Entertainment, das die SchauspielerInnen von Rollen und Proben befreit und zugleich ordentlich knechtet.
Die schräge Comedy ist kein Selbstzweck: Ihre Botschaft kommt absurd verpackt daher in Gestalt des italienischen Pop-Stars Eros Ramazzotti. Um dessen fiktiven Auftritt in Bautzen kreisen die mit Anspielungen auf das aktuelle Weltgeschehen gespickten Texte, die dazu aufrufen, den Status Quo zu hinterfragen und den Ausbruch aus alten Denkmustern und Konventionen zu wagen. So verwandelt sich die Bühne in einen anarchischen Versuchsraum, in dem man sich ohne Konsequenzen der grenzlosen Fiktion einer idealen Welt der Zukunft hingeben kann.
2018 wurde Nicola Bremer für Selfies einer Utopie von "Theater Heute" als bester Nachwuchskünstler nominiert. Also vergessen Sie Netflix und kommen Sie ins Theater Bautzen!

jeweils 19.30 Uhr im Burgtheater:
3/5 6. März 2020 Eros Ramazotti wird Influencer
Mit Marian Bulang, Petra Maria Wenzel, Jurij Schiemann,
(Wh. 20. März 2020 mit Richard Koppermann, Larissa Ruppert, Marian Bulang)

4/5 3. April 2020 Eros Ramazotti findet den Heiligen Gral
Mit Mirko Brankatschk, Fiona Piekarek-Jung, Thomas Ziesch
(Wh. 2. Mai 2020 mit Torsten Schlosser, Anna-Maria Brankatschl und Stephan Siegfried)

5/5 22. Mai 2020 Eros Ramazotti füllt sein Sparschwein mit Bitcoins
Mit Jan Mickan, Fiona Piekarek-Jung, István Kobjela
(Wh. 29. Mai 2020 mit Anna Maria Brankatschk, Mirko Brankatschk, Jan Mickan)

Großes Staffelfinale am 7. Juni 2020: alle fünf Folgen an einem Abend

Jede Karte kostet 7,00 Euro.
Wer gleichzeitig Karten für mindestens 4 Vorstellungen kauft - bezahlt nur 5,00 Euro pro Karte.

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Premiere 5

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großes Haus, Hauptbühne
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Die Orestie

von Aischylos

Regiefassung von Mario Holetzeck, Deutsch von Peter Stein

Das am Bautzener Burgtheater platzierte Giebelfries des Bildhauers Ernst Rietschel zeigt dem Betrachter Figuren aus der Orestie des Aischylos, des großen Tragödiendichters der griechischen Antike. Dieser ließ mit der ORESTIE einen zeitlosen Konflikt von großem Format entstehen, eine Endzeitgeschichte mit heutiger Dimension. Ein furchtbarer Fluch lastet auf dem Haus der Atriden. Mord folgt auf Mord. Rache auf Rache. Agamemnon opferte seine Tochter Iphigenie, um günstigen Wind für seine Kriegsflotte nach Troja zu erbitten. Klytämnestra hat ihm das nie verziehen und tötet den siegreichen Heimkehrer. Daraufhin schwören die Kinder Elektra und Orest Rache; Orest tötet die Mutter und Vatermörderin und deren Geliebten und Mordgehilfen Aigisthos. Nun verfolgen die Erinyen Orest, den Muttermörder, und fordern wiederum seinen Tod. Doch ohne Erfolg. Die Spirale der Gewalt, der Fluch der Familie, das Prinzip der Blutrache wird durchbrochen, durch Apollons Einspruch, der Orest selbst zum Rächer von Agamemnons Tod auserkoren hat, und durch Athenes radikal neue Idee, die Bürger der Stadt zu Richtern über Orests Schicksal zu machen. Vernunft tritt an die Stelle der blinden Rache. Ein Gerichtsverfahren ersetzt die blutige Lösung. Dem Menschen fällt erstmals Verantwortung zu für sein Tun. Die Götter verlieren ihre Allmacht – nicht kampflos. Doch Athene gelingt es, die alten Kräfte mit der neuen Ordnung zu vereinen und bereitet damit den Weg für eine neue Zeit. Ob nun eine glückliche oder unglückliche, wird erst die Zukunft zeigen...

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großes Haus, Hauptbühne
großes Haus, Hauptbühne

Extrawurst

Dramödie von Dietmar Jacobs und Moritz Netenjakob

Deutschsprachige Erstaufführung

Eigentlich ist es nur eine Formsache: Die Mitgliederversammlung eines Tennisclubs in der deutschen Provinz soll über die Anschaffung eines neuen Grills für die Vereinsfeiern abstimmen. Normalerweise kein Problem - gäbe es nicht den Vorschlag, auch einen eigenen Grill für das einzige kurdische Mitglied des Clubs zu finanzieren. Denn gläubige Muslime dürfen ihre Grillwürste bekanntlich nicht auf einen Rost mit Schweinefleisch legen. Eine gut gemeinte Idee, die aber immense Diskussionen auslöst und den Verein vor eine Zerreißprobe stellt. Wie viele Rechte muss eine Mehrheit einer Minderheit einräumen? Muss man Religionen tolerieren, auch wenn man sie ablehnt? Gibt es auch am Grill eine deutsche Leitkultur? Und sind eigentlich auch Vegetarier eine Glaubensgemeinschaft? Immer tiefer schraubt sich der kleine Konflikt um den Grill in die Beziehungen der Mitglieder. Ebenso respektlos wie komisch stoßen Atheisten und Gläubige, Deutsche und Türken, „Gutmenschen“ und Hardliner frontal aufeinander. Und allen wird klar: Es geht um mehr als eine Extrawurst. Es geht darum, wie wir zusammenleben. Zumal die Grenzen zwischen „rechts und links“, „tolerant und intolerant“, „religiös und ungläubig“ viel fließender sind als man denkt.
Die Zuschauer sind als Vereinsmitglieder direkter Teil des Geschehens und erleben mit, wie sich eine Gesellschaft komplett zerlegen kann. Und das in einer flotten, spannenden, pointenreichen und urkomischen Vereinsversammlung.

„Extrawurst“ ist eine neue Komödie der bekannten Comedy-Autoren Dietmar Jacobs und Moritz Netenjakob, die u. a. bereits für so bekannte Fernsehformate wie »Die Wochenshow«, »Ladykracher«, »Das Amt« oder »Stromberg« verantwortlich zeichneten.
Auch als eBook erschienen, www.textbuehne.eu!

Spielplanänderung! Anstelle von NATHAN DER WEISE wird EXTRAWURST gespielt.

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Burgtheater, großer Saal
Burgtheater, großer Saal

Dieter und der Wolf

Eine tragische Komödie aus dem ländlichen Raum von Holger Böhme

Dieter war Revierförster, aber dann wird er in den Vorruhestand versetzt und so hängt er rum und durch.
Sein Revier ist jetzt Wolfsrevier und in den Händen einer Försterin. Dieter kennt sie alle: die Tiere und die Dorfbewohner, die ihn "den Russen" nennen, weil seine Mutter... egal. Das ganze Dorf hasst die Wölfe. Dieter hat einen von ihm selbst konditionierten Wolf "Boris" genannt. Jetzt wartet er auf ihn. Er hat seine Entnahme, so heißt im Jägerlatein der Abschuss, vorbereitet und liegt mit entsichertem Gewehr auf der Lauer, geschützt im alten Haus seiner Mutter. Er wartet. Und das Dorf wartet mit. Anschließend soll der Abschuss gemeinsam bei Bier und Gegrilltem ordentlich gefeiert werden. Dieter ist in der Dorfgemeinschaft aber eigentlich genauso ein Außenseiter wie der Wolf, den er abschießen soll. Ob sich seine Hoffnung, durch diese Tat endlich dazu zu gehören letztendlich erfüllt? Dieter wartet und denkt nach. Über sein einsam gewordenes Leben, über seine Mutter, über das Dorf, wo es zwar eine mit EU-Geldern gebaute "Bustasche" gibt, aber keinen Bus, der hier noch hält. Und er denkt nach über Marianne, seine große Liebe, die er nicht bekommen hat. Aber nun, wo der Herbert tot ist, gibt es vielleicht noch eine Chance für ihn, den einsamen Dieter...

Der Autor, Regisseur und Intendant des Dresdner Theaterkahns, Holger Böhme verantwortete auf dem Kahn in Personalunion Text, Regie und Spielplanposition von „Dieter und der Wolf“, die Premiere fand im September 2018 mit Peter Flache als Dieter statt.
Nun widmen sich Erik Dolata (Regie) und Ralph Hensel (Dieter) der „tragischen Komödie aus dem ländlichen Raum“.
Seien Sie gespannt und machen Sie sich auf einen Abend mit Humor und Tiefgang gefasst.

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Burgtheater, großer Saal
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Selfies einer Utopie

eine Theaterserie von Nicola Bremer in fünf Folgen

5/5 Eros Ramazzotti füllt sein Sparschwein mit Bitcoins

mit Mirko Brankatschk, Anna Maria Brankatschk und Jan Mickan

Die Spielregeln dieser Theaterserie sind im Grunde ganz einfach. Nicola Bremer schreibt für jede Folge einen neuen Text, drei SchauspielerInnen sprechen diesen Text - den sie davor nicht einmal gelesen haben - und müssen dabei immer wieder spontan Regie-Anweisungen umsetzen, die auf in die Höhe gehaltenen Schildern stehen. Keine Folge baut auf der anderen auf, ein Einstieg ist jederzeit möglich.
Am Staatsschauspiel Dresden, wo „Selfies einer Utopie“ 2016 entstand, gewann die Serie schnell Kultstatus. Gerade aus Einschränkungen, wie zum Beispiel knappen zeitlichen Ressourcen, entwickelten Autor und Regisseur Nicola Bremer mit Bühnen- und Kostümbildner Jakob Ripp die Besonderheiten ihres Formats. „Selfies einer Utopie“ kratzt an den Krusten des Theaters - das ja bekanntlich die Welt bedeutet. Klingt revolutionär, ist aber vor allem lustig, denn Verbissenheit ist mega-out. Und so entwirft der junge Autor und Regisseur ein streng reglementiertes Anarcho-Entertainment, das die SchauspielerInnen von Rollen und Proben befreit und zugleich ordentlich knechtet.
Die schräge Comedy ist kein Selbstzweck: Ihre Botschaft kommt absurd verpackt daher in Gestalt des italienischen Pop-Stars Eros Ramazzotti. Um dessen fiktiven Auftritt in Bautzen kreisen die mit Anspielungen auf das aktuelle Weltgeschehen gespickten Texte, die dazu aufrufen, den Status Quo zu hinterfragen und den Ausbruch aus alten Denkmustern und Konventionen zu wagen. So verwandelt sich die Bühne in einen anarchischen Versuchsraum, in dem man sich ohne Konsequenzen der grenzlosen Fiktion einer idealen Welt der Zukunft hingeben kann.
2018 wurde Nicola Bremer für Selfies einer Utopie von "Theater Heute" als bester Nachwuchskünstler nominiert. Also vergessen Sie Netflix und kommen Sie ins Theater Bautzen!

jeweils 19.30 Uhr im Burgtheater:
3/5 6. März 2020 Eros Ramazotti wird Influencer
Mit Marian Bulang, Petra Maria Wenzel, Jurij Schiemann,
(Wh. 20. März 2020 mit Richard Koppermann, Larissa Ruppert, Marian Bulang)

4/5 3. April 2020 Eros Ramazotti findet den Heiligen Gral
Mit Mirko Brankatschk, Fiona Piekarek-Jung, Thomas Ziesch
(Wh. 2. Mai 2020 mit Torsten Schlosser, Anna-Maria Brankatschl und Stephan Siegfried)

5/5 22. Mai 2020 Eros Ramazotti füllt sein Sparschwein mit Bitcoins
Mit Jan Mickan, Fiona Piekarek-Jung, István Kobjela
(Wh. 29. Mai 2020 mit Anna Maria Brankatschk, Mirko Brankatschk, Jan Mickan)

Großes Staffelfinale am 7. Juni 2020: alle fünf Folgen an einem Abend

Jede Karte kostet 7,00 Euro.
Wer gleichzeitig Karten für mindestens 4 Vorstellungen kauft - bezahlt nur 5,00 Euro pro Karte.

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großes Haus, Hauptbühne
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Das Herz eines Boxers

von Lutz Hübner

Zwei Außenseiter, zwei Generationen, eine verrückte Freundschaft.
Jojo ist ein echt cooler Typ mit viel Pech: keine Lehrstelle, keine Freundin, keine Hoffnung. Und dann wird er auch noch auf richterlichen Beschluss hin ins Altersheim abkommandiert und soll dort Wände anstreichen. Er trifft auf Leo, der stumpfsinnig herum sitzt und "die Zähne nicht auseinander kriegt" und gerade dessen Zimmer muss er streichen. Als Jojo dem immer schweigsamen Leo beichtet, dass er den Diebstahl als Freundschaftsdienst auf sich genommen hat, damit sein Kumpel nicht ins Gefängnis muss, "erwacht" Leo und offenbart ihm seine Geschichte: Die des "Roten Leo", der einst große Erfolge als Boxer feierte. Er erzählt Jojo, dass er wegen eines Angriffs auf einen perfiden Pfleger auf die "Geschlossene" verlegt wurde.
Zuerst stehen sie sich noch wie im Ring gegenüber: Der eine Außenseiter in seiner Clique, der andere abgeschoben ins Altenheim. Doch schon bald findet Jojo in Leo einen Freund mit dem großen Herzen eines Boxers, der ihm hilft sein Leben auf die Reihe zu kriegen.
Beide kämpfen gemeinsam für die Verwirklichung ihrer Wünsche und Sehnsüchte und gestalten ihr Leben neu. Eine verrückte Freundschaft beginnt, die das Leben der beiden völlig verändert.
Lutz Hübner ist einer der meistgespielten Autoren auf deutschen Theaterbühnen. "Der Autor erzählt in lebendigen Dialogen von der Lust der beiden Figuren, einander ohne karitatives Motiv bei der Verwirklichung ihrer Träume zu helfen.", heisst es in der Begründung der Jury zur Verleihung des Deutschen Jugendtheaterpreises 1998.

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großes Haus, Hauptbühne

großes Haus, Hauptbühne
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Der Zauberer der Smaragdenstadt

nach Alexander Wolkow

für die Bühne bearbeitet von Stephan Beer und Georg Burger

ab 6 J.

Ein Sturm rast über Kansas. Er reißt das Häuschen, in dem sich Elli an ihrem Hund Totoschka festhält, in die Luft, trägt es weit weg ins Wunderland und lässt es dort im Blauen Land der Käuer auf die böse Hexe Gingema krachen. Die dankbaren Käuer wollen Elli zu ihrer Königin, doch die will keinen Dank, sondern nur schnell wieder zurück nach Hause. Aber wie? Ein gelber Backsteinweg führt durch das Wunderland bis zur Smaragdenstadt, in der der große Goodwin sehnlichste Wünsche erfüllen soll. Elli läuft los, mit den silbernen Schuhen der Hexe an den Füßen. Unterwegs trifft sie den netten Scheuch, der sich statt Stroh ein Gehirn im Kopf wünscht. Die beiden retten mit einer Portion Öl den verrosteten, eisernen Holzfäller, der ständig weinen muss, weil in seiner Brust kein Herz schlägt. Er will unbedingt von Goodwin eins haben. Und schließlich stolpern sie über den feigen Löwen, der sich Mut erhofft. Gemeinsam müssen die vier Freunde gegen Säbelzahntiger, Menschenfresser, fliegende Affen und böse Hexen kämpfen. Aber das größte Abenteuer beginnt erst, als sie endlich in der grünen Stadt vor Goodwin stehen und dieser nichts zu bieten hat als Theaterzauber.
Alexander Wolkows russischer Kinderbuchklassiker, frei nach Lyman Frank Baums „Zauberer von Oz“, begeisterte seit 1964 in Ostdeutschland Generationen von Kindern (und tut dies wohl bis heute). Wolkow schrieb noch einige sehr erfolgreiche Fortsetzungen der Geschichten um Elli und das Wunderland. Alle Bücher wurden von Leonid Wladimirski kongenial illustriert.
Stephan Beer und Georg Burger dramatisierten drei mit großem Erfolg für das Schauspiel Leipzig (Der Zauberer der Smaragdenstadt, Der schlaue Urfin und seine Holzsoldaten, Der gelbe Nebel).

zum letzten Mal!

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großes Haus, Hauptbühne
großes Haus, Hauptbühne

Nathan der Weise

von Gotthold Ephraim Lessing

Gotthold Ephraim Lessings dramatisches Gedicht „Nathan der Weise“ aus dem Jahr 1779 spielt Ende des 12. Jahrhunderts, zur Zeit der Kreuzzüge in Jerusalem. Der jüdische Kaufmann Nathan hat ein christliches Mädchen, anvertraut als seine Tochter Recha aufgezogen. Nur die Christin Daja, Rechas Amme und Kinderfrau, kennt das Geheimnis. Als Nathan von einer Geschäftsreise zurückkehrt, erfährt er, dass Recha um ein Haar beim Brand seines Hauses umgekommen wäre. Doch ein junger Tempelherr hat sie gerettet. Dieser wiederum wurde kurz vorher von Sultan Saladin als einziger Gefangener begnadigt. Saladin, der dringend Geld für die Staatskasse braucht, lässt Nathan zu sich holen und will ihn mit der Frage prüfen, welche der drei Religionen die beste sei... der so bedrängte Nathan erfindet die Ringparabel.
Judentum, Christentum und Islam – sie verbindet mehr, als sie trennt. Alle Religionen haben eine Existenzberechtigung, für Gott sind alle Menschen gleich. Eine Botschaft, die heute aktueller ist denn je. Leider ist die Frage um die richtige Religion wieder zu einer aggressiv geführten Diskussion geworden, und auch heute kann man sich in dieser Auseinandersetzung nicht genug auf Humanität und Menschlichkeit ohne Vorurteile besinnen.

Lessing, der 1729 in Kamenz geboren wurde, sagte über seine Herkunft „Ich bin ein Oberlausitzer von Geburt!“ – Es ist also höchste Zeit, das wohl erfolgreichste Stück unseres "Heimatdichters" wieder einmal auf die Bühne zu bringen. Die letzte Bautzener Nathan-Inszenierung erlebte 1991 in der Regie von Michael Grosse ihre Premiere. Neben Benno Schramm (Nathan), Michael Lorenz (Saladin) und Janina Brankatschk (Daja) spielte damals Lutz Hillmann den jungen Tempelherren.

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großes Haus, Hauptbühne
großes Haus, Hauptbühne

Die Wiedervereinigung der beiden Koreas

von Joel Pommerat

aus dem Französischen von Isabelle Rivoal

Der Titel dieses wunderbaren französischen Stückes kann einen ganz schön in die Irre leiten – es geht natürlich nicht um die politische Situation der beiden koreanischen Staaten, sondern der Titel steht wohl sinnbildlich eher dafür: Eine erfüllte Liebesbeziehung ist in etwa so wahrscheinlich wie eine Wiedervereinigung von Nord- und Südkorea.
Wobei: gänzlich ausgeschlossen ist die schließlich auch nicht, irgendwann einmal, mit etwas Glück, vielleicht.
Joël Pommerat schafft ein Kaleidoskop des Kampfes um die Liebe. Hier gibt es viel zu gewinnen und noch mehr zu verlieren. Geheimnisse werden preisgegeben und Wahrheiten auf den Tisch gepackt. In der Zuspitzung entsteht ein ziemlich realistisches Bild dessen, was uns verbindet und uns zugleich entzwei reißt. In diesem ebenso skurrilen wie berührenden Pariser Erfolgsstück treffen in einem u.a. von Ingmar Bergman, Edward Albee und Arthur Schnitzler inspirierten Szenenreigen eine Prostituierte auf einen Priester, eine Sekretärin auf ihren Chef, eine Frau auf ihre erste große Liebe, ein Bräutigam auf seine Braut und ihre Schwestern, versuchen sich zwei Frauen zu trennen oder zwei Männer ganz einfach einen entspannten Abend zu verbringen.
Die große Vergeblichkeit ist Voraussetzung allen Geschehens in diesem Stück: Die Männer und Frauen, die sich hier begegnen, lieben einander oder haben einander geliebt oder lieben nun jemanden anderen oder haben überhaupt aufgehört zu lieben.
„Die Wiedervereinigung der beiden Koreas“ ist ein dynamisches Ensemblestück, das keinen im Zuschauerraum unberührt lässt.

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Burgtheater, großer Saal
Burgtheater, großer Saal

Selfies einer Utopie

eine Theaterserie von Nicola Bremer in fünf Folgen

Alle fünf Folgen dieser Spielzeit erleben ein kleines revival. Ein Marathon, bei dem zu jeder vollen Stunde eine neue Folge beginnt.

Die Spielregeln dieser Theaterserie sind im Grunde ganz einfach. Nicola Bremer schreibt für jede Folge einen neuen Text, drei SchauspielerInnen sprechen diesen Text - den sie davor nicht einmal gelesen haben - und müssen dabei immer wieder spontan Regie-Anweisungen umsetzen, die auf in die Höhe gehaltenen Schildern stehen. Keine Folge baut auf der anderen auf, ein Einstieg ist jederzeit möglich.
Am Staatsschauspiel Dresden, wo „Selfies einer Utopie“ 2016 entstand, gewann die Serie schnell Kultstatus. Gerade aus Einschränkungen, wie zum Beispiel knappen zeitlichen Ressourcen, entwickelten Autor und Regisseur Nicola Bremer mit Bühnen- und Kostümbildner Jakob Ripp die Besonderheiten ihres Formats. „Selfies einer Utopie“ kratzt an den Krusten des Theaters - das ja bekanntlich die Welt bedeutet. Klingt revolutionär, ist aber vor allem lustig, denn Verbissenheit ist mega-out. Und so entwirft der junge Autor und Regisseur ein streng reglementiertes Anarcho-Entertainment, das die SchauspielerInnen von Rollen und Proben befreit und zugleich ordentlich knechtet.
Die schräge Comedy ist kein Selbstzweck: Ihre Botschaft kommt absurd verpackt daher in Gestalt des italienischen Pop-Stars Eros Ramazzotti. Um dessen fiktiven Auftritt in Bautzen kreisen die mit Anspielungen auf das aktuelle Weltgeschehen gespickten Texte, die dazu aufrufen, den Status Quo zu hinterfragen und den Ausbruch aus alten Denkmustern und Konventionen zu wagen. So verwandelt sich die Bühne in einen anarchischen Versuchsraum, in dem man sich ohne Konsequenzen der grenzlosen Fiktion einer idealen Welt der Zukunft hingeben kann.
2018 wurde Nicola Bremer für Selfies einer Utopie von "Theater Heute" als bester Nachwuchskünstler nominiert. Also vergessen Sie Netflix und kommen Sie ins Theater Bautzen!

jeweils 19.30 Uhr im Burgtheater:
3/5 6. März 2020 Eros Ramazotti wird Influencer
Mit Marian Bulang, Petra Maria Wenzel, Jurij Schiemann,
(Wh. 20. März 2020 mit Richard Koppermann, Larissa Ruppert, Marian Bulang)

4/5 3. April 2020 Eros Ramazotti findet den Heiligen Gral
Mit Mirko Brankatschk, Fiona Piekarek-Jung, Thomas Ziesch
(Wh. 2. Mai 2020 mit Torsten Schlosser, Anna-Maria Brankatschl und Stephan Siegfried)

5/5 22. Mai 2020 Eros Ramazotti füllt sein Sparschwein mit Bitcoins
Mit Jan Mickan, Fiona Piekarek-Jung, István Kobjela
(Wh. 29. Mai 2020 mit Anna Maria Brankatschk, Mirko Brankatschk, Jan Mickan)

Großes Staffelfinale am 7. Juni 2020: alle fünf Folgen an einem Abend

Jede Karte kostet 7,00 Euro.
Wer gleichzeitig Karten für mindestens 4 Vorstellungen kauft - bezahlt nur 5,00 Euro pro Karte.

SELFIES EINER UTOPIE auf Instagram: @selfieseinerutopie

Marathon - alle fünf SELFIES hintereinander

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